• 24.09.2013, 13:09:37
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BZÖ-Bucher präsentierte Kernelemente des BZÖ-Gesundheitsprogramms

BZÖ-Chef fordert die Einführung eines Gesundheitsbonus

Utl.: BZÖ-Chef fordert die Einführung eines Gesundheitsbonus =

Klagenfurt (OTS) - Gemeinsam mit zwei ausgewiesenen Kapazitäten aus
dem medizinischen Bereich - nämlich Dr. Thomas Publig und Dr.
Gerfried Lexer - präsentierte heute BZÖ-Bündnisobmann Abg. Josef
Bucher in einer Pressekonferenz wesentliche gesundheitspolitische
Maßnahmen für Österreich, die zugleich Kernelemente des
BZÖ-Gesundheitsprogrammes sind. "Eine einheitliche Struktur der
Sozialversicherungsanstalten ist Gebot der Stunde. Wir waren bei den
Ersten, die die Zusammenlegung dieser gefordert haben", so Bucher
weiter.

"Auch die Bürokratie muss weitgehend eingedämmt werden, zu viel
Steuergeld versickert in der Verwaltung, zudem braucht es
einheitliche Leistungskataloge. Das führt zu mehr Fairness und vor
allem zu Kosteneinsparungen", führte Bucher aus.

Als zweiten Schwerpunkt des Gesundheitsprogramms forderte der
BZÖ-Chef die Einführung eines Gesundheitsbonus: "In Prävention zu
investieren, ist allemal besser - und dies sowohl aus Sicht des
Patienten, als auch aus Sicht der Kosten. Wir wollen daher einen
Gesundheitsbonus für all jene haben, die regelmäßig in Absprache mit
ihrem Vertrauensarzt - ähnlich wie der Mutter-Kind-Pass - vorsorgen.
Dieser Arzt legt als Gesundheitscoach für den jeweiligen Patienten
Gesundheitsziele fest. Wenn sich der Patient an diese Ziele hält,
soll er eine Bonifikation von 25 Euro im Monat bekommen. Damit hat
man drei Fliegen mit einem Schlag. Der Patient würde früher wissen,
wo gesundheitliche Defizite bestehen, er würde sich Geld ersparen und
das gesamte System würde verbilligt werden. Es muss einfach mehr in
Prävention als in spätere Behandlung investiert werden", erklärte
Bucher.

Der BZÖ-Kandidat, Dr. Thomas Publig, Mitglied des
Kabeg-Aufsichtsrates, forderte eine Neudefinition, was Aufgabe eines
Mediziners ist. "Was muss er tun, was soll er tun", sagte Publig, der
dies auch für das Pflegepersonal einforderte. "Es muss geklärt
werden, welches Personal zusätzlich benötigt wird. Es bleibt nämlich
zu wenig Zeit für die Patienten, für Bürokratiearbeit sollen
Sekretärinnen bzw. anderes Hilfspersonal eingesetzt werden", forderte
Publig.

Dr. Gerfried Lexer, er entstammt einer der bekanntestes Ärztefamilien
unseres Landes: "Das System am Land krankt. Tatsache ist, dass wir
den typischen Gemeindearzt nicht mehr haben, zudem müssen Jungärzte
in Spitälern mit immer mehr Bürokratie kämpfen. Mit Linz braucht es
keine vierte Medizinuniversität. Wir müssen nur den Zugang für
Studenten ändern, um ein Auskommen zu haben", so Lexer, der mit einem
Vorschlag in seinem Spezialgebiet aufhorchen lässt: "In der Vorsorge
des Dickdarmkarzinoms, an dem in Österreich alleine 2500 Patienten
sterben und dies bei 4500 Neuerkrankungen im Jahr, könnten wir durch
einen einfachen Stuhltest ab dem 40. Lebensjahr die Sterbequote um
rund die Hälfte reduzieren. Die Behandlung des Karzinoms kostet im
Durchschnitt 100.000 Euro, ein Stuhltest um 25 Euro könnte
Risikopatienten filtern."

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