- 25.09.2013, 09:12:55
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Leitfaden Social Media" für Lehrpersonen und Schulleitungen
Gemeinsamer erster "Leitfaden Social Media" speziell für Lehrpersonen und Schulleitungen
Utl.: Gemeinsamer erster "Leitfaden Social Media" speziell für
Lehrpersonen und Schulleitungen =
Wien (OTS) - GÖD - Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und
Pflichtschullehrer (Österreich), VBE - Verband Bildung und Erziehung
(Deutschland) und LCH - Dachverband Schweizer Lehrerinnen und
Lehrer (Schweiz) haben gemeinsam den ersten "Leitfaden Social Media"
speziell für Lehrpersonen und Schulleitungen herausgegeben. Sie
fordern, dass die öffentlichen Arbeitgeber den Schutz von
Lehrpersonen bei Internet-Attacken gewährleisten.
"Wenn in der Schule von "Social Media" die Rede ist, geht es meistens
um den Schutz der Kinder, seltener um die Lehrpersonen", sagt Paul
Kimberger, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft
Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer. "Aber auch
Lehrpersonen können Opfer von Mobbing im Internet werden, zum
Beispiel indem Hasstiraden oder Fotos und Filme ins Internet gestellt
werden. Oft müssen," so Kimberger, "Lehrpersonen reagieren, wenn
Schülerinnen und Schüler das Internet missbrauchen, etwa durch das
Verbreiten von Szenen mit Gewalt oder beleidigenden Inhalten."
Arbeitgeber müssen Schutz gewährleisten
Um Lehrpersonen zu schützen und ihnen professionelle Unterstützung zu
geben, haben drei führende deutschsprachige Berufsverbände der
Lehrerschaft gemeinsam einen "Leitfaden Social Media" erarbeitet: Die
Organisation der Pflichtschullehrer/innen in der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst (GÖD) Österreichs, der deutsche Verband Bildung
und Erziehung (VBE) sowie der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und
Lehrer LCH. Die drei Verbände pflegen seit vielen Jahren eine
regelmäßige Zusammenarbeit und haben mehrere "trinationale
Erklärungen" veröffentlicht, so zu den Themen Lehrermangel sowie
Schulleistungstests und Schulrankings.
Einig sind sich die Verbände auch in der Forderung, dass die
öffentlichen Arbeitgeber den Schutz der Lehrerinnen und Lehrer im
Bereich Internet/Web 2.0 gewährleisten müssen. Dazu brauche es klare
juristische Grundlagen, Weiterbildung und Beratung sowie Checklisten
für das Handeln bei Notfällen an jeder Schule, wird im Vorwort der
Broschüre betont.
"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste"
Konkret raten die drei Verbände dazu, sich bei Auftritten im Internet
zurückzuhalten und möglichst keine Angriffsflächen zu bieten.
"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" heißt es dazu im
Leitfaden. Andererseits dürfe den Lehrpersonen in den sozialen
Netzwerken auch kein Maulkorb angelegt werden.
Beispielsweise lassen sich auf Facebook unterschiedliche Profile für
die private und die öffentliche Nutzung einrichten. Nur auf letzteren
dürfen "Freundschaften" mit Schülerinnen und Schülern gepflegt
werden. Dabei sollten die Lehrpersonen alle Jugendlichen gleich
behandeln und nicht einzelne Freundschaftsanfragen zurückweisen.
Für den Fall von Angriffen auf Lehrpersonen im Netz hält der
Leitfaden detaillierte Hinweise zum Vorgehen bereit. Falsch wäre es,
den Vorfall alleine bereinigen zu wollen. Für das Gespräch mit den
Urhebern der Attacke soll immer die Unterstützung der Schulleitung
oder einer Beratungsstelle gesucht werden.
Wichtige Bestimmungen und Internet-Adressen
Zwar gelten in Österreich, Deutschland und der Schweiz ähnliche
Rechtsgrundsätze, die Gesetze sind aber naturgemäß unterschiedlich.
Ein erheblicher Teil des 20 Seiten starken Leitfadens ist auch den
jeweiligen Bestimmungen und Verfahrenswegen gewidmet. Hinzu kommt
eine Liste der wichtigsten Internet-Adressen für diesen Bereich in
allen drei Ländern.
Der Leitfaden steht www.social-media-lehrperson.info gratis zum
Download bereit.
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