Razborcan: Eisenbahn-Privatisierung wäre Ende eines leistbaren öffentlichen Verkehrs

Gerade Niederösterreich braucht flächendeckendes Angebot für hunderttausende Pendlerinnen und Pendler

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Die ÖVP und die konservativen Eisenbahnfeinde auf europäischer Ebene sollen endlich ihre Privatisierung-Gespenster in der Gruft begraben lassen. In Großbritannien hat die Bahn-Privatisierung unter der Ära Thatcher für jahrelang kaputte Bahnstrecken, verfallene Bahnhöfe, tausende Zugsausfälle, regelmäßige Verspätungen und tagtäglich hunderttausende verärgerte Fahrgäste gesorgt. In den letzten Jahren mussten praktisch alle Privatisierungen wieder zurückgenommen werden, viele Milliarden Pfund musste der englische Steuerzahler dafür aufwenden, dass zumindest die wichtigsten Bahnstrecken wieder sicher und regelmäßig befahren werden können und auch ein akzeptables Angebot für die Reisenden und die Pendlerinnen und Pendler geboten werden kann. Die Privatisierung, wo einige wenige massive Unternehmensgewinne witterten, musste der englische Staat teuer bezahlen. Nein danke, so was brauchen wir weder in Europa noch in Österreich", erteilt der Verkehrssprecher der SPNÖ, LAbg. Gerhard Razborcan, der von der ÖVP gewünschten generellen Bahn-Privatisierung, aber auch einer Zerstückelung und Teilprivatisierung von gewinnbringenden Teilen der ÖBB eine strikte Absage.

"Österreich braucht die Bahn mit einem klaren öffentlichen Versorgungsauftrag, effizienten Strukturen und motivierten MitarbeiterInnen. Gerade auch ein flächendeckender öffentlicher Nahverkehr kann nicht ausschließlich gewinnorientiert geführt werden. Niederösterreich hat das größte ÖBB-Streckennetz und damit höchstes Interesse, dass die Leistungsfähigkeit der Bahn und das Service nicht nur erhalten, sondern noch ausgebaut werden. Wenn schrittweise die Veräußerung der ertragreichen Bereiche der Bahnen betrieben wird, werden mittelfristig andere Bereiche, wie Infrastruktur, Sicherheit, Technik und Wagenmaterial, geschwächt. Ebenso ausgedünnt wird der öffentliche Versorgungsauftrag der ÖBB. Noch mehr Strecken und Zugsverbindungen drohen geschlossen und aufgelassen zu werden. Das ist etwas, was wir in Niederösterreich sicher nicht brauchen", so Razborcan.
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