NR-Wahl: BZÖ-Bucher: "SPÖ und ÖVP werden keine Mehrheit mehr erhalten"

"Eine Stimme für das BZÖ ist auf alle Fälle eine Stimme gegen Rot und Schwarz"

Wien (OTS) - "Erstmals in der zweiten Republik werden SPÖ und ÖVP keine Mehrheit mehr erhalten. Das war immer das Ziel des BZÖ, damit wieder mehr Schwung in die Regierungspolitik kommt und das ganz frei nach einem ÖBB-Slogan: Jetzt kommt Bewegung rein! Österreich würde das sicher gut tun", stellte heute BZÖ-Bündnisobmann Abg. Josef Bucher in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bündniskoordinator Markus Fauland fest. "Das BZÖ wird als Zünglein an der Waage und auch als Koalitionspartner im Nationalrat bleiben", zeigte sich Bucher überzeugt.

"Dieser rot-schwarze Mehrheitsverlust wird dem Land gut tun, denn es wird einen Aufbruch, mehr Bewegung, verschiedene Koalitionsformen, möglicherweise auch koalitionsfreie Räume im Parlament geben und eine echte Aufwertung des Parlamentarismus geschaffen. Daher muss diese große Chance auch genutzt werden, SPÖ und ÖVP unter die 50-Prozent-Marke zu drücken, damit die großen Probleme des Landes endlich gelöst werden könnten", meinte Bucher.

"Rot und Schwarz konnten sich in den letzten fünf Jahren nämlich nicht einigen, die großen Reformen - wie etwa in der Gesundheit, in der Bildung oder bei den Sozialversicherungsanstalten - anzugehen. Besonders in puncto Steuerpolitik und Verwaltung ist nichts weitergegangen. In Summe werden daher die nächsten Regierungsparteien diese teure Party bezahlen müssen. Auch der große Brocken "Bankenfinanzierungen" ist noch nicht ausgestanden und wird noch viele Milliarden Euro verschlingen", betonte Bucher.

Grundsätzlich, so Bucher weiter, werde es die nächste Regierung nicht leicht haben und daher möglicherweise auch abgestraft werden. "Auf lange Sicht gesehen, ist es aber notwendig, die großen Anforderungen der Zukunft anzugehen. Das muss auch Ziel der Parteien sein, die im nächsten Nationalrat vertreten sein werden".

"Das BZÖ wird sich nicht in eine künftige Regierungskonstellation hineindrängen, aber wir hätten sehr viele Vorschläge, Ideen und Vorstellungen, wie man dieses Land sanieren und echte Reformen auch angehen könnte. Überdies wird das BZÖ als Zünglein an der Waage auch ein Mitspracherecht erlangen. Wichtig ist es aber, dass die Österreicher am kommenden Sonntag zur Wahl gehen. Diejenigen, die nicht wählen, die müssen damit rechnen, dass das letztlich Rot und Schwarz zu Gute kommt. Eine Stimme für das BZÖ ist auf alle Fälle eine Stimme gegen Rot und Schwarz", schloss Bucher.

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