- 29.09.2013, 12:15:31
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Mailath: "Unbekanntes Wien am Tag des Denkmals entdecken"
Führungen, Workshops und vielfältiges Programm für Kinder und Familien
Utl.: Führungen, Workshops und vielfältiges Programm für Kinder und
Familien =
Wien (OTS) - Seit 1998 findet in Österreich jeweils am letzten
Sonntag im September der Tag des Denkmals statt, veranstaltet vom
Bundesdenkmalamt. Mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher folgen
jährlich der Einladung und erkunden in Streifzügen ihre
geschichtsträchtige Umgebung. Allein in Wien laden 40 historische
Orte zum Besuch ein, darunter die Hofburg, das Römermuseum, die
Domhütte zu St. Stephan oder das Zacherlhaus in Döbling. Einer der
Top-Stationen ist das Wiener Rathaus: Hier geben Steinmetze Auskunft
zur Generalsanierung der Fassade und lassen sich bei ihrer Arbeit
über die Schulter schauen.
"Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert", zitiert Wiens
Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny Karl Kraus. "Der Tag des
Denkmals ist eine gute Gelegenheit, die Kultur und die Geschichte
unserer Stadt kennen zu lernen. Eine Geschichte, die oft im
öffentlichen Raum durch Bauwerke, Gedenktafeln oder Denkmäler erzählt
wird. Diesen Monumenten und Gedächtnisorten ist der besondere Charme
Wiens zwischen Tradition und Moderne zu danken. Ihr Erhalt macht jene
Lebensqualität aus, an denen sich auch die kommenden Generationen
noch erfreuen werden."
Barbara Neubauer, Präsidentin des Bundesdenkmalamts: "Dem Thema
Stein ist der diesjährige Tag des Denkmals gewidmet. Stein ist
grundlegend für unsere gebaute Umwelt und zugleich für unser
kulturelles Erbe. Dieses zu erhalten, kann nur durch gute
Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutz und seinen Partnern wie der
Stadt Wien gelingen".
Friedrich Dahm, Landeskonservator für Wien des Bundesdenkmalamts:
"Das reiche und vielfältige kulturelle Erbe Wiens zu erhalten, ist
ein Auftrag der Öffentlichkeit. Seine Erfüllung gelingt nur durch
gute Partnerschaft, wie sie zwischen der Kulturabteilung der Stadt
Wien und dem Bundesdenkmalamt besteht. Am Tag des Denkmals können
sich die WienerInnen ein Bild dieser Anstrengungen machen und
erhalten Zutritt zu sonst mitunter verschlossenen Räumen".
Zwt: Sanierung Rathaus
Das Wiener Rathaus zählt zu den bedeutendsten Bauten der
Ringstraße -jenem Boulevard, der für die ganze Epoche des Historismus
namensgebend und richtungsweisend wurde. Bei keinem anderen der
großen Ringstraßenbauten wurde so viel Naturstein - weit mehr als
40.000 m3 Bruch- und Quadersteine - verwendet. Die Witterung, der die
Rathaus-Fassaden mittlerweile nun schon 130 Jahre ausgesetzt sind,
hat jedoch deutliche Spuren an den Natursteinoberflächen
hinterlassen, die restauratorische Maßnahmen notwendig machen. Die
gesamte Natursteinfassadenfläche des Wiener Rathauses (Architekt:
Friedrich Schmidt) umfasst rund 40.000 m2 Fläche. Für Errichtung der
Fassaden wurden anno dazumal 30.000 m3 Quaderstein und 10.000 m3
Bruchstein eingesetzt.
In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurde ein Programm
entwickelt, das neben der Erfüllung des technischen Erfordernisses
eine Restaurierung ermöglicht, die sowohl allen Gesteinsvarietäten
entspricht, als auch der historischen und architektonischen Bedeutung
des einzigartigen Wiener Ringstraßenbaus gerecht wird. Dabei wird der
Natursteinkonservierung und -restaurierung eine ganz besondere Rolle
zuteil, da die Wiederherstellung der Materialität als einziges
Gestaltungsmerkmal der neogotischen Fassaden gleichermaßen zentraler
Inhalt als auch herausfordernde Aufgabe ist.
Zwt: Tag des Denkmals
2012 haben bei jährlich steigendem Zustrom insgesamt 71.000
Kulturinteressierte die Programmpunkte des Tags des Denkmals besucht,
davon rund 22.000 Menschen in Wien.
Das heurige Motto < aus Stein? > untersucht die facettenreichen
Perspektiven des Materials Stein. Ob Granit als Rohstoff, Gips als
Werkstoff oder Sandstein als Baustoff, Dekor, Symbol oder
Gedächtnisspeicher: Stein beherrscht als Schwerpunkt den 16. Tag des
Denkmals. 305 Programmpunkte - Burgruinen, Kirchen, Schlösser,
Häuser, Steinmetzateliers sowie Friedhöfe - laden ein, Stein als
grundlegenden Bestandteil des kulturellen Erbes hautnah zu erfahren
oder auf den zahlreichen geführten Touren zu erwandern. Vom
historischen Arlbergweg bis zur Wiener Steinwanderung, von der
urgeschichtlichen und römischen Ausgrabung bis zu Günther Domenigs
Steinhaus reicht der geschichtliche Bogen der vom Bundesdenkmalamt im
Rahmen der European Heritage Days organisierten, kostenlosen
Veranstaltung.
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