• 01.10.2013, 12:35:25
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ORF III, Bank Austria und Filmarchiv Austria heben den zweiten "Filmschatz Österreich"

Christiane Hörbiger übernimmt die Patronanz für drei weitere prägende Filme der Nachkriegszeit

Utl.: Christiane Hörbiger übernimmt die Patronanz für drei weitere
prägende Filme der Nachkriegszeit =

Wien (OTS) - Im Oktober 2013 setzt ORF III die erfolgreiche
Kooperation des Vorjahres mit dem österreichischen Filmarchiv und der
Bank Austria fort und präsentiert prägende österreichische Spielfilme
aus der Nachkriegszeit. Aufwendig restauriert kommen die verlorenen
und zu Unrecht vergessenen Filmschätze wieder zurück auf die
heimischen Bildschirme.

Die Bank Austria als Rechteinhaber hat gemeinsam mit dem Filmarchiv
Austria die Filme aufwendig restauriert. Gemeinsam mit ORF III wird
es nun möglich, diese Filme nach vielen Jahrzehnten auszustrahlen und
einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

ORF III freut sich, dass die Grande Dame der Schauspielkunst,
Christiane Hörbiger, deren Familie wie keine andere das Filmgeschehen
der Zweiten Republik geprägt hat, auch für diese drei Filme wieder
die Patronanz übernimmt. Im Rahmen einer ganz persönlichen
Anmoderation führt die Schauspielerin, die in diesem Monat ihren 75.
Geburtstag feiert und die im ORF in einem Porträt sowie in
zahlreichen Filmen zu sehen ist (Details unter presse.ORF.at) in
Inhalt und Hintergründe der Filme ein.

Nachdem Ende vergangenen Jahres die ersten drei Filmschätze gezeigt
wurden - "Das andere Leben", "Gottes Engel sind überall" und "Maresi"
- folgen nun die nächsten drei Filmjuwele. Am 4. Oktober zeigt ORF
III "Der Feldherrenhügel" aus dem Jahr 1953, eine sarkastische
Komödie aus der k. u. k. Zeit mit Paul Hörbiger, Ernst Waldbrunn und
Heinz Conrads unter der Regie von Ernst Marischka. In der Woche
drauf, am 11. Oktober, folgt das Kriegsliebesdrama "An klingenden
Ufern" nach dem Drehbuch von Alexander Lernet-Holenia mit
Schauspiellegende Curd Jürgens und Marianne Schönauer. Der Spielfilm
"Singende Engel" aus dem Jahr 1947 erzählt am 18. Oktober die
Geschichte der Wiener Sängerknaben, spielt zu Beginn des 19.
Jahrhunderts und lässt als Protagonisten u. a. Joseph Haydn - als
alten Herrn in seinen letzten Lebensjahren - und Franz Schubert - als
zehnjährigen Wiener Sängerknaben - auftreten.

Zwei weitere Filme, "Praterherzen" (1953) und "Das Siegel Gottes"
(1949), werden im kommenden Frühjahr den Abschluss der
Filmschatz-Reihe bilden.

Die Bank Austria ist Rechteinhaber von rund 35 österreichischen
Filmen aus der Nachkriegszeit der 40er und 50er Jahre. Die
Finanzierung, die Restaurierung und die Ausstrahlung verstehen alle
drei Kooperationspartner als wichtigen Beitrag zur Bewahrung dieses
kulturellen Erbes Österreichs und als zentralen Aspekt zur Wahrung
des Gedächtnisses des Landes.

Zu den Filmen

"Der Feldherrenhügel": 4. Oktober, 20.15 Uhr

Die 1953 produzierte Komödie dreht sich um einen Oberleutnant, der
ausgerechnet an seinem Hochzeitstag bei einem Abschiedskuss mit der
ehemaligen Geliebten von der Schwiegermutter ertappt wird. Daraufhin
wird er zu einem entlegenen Regiment versetzt, beginnt sich dort
zutiefst nach seiner Pensionierung zu sehnen und versucht deshalb
vergeblich, alles falsch zu machen. Launig-sarkastisch wird eine
Episode aus einer Zeit erzählt, als Österreich noch Kaiserreich und
Großmacht war. Nicht ohne Grund wurden bewährte Kabarettisten wie
Ernst Waldbrunn und Heinz Conrads vor die Kamera geholt.
Paul Hörbiger spielt einen amtsmüden Oberst, der gegen die
prestigeträchtigen Karrierewünsche seiner Frau ankämpft. Hans Holt
agiert als liebenswerter Filou und Annemarie Düringer mimt seine auf
Revanche sinnende Braut. Regie führte Ernst Marischka, der später mit
den drei "Sissi"-Spielfilmen mit Romy Schneider seinen größten Erfolg
feierte.

"An klingenden Ufern": 11. Oktober, 20.15 Uhr

Der Film aus dem Jahr 1948 erzählt die Liebesgeschichte zwischen der
jungen Krankenschwester Maria und dem verwundeten Soldaten Stefan.
Man verspricht sich, nach dem Krieg zu heiraten. Später bekommt Maria
die Nachricht, dass Stefan gefallen sei, und gibt nach langem Drängen
einem anderen das Jawort. Eines Tages jedoch kehrt der schon
Totgesagte aus dem Krieg heim und findet seine ehemalige Braut als
Ehefrau eines anderen vor. Und so beginnt das Liebesdrama. Denn
Maria, die noch immer Stefan liebt, kann nun nicht mehr zu ihm
zurück.
Unter der Regie von Hans Unterkircher sind auch spätere große Stars
zu sehen, darunter Schauspiellegende Curd Jürgens. Die weibliche
Hauptrolle verkörpert Marianne Schönauer, die während der Zeit des
Nationalsozialismus Berufsverbot hatte, weil sie als Halbjüdin galt.
Sie wird nach 1945 zu einer gefeierten Schauspielerin. Für die
symphonische Musik zeichnen die Wiener Philharmoniker verantwortlich,
das Drehbuch stammt vom Schriftsteller Alexander Lernet-Holenia.

"Singende Engel": 18. Oktober, 20.15 Uhr

"Singende Engel", ein Film aus dem Jahr 1947, erzählt die Geschichte
der Wiener Sängerknaben. Er spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und
lässt als Protagonisten unter anderen Joseph Haydn - als alten Herrn
in seinen letzten Lebensjahren - und Franz Schubert - als
zehnjährigen Wiener Sängerknaben - auftreten. Haydn, Schubert und die
Wiener Sängerknaben dienen als Botschafter der "Kulturnation
Österreich". Der zerstörte Stephansdom erscheint als ein Symbol der
verletzten "österreichischen Seele". In den Hauptrollen sind u. a.
Hans Holt und Inge Konradi zu sehen. Regie führte Gustav Ucicky,
einer der führenden Regisseure in der NS-Zeit. "Singende Engel" war
der erste Film, den Ucicky nach Aufhebung des aufgrund seiner
Tätigkeit in der NS-Zeit gegen ihn verhängten Berufsverbots machte;
in der NS-Zeit hatte er u. a. für den umstrittenen antipolnischen
Propagandafilm "Heimkehr" aus dem Jahr 1941 verantwortlich
gezeichnet.

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