- 24.09.2013, 10:53:03
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11. ÖAMTC-Symposium "Reifen und Fahrwerk" unter dem Motto "Haftungsfrage"
Was Fahrzeug und Straße verbindet
Utl.: Was Fahrzeug und Straße verbindet =
Wien (OTS) - "Haftungsfrage" - so lautet das Motto des 11.
ÖAMTC-Symposiums "Reifen und Fahrwerk", das heute, Dienstag, in der
Technischen Universität Wien über die Bühne geht. "Das Motto deutet
es schon an - es geht einmal mehr um die Komponenten, die das
Fahrzeug auf der Straße halten", erklärt Symposiumsleiter Friedrich
Eppel. "In den Vorträgen, die internationale Experten im Rahmen des
Symposiums halten, wird nicht nur aufgezeigt, wie komplex diese
Thematik ist, sondern auch ein Ausblick auf künftige
Herausforderungen gegeben."
Das Symposium "Reifen und Fahrwerk" wird vom ÖAMTC in
Zusammenarbeit mit der Semperit Reifen Ges.m.b.H. und dem Institut
für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) der Technischen
Universität Wien veranstaltet. Institutsvorstand Bernhard Geringer
und ÖAMTC-Präsident Werner Kraus begrüßen die internationalen
Referenten aus Industrie und Forschung.
Reifen und Fahrbahn - eine komplexe Partnerschaft
Zum Einstieg in die Vortragsreihe spricht Norbert
Allgäuer-Wiederhold (Pirelli Deutschland GmbH) über das direkte
Bindeglied zwischen Fahrbahn und Fahrzeug: die Reifen. In seinem
Vortrag befasst sich Allgäuer-Wiederhold neben der Theorie der
Gummireibung detailliert mit dem Bremsvorgang. Er geht beispielsweise
auf die Auswirkungen ein, die Reifenqualität und richtige Bereifung
auf Bremsweg und Bremssicherheit haben. Auch der bei Reifenexperten
bekannte Zielkonflikt zwischen Bremsleistung und Rollwiderstand ist
Thema dieses Beitrages.
Im Anschluss stellt Thiemo Kessel (Continental Reifen Deutschland
GmbH) zunächst grundsätzliche Aspekte des Reifen-Fahrbahn-Kontaktes
vor. Dabei geht es nicht nur um Parameter wie die genaue
Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn, sondern auch um den
Einfluss von Druck, Geschwindigkeit und Temperatur auf die Reibung.
Detailliert diskutiert Kessel danach zwei zentrale Reibmechanismen
(Hysteresis- und viskose Reibung) deren Koppelung die Reifenindustrie
auf Grund ihrer unterschiedlichen physikalischen Prinzipien vor große
Herausforderungen stellt. Abschließend stellt er eine neue
Testeinrichtung für ABS-Bremsen vor.
Peter Maurer (AIT Austrian Institute of Technology) spricht danach
über den Beitrag von Reifen und Fahrbahnbelag zur Minimierung des
Bremsweges und spannt damit den Bogen zu den folgenden Referenten,
bei deren Vorträgen die Erkennung von Fahrbahnzuständen im
Mittelpunkt steht.
Herausforderungen in der Entwicklung von
Fahrerassistenzsystemen
Bernd Hartmann (Continental Division Chassis & Safety)
thematisiert anschließend Fahrbahnzustand und Fahrerassistenzsysteme.
Schwerpunkt ist eine mögliche Integration von digitaler
Bildverarbeitung bzw. Systemvernetzung in zukünftige Autos. Hartmann
geht auf künftige Möglichkeiten, den Fahrbahnzustand von
Fahrerassistenzsystemen vorausschauend erfassen zu lassen, ein. Der
Beitrag spannt einen Bogen von ersten Überlegungen, Reibwerte
zwischen Fahrbahn und Reifen für die Bremswegverkürzung zu nutzen bis
hin zu kooperativen oder gar hochautomatisierten Fahrzeugen der
Zukunft.
Auch beim Vortrag von Emilio Tiberio (Bridgestone Europe NV/SA)
steht die Klassifizierung von Fahrbahnzuständen im Mittelpunkt.
Tiberio stellt die von Bridgestone entwickelte Technologie "CAIS"
(Contact Area Information Sensing) vor, die Informationen über die
Fahrbahnoberfläche sammelt, auswertet und dem Fahrer zur Verfügung
stellt.
Unfallforschung, aktive Sicherheit für Motorräder und
Wachstumsmöglichkeiten
Zwei Vorträge beim Symposium beschäftigen sich unter anderem mit
dem Thema Unfallforschung - einem Gebiet, auf dem auch der ÖAMTC sehr
intensiv tätig ist.
Zunächst spricht Gerd Lindemann (Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA)
über den Einfluss der Unfallforschung auf die Reifenentwicklung.
Im Anschluss daran behandelt Michael Meyer (Robert Bosch GmbH) das
Thema Motorradsicherheit. Der Vortrag gibt einen Überblick über
aktive Sicherheitssysteme bei Motorrädern und geht unter anderem
detailliert auf ABS und "Motorcycle Stability Control" ein. Meyer
präsentiert Erkenntnisse aus der Unfallforschung in Bezug auf die
Relevanz und Wirksamkeit von ABS bei Motorrädern und spricht auch
über die aktuelle Marktsituation und Gesetzgebung.
Der abschließende Vortrag von Thomas Körpert (Apollo Vredestein
Ges.m.b.H.) behandelt zukünftige Wachstumsmöglichkeiten in der
Reifenbranche.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos von der Veranstaltung sind ab Mittwoch unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar. Die Vorträge werden in den nächsten
Tagen unter www.oeamtc.at zur Verfügung stehen. Alle Reifentests des
ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.
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