- 01.10.2013, 13:42:31
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Ungarisches Landwirtschaftsministerium unterbindet Transparenz in der Gänse- und Entenmast
VIER PFOTEN setzt auf Positivliste von Betrieben ohne Zwangsernährung und Lebendrupf

Utl.: VIER PFOTEN setzt auf Positivliste von Betrieben ohne
Zwangsernährung und Lebendrupf =
Budapest/Wien (OTS) - Die internationale Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN fordert das ungarische Landwirtschaftsministerium auf, die
positive Zusammenarbeit zwischen der Organisation und ungarischen
Gänse- und Entenfleischproduzenten nicht weiter zu stören. In der
vergangenen Woche hatte ein Vertreter des Ministeriums die
Organisation offiziell beschuldigt, sie würde ungarische Gänse- und
Entenmäster belästigen.
"In Wirklichkeit belästigt das Ministerium uns und die Landwirte,
die keine Zwangsernährung und keinen Lebendrupf mehr durchführen",
erklärt Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. "Es handelt
sich hierbei um ein Projekt, an dem sie freiwillig teilnehmen, und
das Ministerium sollte sich da nicht einmischen. Wir haben Verträge
mit den größten Unternehmen in Ungarn, und sie garantieren uns freien
Zugang zu all ihren Betrieben ohne vorherige Anmeldung.
Unangekündigte Kontrollen sind üblich bei höheren
Tierschutzstandards, wie zum Beispiel auch bei biologischer
Landwirtschaft."
Ungarn und Polen sind in Europa führend in der Gänseproduktion,
gefolgt von Frankreich, Deutschland und England. Frankreich ist in
Europa führend in der Entenproduktion, gefolgt von Deutschland,
Ungarn, England und Holland. Die Kampagne von VIER PFOTEN, die das
Ziel hat, Zwangsernährung, Käfighaltung und Lebendrupf von Gänsen und
Enten zu stoppen, folgt dem Wunsch der Verbraucher, Fleisch und
Daunen von Tieren zu kaufen, die nicht Opfer solcher Praktiken waren.
Um ihre Erwartungen zu erfüllen, rief VIER PFOTEN vor einigen Jahren
die "Positivliste" ins Leben, die von den Einkäufern der Supermärkte
genutzt wird. Hunderte ungarische Landwirte haben versichert, dass
sie Zwangsernährung und Lebendrupf abgeschafft haben, und sie sind
komplett transparent darin, den Nachweis hierfür zu erbringen.
"Viele Verbraucher, die die Wahrheit hinter der Produktion kennen,
wählen Produkte bewusst aus ", erklärt Gabriel Paun. "Je mehr sie
darüber wissen, desto nachdrücklicher fordern sie Supermärkte auf,
nur tierfreundliche Produkte zu listen. Unsere Positivliste bringt
die Wünsche der Verbraucher und die Richtlinien der Supermärkte auf
einen Nenner. Sie basiert auf einer Zusammenarbeit mit
aufgeschlossenen Landwirten, die uns herzlich dazu einladen zu
bestätigen, dass sie die Tiere weder in Käfige sperren, noch stopfen,
noch lebend rupfen."
Darüber hinaus sind viele internationale Unternehmen und
weltbekannte Marken, die Daunen in Bettwäsche, Jacken oder
Schlafsäcken verarbeiten, an der Positivliste interessiert. Solche
Unternehmen haben höhere Tierschutzkriterien in ihrer Corporate
Social Responsibility and lehnen deshalb Daunen, die durch Lebendrupf
gewonnen wurden, strikt ab. "Immer mehr Menschen entdecken, dass sich
in ihren Jacken, Schlafsäcken oder in ihrer Bettwäsche möglicherweise
das Leiden von Gänsen und Enten verbirgt, die wegen ihrer feinen
Daunen lebend gerupft wurden", betont Gabriel Paun. "Solch eine
unschöne Überraschung ist bei den Verbrauchern nicht erwünscht, und
die Nachfrage nach Daunen, an denen keine Grausamkeiten haften,
steigt. Wir haben mit unserer Positivliste in polnischen und
ungarischen Betrieben begonnen, und wir werden sie erweitern mit
führenden Betrieben anderer europäischer Länder."
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