Protest gegen Aufruf zu Koalitionsgesprächen SPÖ - FPÖ

Bund Sozialdemokratischer Juden - Avoda: "Keine Koalition mit FPÖ"

Wien (OTS/OTS) - Der Bund Sozialdemokratischer Juden -Avoda weist die in den letzten Tagen von einigen SPÖ-Arbeitnehmerfunktionären erhobene Forderung, die Partei solle die "undemokratische Ausgrenzung der FPÖ beenden und mit den Freiheitlichen in Koalitionsgespräche eintreten", entschieden zurück.

Wir dürfen einmal mehr daran erinnern: Nicht die FPÖ wird ausgegrenzt, die FPÖ grenzt sich selbst aus! Die wiederholten rassistischen, fremdenfeindlichen und antisemitischen Ausfälle der FPÖ - wie überhaupt ihr Unwille, sich vom Rechtsextremismus klar zu distanzieren - machen es österreichischen Politikern mit Anstand einfach unmöglich, eine Zusammenarbeit mit dieser Partei auch nur anzudenken.

Vielleicht erwächst die Forderung nach Koalitionsverhandlungen mit der FPÖ der Sorge, "von der ÖVP erpresst" zu werden. Möglicherweise ist sie auch der Erkenntnis geschuldet, die SPÖ hätte zuletzt am Gros der Arbeitnehmer vorbei regiert. Sich den Populisten der FPÖ aber solcherart anzudienen, ist selbst populistisch, ist durchschaubar kalkuliert und zeugt von wenig Anstand.

Nicht zuletzt gilt, wie wir hoffen, das Wort des SPÖ-Parteivorsitzenden und Bundeskanzlers. Er hat wiederholt erklärt, seine vor der Wahl getroffenen Festlegungen würden auch nach der Wahl gelten. Im Fall der Freiheitlichen heißt das: Keine Koalition mit der FPÖ!

Bund Sozialdemokratischer Juden - Avoda
Robert Sperling eh., Vorsitzender
Peter Munk eh., Generalsekretär

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Praterstern 1, 1020 Wien
robert.sperling@chello.at
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