• 25.09.2013, 10:42:38
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Razborcan: Eisenbahn-Privatisierung wäre Ende eines leistbaren öffentlichen Verkehrs

Gerade Niederösterreich braucht flächendeckendes Angebot für hunderttausende Pendlerinnen und Pendler

Utl.: Gerade Niederösterreich braucht flächendeckendes Angebot für
hunderttausende Pendlerinnen und Pendler =

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Die ÖVP und die konservativen
Eisenbahnfeinde auf europäischer Ebene sollen endlich ihre
Privatisierung-Gespenster in der Gruft begraben lassen. In
Großbritannien hat die Bahn-Privatisierung unter der Ära Thatcher für
jahrelang kaputte Bahnstrecken, verfallene Bahnhöfe, tausende
Zugsausfälle, regelmäßige Verspätungen und tagtäglich hunderttausende
verärgerte Fahrgäste gesorgt. In den letzten Jahren mussten praktisch
alle Privatisierungen wieder zurückgenommen werden, viele Milliarden
Pfund musste der englische Steuerzahler dafür aufwenden, dass
zumindest die wichtigsten Bahnstrecken wieder sicher und regelmäßig
befahren werden können und auch ein akzeptables Angebot für die
Reisenden und die Pendlerinnen und Pendler geboten werden kann. Die
Privatisierung, wo einige wenige massive Unternehmensgewinne
witterten, musste der englische Staat teuer bezahlen. Nein danke, so
was brauchen wir weder in Europa noch in Österreich", erteilt der
Verkehrssprecher der SPNÖ, LAbg. Gerhard Razborcan, der von der ÖVP
gewünschten generellen Bahn-Privatisierung, aber auch einer
Zerstückelung und Teilprivatisierung von gewinnbringenden Teilen der
ÖBB eine strikte Absage.

"Österreich braucht die Bahn mit einem klaren öffentlichen
Versorgungsauftrag, effizienten Strukturen und motivierten
MitarbeiterInnen. Gerade auch ein flächendeckender öffentlicher
Nahverkehr kann nicht ausschließlich gewinnorientiert geführt werden.
Niederösterreich hat das größte ÖBB-Streckennetz und damit höchstes
Interesse, dass die Leistungsfähigkeit der Bahn und das Service nicht
nur erhalten, sondern noch ausgebaut werden. Wenn schrittweise die
Veräußerung der ertragreichen Bereiche der Bahnen betrieben wird,
werden mittelfristig andere Bereiche, wie Infrastruktur, Sicherheit,
Technik und Wagenmaterial, geschwächt. Ebenso ausgedünnt wird der
öffentliche Versorgungsauftrag der ÖBB. Noch mehr Strecken und
Zugsverbindungen drohen geschlossen und aufgelassen zu werden. Das
ist etwas, was wir in Niederösterreich sicher nicht brauchen", so
Razborcan.
(Schluss) fa

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