Konferenz der österreichischen Gleichbehandlungsbeauftragten in Wien

Wien als Gastgeberin der diesjährigen Konferenz unter dem Motto "Diskriminierungsfreie Personalauswahl" sowie Fachtagung "Einkommenstransparenz"

Wien (OTS) - Heute Montag eröffnet Wiens Frauen- und Personalstadträtin Sandra Frauenberger die 14. Konferenz der Gleichbehandlungsbeauftragten der Länder und Städte. "Der Equal Pay Day, der heuer am 8.Oktober begangen wird, zeigt jedes Jahr die Ungleichheit in der Entlohnung drastisch auf. Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern voranzutreiben ist ein notwendiger Motor zur Schließung der Lohnschere. Auch im öffentlichen Dienst gibt es noch Baustellen, die wir angehen müssen. Die Stadt Wien hat mit der Quote und dem Einkommensbericht wirkungsvolle Maßnahmen zur Bekämpfung von Ungleichheit", betont Frauenberger.

Transparente und objektive Personalauswahl als Schlüssel zur Gleichstellung

Unter dem Vorsitz der Gleichbehandlungsbeauftragten der Stadt Wien, Mag.a Elisabeth Kromus setzen sich die Gleichbehandlungsbeauftragten der Länder und Städte im Rahmen der Konferenz am 7. und 8. Oktober im Wiener Rathaus mit dem Thema "Diskriminierungsfreie Personalauswahl" auseinander. "Objektive und transparente Verfahren sind essentiell für die Gleichstellung von Frauen und Männern gerade im Hinblick auf das Durchbrechen der gläsernen Decke von Frauen" so Mag.a Kromus über den diesjährigen Schwerpunkt.

In ihrem Impulsvortrag wird a.o. Univ.Prof.in Elisabeth Holzleithner vom Institut der Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht an der Universität Wien auf mögliche Diskriminierungsfallen im Personalauswahlprozess eingehen und die große Bedeutung von Transparenz für die Chancengleichheit von Frauen und Männern anhand von Beispielen erläutern. Im anschließenden Erfahrungsaustausch werden die gesetzlichen Bestimmungen der Bundesländer, die Objektivierbarkeit von Personalauswahlverfahren und die Rolle des Frauenförderungsgebots dabei beleuchtet. Daneben werden aktuelle Entwicklungen im Bereich Gleichstellung und Frauenförderung in den Bundesländern diskutiert.

Fachtagung Einkommenstransparenz

Am 8. Oktober 2013 findet darauffolgend die Fachtagung der Gleichbehandlungsbeauftragten und der Frauenreferentinnen der Länder statt. ExpertInnen aus den Ländern diskutierten im Wiener Rathaus über Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern im öffentlichen Dienst.

Frauen verdienen österreichweit 23,2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Da auch im öffentlichen Dienst - wenngleich wesentlich geringere - Einkommensunterschiede vorhanden sind, wird anlässlich des österreichweiten Equal Pay Days - das ist jener Tag im Jahr, an dem Männer bereits das durchschnittliche Gehalt verdient haben, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen - im Rahmen der Tagung gemeinsam mit ExpertInnen aus Wissenschaft und öffentlichem Dienst über Hintergründe, rechtliche Verankerung und Erfahrungswerte diskutiert.

Einkommensunterschiede im öffentlichen Dienst

Die Wissenschafterin Prof.in Dr.in Karin Tondorf stellt den "eg-check", ein Instrumentarium zur Prüfung von Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, anhand von Praxisbeispielen vor. Mag.a Sandra Konstatzky von der Gleichbehandlungsanwaltschaft geht auf die rechtlichen Grundlagen ein und Mag. Andreas Buchta-Kadanka aus dem Bundeskanzleramt sowie Mag.a Elisabeth Assmair von der Stelle der Gleichbehandlungsbeauftragten der Stadt Wien berichten über die praktische Umsetzung des Einkommensberichts auf Bundes- bzw. Landesebene.

Im Rahmen der Fachtagung wird außerdem auf die Herausforderungen und Hürden bei der Einführung von Einkommensberichten sowie auf deren Nutzen und Wirkung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Besoldungssysteme eingegangen. Auch Diskriminierungspotenziale in Entgeltsystemen und Entgeltbestandteilen und die Umsetzung wirkungsvoller Strategien zur möglichst raschen Herstellung von Entgeltgleichheit werden von den ExpertInnen beleuchtet.

Wien hat als einziges Bundesland einen Einkommensbericht

Seit 2011 verfügt Wien als einziges Bundesland über eine gesetzliche Grundlage für die Einkommenstransparenz. Der aktuelle Einkommensbericht hat ergeben, dass Frauen in der Wiener Stadtverwaltung im Durchschnitt 10,99 Prozent weniger verdienen als Männer. "Die durch den Einkommensbericht geschaffene Transparenz ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, entsprechende Maßnahmen zum Ausgleich bestehender Einkommensunterschiede zu setzen" so die Gleichbehandlungsbeauftragte der Stadt Wien Mag.a Elisabeth Kromus.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Elisabeth Assmair
Stelle der Gleichbehandlungsbeauftragten der Stadt Wien
Telefon: 01 4000 83146
E-Mail: elisabeth.assmair@wien.gv.at

Mag.a Stefanie Grubich
Mediensprecherin Stadträtin Sandra Frauenberger
Telefon: +43 1 4000 81853
E-Mail: stefanie.grubich@wien.gv.at
www.sandra-frauenberger.at

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