- 02.10.2013, 12:22:16
- /
- OTS0097 OTW0097
"Times Higher Education Ranking" - Karlheinz Töchterle: Weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen unabdingbar
Wissenschafts- und Forschungsminister zum neu erschienenen Uni-Ranking - Abrutschen schmerzt, Blick auf Stärken dennoch wahren - Kooperationen stärken, Vier-Säulen-Modell umsetzen
Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister zum neu erschienenen
Uni-Ranking - Abrutschen schmerzt, Blick auf Stärken dennoch
wahren - Kooperationen stärken, Vier-Säulen-Modell umsetzen =
Wien (OTS) - *** Bitte SPERRFRIST 2. Oktober 2013, 22 Uhr beachten
***
"Unsere Universitäten bringen in vielen Bereichen Spitzenleistungen,
davon konnte ich mich auch bei meinen zahlreichen Uni-Besuchen
überzeugen. Umso mehr schmerzt es, wenn mehrere Rankings dies nicht
widerspiegeln (können) und renommierte Universitäten weiter an
Plätzen verlieren", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle zum nun neu erschienenen "Times Higher Education
Ranking". Die Rankings bringen aus Sicht des Ministers vor allem auch
den Aufholprozess von Universitäten in anderen Ländern - wobei auch
die Spitzenuniversitäten der Nachbarländer Schweiz und Deutschland
sowie generell weiterer europäischer Länder Plätze eingebüßt haben -
zum Ausdruck: "Weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen sind
unabdingbar", betont Töchterle. "Trotz des teils schmerzlichen
Befundes müssen wir aber auch den Blick auf die Stärken wahren",
verwies der Minister auf die verbesserten Plätze der TU Wien und der
Medizinischen Universität Wien. Letztere schaffte den Sprung aus der
Gruppe der Plätze 301 bis 350 in die Gruppe der Plätze 251 bis 275.
"Rankings bestimmen den Universitäts-Diskurs wesentlich mit. Wir
müssen sie ernst nehmen, uns aber genauso ansehen, was sie messen und
mit Blick auf die führenden Universitäten genau dort ansetzen", so
der Minister. Dazu zähle gerade auch eine verbesserte
Mittelausstattung: "Mit der Hochschulmilliarde haben wir uns auch in
budgetär schwierigen Zeiten um zusätzliche Gelder bemüht und das
Budgetplus bereits bis 2017 fortgeschrieben." Auch die jüngst
vorgelegte Studie der European University Association (EUA) belege
das hohe Engagement Österreichs, hat doch Österreich seine
Uni-Ausgaben heuer im Europavergleich zum Vorjahr nach Island am
stärksten gesteigert. "Wir dürfen in diesen Anstrengungen nicht
locker lassen und müssen die Mittel für den tertiären Sektor weiter
erhöhen - dies bildet sich auch in dem von mir vorgelegten
Vier-Säulen-Modell ab", verwies Töchterle auf eine Steigerung der
Mittel für die Universitäten, den forcierten Ausbau der
Fachhochschulen, die massive Stärkung der Grundlagenforschung sowie
eine gezielte Studien- und Nachwuchsförderung. Zur Mittelausstattung
gehören aber auch verstärkt Mittel aus dem privaten Bereich, etwa
maßvolle Studienbeiträge. "Wir liegen hier bekanntlich deutlich unter
dem OECD-Schnitt, die österreichischen Privathaushalte leisten
OECD-weit den geringsten Beitrag."
Mit Blick auf die im Ranking führenden Universitäten bekräftigt der
Minister erneut die Notwendigkeit von Aufnahmeverfahren in besonders
stark nachgefragten Fächern. "Mit der Studienplatzfinanzierung haben
wir genau in diese Richtung begonnen und auch rund 95 zusätzliche
Professorenstellen geschaffen. Eine stimmige Fortsetzung dieses Weges
ist notwendig. Nur wenn Universitäten ihre Kapazitäten leben können,
ist eine Verbesserung der Betreuungsverhältnisse und damit der Lehre
möglich", so Töchterle. Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
gehören ebenso intensivere Kooperationen der Hochschulen: "Sie können
damit Stärken bündeln und ihre Sichtbarkeit - gerade auch in Rankings
- erhöhen", verweist Töchterle auf entsprechende Initiativen der
Hochschulen, den Hochschulplan und die jüngst ausgeschütteten 48
Millionen Euro für Anschubfinanzierungen zu Kooperationen in der
Lehre bzw. Forschung/Entwicklung und Erschließung der Künste.
Als Beleg für heimische Uni-Stärken nannte Töchterle abschließend
auch das Einwerben von Preisen des Europäischen Forschungsrates. In
Österreich tätige Nachwuchswissenschaftler/innen und Forscher/innen
haben in den vergangenen Jahren mehr als hundert der begehrten Grants
des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC)
einwerben können.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






