Mautz zu Equal Pay Day: Betriebe unter 150 MitarbeiterInnen sollen Gehälter offenlegen

SPÖ-Frauen für mehr Einkommenstransparenz und Mindestlohn von 1.500 Euro

Wien (OTS/SK) - "Mit der Einkommenstransparenz durch verpflichtende Einkommensberichte hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ein wichtiges Instrument für mehr Lohngerechtigkeit geschaffen. Diesen Weg setzen wir konsequent fort", sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz zum morgigen bundesweiten Equal Pay Day in Österreich. Auch Betriebe unter 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen Löhne und Gehälter offenlegen. Mit den Einkommensberichten haben Betriebsrätinnen und Betriebsräte eine wichtige Grundlage in der Hand, um sich für Lohngerechtigkeit stark zu machen. "Der erste Schritt ist die Offenlegung, der zweite Schritt die Analyse der Ursachen und der dritte die Umsetzung von Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit" sagte Mautz am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Wichtig ist auch ein Mindestlohn von 1.500 Euro für alle Branchen. Soviel muss Arbeit in einem Vollzeitjob wert sein", sagt die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin. In vielen Branchen, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind, sind die Durchschnittsgehälter sehr niedrig. Jede Frau soll von ihrem Einkommen leben können" bekräftigte Mautz.

Die SPÖ-Frauen wollen auch den Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit erleichtern. "Teilzeit nimmt zu. Mittlerweile arbeitet fast jede zweite Frau Teilzeit. Das Frauenbarometer von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat klar und deutlich gezeigt: Die Ursache für die hohe Teilzeitquote bei Frauen sind fehlende ganztägige Kinderbetreuungsplätze. Wir wollen daher einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, dafür müssen wir den flächendeckenden Ausbau zügig vorantreiben", so Mautz.

Als wichtige Maßnahmen für einen leichteren Umstieg nannte Mautz eine Informationspflicht für Betriebe an Teilzeitkräfte, wenn ein Vollzeitjob ausgeschrieben wird, und einen Rechtsanspruch auf Vollzeitarbeit, wenn regelmäßig Mehrarbeit geleistet wird. "Wir wollen die Lohnschere Schritt für Schritt schließen. Frauen haben es verdient, dass sie für ihre Arbeit gerecht bezahlt werden", erklärte Mautz.(Schluss) ah/up

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