"Alles Fleisch ist Gras": ORF-"Landkrimi" mit Tobias Moretti und Wolfgang Böck goes Vorarlberg

Dreharbeiten noch bis Mitte Oktober - Ausstrahlungsstart der Reihe 2014 im ORF

Wien (OTS) - "Steirerblut", "Die Frau mit dem Schuh" - und jetzt "Alles Fleisch ist Gras" - die ORF-"Landkrimi"-Reihe macht seine dritte - und westlichste - Station. Topbesetzt verwandelt Reinhold Bilgeri seit 16. September 2013 (und noch bis Mitte Oktober) Dornbirn und Umgebung zum Ort eines blutrünstigen Verbrechens. Unter dem Titel "Alles Fleisch ist Gras" - nach dem gleichnamigen Roman von Christian Mähr - nimmt darin Tobias Moretti Wolfgang Böck mehr als nur ins Visier. Das Drehbuch lieferte Agnes Pluch und in weiteren Rollen stehen Petra Morzé, Harald Schrott, Anna Unterberger, Stefan Pohl und Christoph Grissemann vor der Kamera.

Vermengt wird der Plot mit zahlreichen ironischen Momenten. "Da gibt es eigentlich immer wieder Punkte, wo man laut loslachen muss", meint Regisseur Bilgeri gestern (1. Oktober) im Rahmen eines Pressetermins. Neben Bilgeri, Moretti, Böck und Romanautor Christian Mähr waren Petra Morzé und Anna Unterberger, Produzent Helmut Grasser sowie ORF-Redaktionsleiter Fernsehfilm Klaus Lintschinger und Andrea Kaufmann, Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn, anwesend und sprachen über zahlreiche Details zum "Landkrimi" mit "Fargo"-Momenten.

Denn der Plot will es, dass Wolfgang Böck alias Anton Galba, Leiter der Abwasserreinigungsanlage Dornbirn, die Leiche jenes Mannes, der ihn und seine heimliche Geliebte mit ihrem Verhältnis erpresst hatte und im Streit durch einen Stiegensturz starb, im Häcksler verschwindet - Fleisch wird zu Gras. Der den Fall untersuchende Polizist Nathanael Weiß (Tobias Moretti) verdächtigt Galba von Anfang an. Allerdings gibt es auch in Weiß' Umfeld einen Widerling, den er gerne loswerden würde. Und so beauftragt er Galba, sich darum zu kümmern. Notgedrungen muss er mitmachen - doch für Weiß ist das erst der Anfang.

Für Petra Morzé ein Drehbuch mit Tiefgang: "Für mich behandelt das Drehbuch eine der wichtigsten Fragen - und zwar 'aus welcher Motivation heraus machst du etwas?'." Eine Frage, die sich besonders Wolfgang Böck stellte - und die Seite wechselte: "Bei den meisten Krimis in den letzten Jahren war ich auf der Seite der Polizei. Diesmal bin ich kein Polizist, inwiefern ich nun aber tatsächlich Täter bin, möchte ich noch nicht verraten. Es ist auf jeden Fall eine sehr interessante Rolle." Nur so viel: "'Alles Fleisch ist Gras' ist ganz anders als das, was man unter einem herkömmlichen Krimi versteht." Reinhold Bilgeri präzisiert: "'Alles Fleisch ist Gras' ist kein normaler Krimi - es ist eine Gratwanderung, bei der Menschen, die Gutes wollen, um dieses zu erreichen, Böses tun. Es war mit Sicherheit ein Wagnis, diesen brillanten Roman zu einem Drehbuch herauszudestillieren und in 90 Filmminuten zu pressen - und als ich Agnes Pluchs Drehbuch gelesen habe, wusste ich, das will ich machen. Es war von Anfang an eine große Herausforderung für mich und ich bin dankbar für das Vertrauen, das in mich gesetzt wird." Bilgeri weiter:
"Ich bin wahnsinnig stolz, mit dieser Schauspielerriege, der ersten Reihe der Cracks Österreichs, zu arbeiten und ihnen einen Vorarlberger Dialekt oktroyieren zu dürfen."

Was für niemandem am Set ein Problem ist - ganz im Gegenteil, wie Anna Unterberger stellvertretend erklärt: "Reinhold Bilgeri verbreitet eine Superstimmung am Set und es macht Freude, unter seiner Regie zu spielen." Ähnlich sieht es auch Tobias Moretti:
"Bilgeri ist ausgezeichnet in seinem dramatischen Verständnis, genau in den Vorbereitungen und trotzdem offen und locker am Set." Der Schauspielstar war von Beginn an von Buch und Filmprojekt begeistert:
"Bei 'Alles Fleisch ist Gras' entspricht kein Charakter einem Klischee - es ist ein ganz besonders geschriebenes Buch. Es ist die Geschichte eines Kommissars, der in seiner Absurdität plötzlich selbst kriminell wird. Er findet für sich in der Absurdität des Systems keinen anderen Ausweg als die ganz radikale Variante. Für mich sind die skurrilen Figuren, die man auf den ersten Blick nicht als solche erkennt, die herausforderndsten. Das gilt auch für Petra Morzés Rolle: "Die Essenz, unter die ich meine Rolle stellen würde, ist, 'der Schein trügt'. Es ist erschreckend, wie real die Personen in diesem Film sind. Sie alle haben Gutes im Sinn - liegen in der Realität aber vollkommen daneben."

Punktgenau trifft Christian Mähr die Stimmung am Set - denn auch wenn der Regisseur glaubt, dem Roman nie gerecht werden zu können ("Gegen die Vorstellung des Lesers hat niemand eine Chance"), zeigt sich der Autor sehr angetan vom Filmprojekt. Die Besetzung sei ja nichts weniger als ein "Glücksfall", so Mähr. "Ich weiß nicht, ob das üblich ist, dass die Autoren so zufrieden sind."

ORF-Landkrimis ziehen durch Österreich

Erst Steiermark, dann Niederösterreich und jetzt Vorarlberg. Seit 2012 ziehen die neuen ORF-Landkrimis von Bundesland zu Bundesland. 2014 stehen die ORF-Premieren der ersten drei Landkrimis "Steirerblut" (Regie: Wolfgang Murnberger), "Die Frau mit einem Schuh" (Regie: Michael Glawogger) und "Alles Fleisch ist Gras" (Regie: Reinhold Bilgeri) auf dem Programm.

"Alles Fleisch ist Gras" ist eine Produktion der Allegro Film in Koproduktion mit dem ORF, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Land Vorarlberg.

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