- 04.10.2013, 09:44:39
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ÖH WU: Eröffnung des neuen Campus WU - neue Chancen und bekannte Probleme
Wien (OTS) - - WU Neubau bringt zahlreiche Verbesserungen für 23.000
Studierende
- Studienqualität, Kapazitätsengpässe und Universitätsfinanzierung
auch am neuen Standort zentrale Themen
- Appell an die Politik: Klares Bekenntnis zu dringend notwendigen
Strukturänderungen gefordert
Mit Eröffnung der neuen WU am 4. Oktober 2013 und Aufnahme des
Vollbetriebs am neuen Standort im Prater beginnt für 23.000
WU-Studierende und auch die ÖH WU eine neue Ära:
"Der neue Campus WU ist in jeder Hinsicht beeindruckend", so
Chiara Werner-Tutschku, Vorsitzende der ÖH WU anlässlich der
Eröffnung. "Die architektonische Qualität ist einzigartig und die
Qualität des Lernens wird dadurch bedeutend besser, das wertschätzen
wir sehr. Ich möchte mich im Namen der Studierenden bei allen
herzlich bedanken, die uns diese neue Universität ermöglicht haben.
Das sind Politik wie Rektorat, aber ganz besonders die Steuerzahler,
die immerhin rund 500 Millionen Euro in unsere Zukunft investiert
haben."
Neue WU: Kapazitätsausbau muss weitergehen
Die WU war in den letzten Jahren massiv von Unterfinanzierung und
Kapazitätsengpässen gezeichnet, die sich in allen Bereichen des
Studiums ausgewirkt haben. Mit dem Ergebnis, dass
Studienverzögerungen und "Knock-out" Prüfungen auf der Tagesordnung
standen.
"Mit der neuen WU verbessert sich die Ausgangssituation für die
Studierenden schlagartig", ergänzt die ÖH-Vorsitzende.
"Top-ausgestattete Hörsäle, innovative Services und ein
kommunikatives Umfeld bieten alle Voraussetzungen für ein modernes,
zukunftsweisendes Studium. Das setzt neben hervorragenden Lehrenden
aber auch ausreichend Plätze in besonders stark nachgefragten
Spezialisierungen sowie im Master voraus. Der weitere Ausbau der
Kapazitäten für mehr Qualität und Fairness im Studium steht daher
auch in Zukunft ganz oben auf der politischen Agenda der ÖH WU."
Auch am neuen Campus: Zu viele Studenten, zu wenig Professoren
An die bei der Eröffnung anwesenden Spitzenpolitiker (u.a.
Bundespräsident Heinz Fischer, Wissenschaftsminister Karlheinz
Töchterle, EU-Kommissar Johannes Hahn, Bürgermeister Michael Häupl)
richtet die ÖH-Vorsitzende einen eindringlichen Appell:
"Die WU steigt mit dem neuen Campus zu einem Leuchtturm in der
österreichischen Universitätslandschaft auf. Damit dieses Leuchtfeuer
nicht erlischt und auch in den kommenden Jahren noch richtungsweisend
strahlen kann, braucht es ein klares Bekenntnis der Politik zur
Bildung und zur Ausfinanzierung der Universitäten. Gezeichnet durch
notorische Kapazitätsengpässe wurde die WU zum Sinnbild eines
strukturell unterfinanzierten Universitätssektors. Daran hat sich
auch durch den neuen Campus nichts geändert. Noch immer studieren
hier mehr Menschen, als die geringe Anzahl an Professoren sinnvoll
betreuen kann. Ich empfehle der alten und sehr wahrscheinlich auch
neuen Bundesregierung eindringlich, sich den Slogan der WU zu Herzen
zu nehmen. Es ist an der Zeit, bildungspolitische Blockaden zu lösen
und sich im Sinne von 'Rethink Education' dazu durchzuringen, sich
für die dringend notwendigen Strukturänderungen an den Universitäten
einzusetzen. Für die jetzige wie auch nachfolgende Generation an
Studierenden", so Chiara Werner-Tutschku abschließend.
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