SWAP Affäre der Stadt Linz: Parlamentarische Anfrage thematisiert Rolle von Prof. Lukas

Beratungsfehler aus Unerfahrenheit?

Wien (OTS) - Eine neue Wende nimmt die SWAP-Affäre der Stadt Linz, berichtet der Wiener Finanzberater Rainer Stich, Geschäftsführer der Beratungsfirma Collatio: In einer parlamentarischen Anfrage an Justiziministerin Beatrix Karl wird erstmals die Rolle des ehemaligen Rechtsberaters der Stadt Linz in dieser Affäre, Prof. Meinhard Lukas von der Johannes Kepler Universität, hinterfragt. Bekanntlich wurde mit Bekanntwerden des Swapskandals Prof. Lukas mit der Beratung der Stadt zur Durchsetzung allfälliger Rechtsansprüche beauftragt.

Trotz der Eindeutigkeit des Sachverhalts sei es dem Rechtsberater nicht gelungen, eine außergerichtliche und damit zweifelsohne kostengünstige Lösung sicherzustellen. Wörtlich heißt es in der Anfrage: "Es ist zu überprüfen, ob es ausschließlich der Unerfahrenheit geschuldet ist, dass die zahlreichen Beratungsfehler bei der Begleitung der Stadt Linz zu dieser Eskalation und diesen immensen Kosten geführt haben." Es gebe zahlreiche außergerichtliche Vergleiche zu gleichen Produkten wie jenes der BAWAG mit der Schwerpunktargumentation "Marktüblichkeit des Bankertrages".
Weiter zitiert Rainer Stich aus der Anfrage: "Der Umstand, dass diese Argumentation nicht verwendet wird um einen verursachungsgerechten Vergleich zu erreichen, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil hat Prof. Lukas diese Argumentationskette offensichtlich einschlafen lassen. In dem Zusammenhang ist ebenfalls zu überprüfen, warum ein Sachverständigengutachten bis zuletzt nicht berücksichtigt wurde." Die parlamentarische Anfrage sei eine Bestätigung für Kritik an Prof. Lukas, der bisher vor allem durch geschicktes Networking und Eigenmarketing aufgefallen sei, erklärt dazu Finanzberater Rainer Stich. Kritik aus seinem Munde könnte leicht als Neid eines nicht zum Zuge gekommen Mitbewerbers missverstanden werden. Als Zeuge vor Gericht werde Prof. Lukas jedoch Farbe bekennen und die aufgeworfenen Fragen beantworten müssen.

Die parlamentarische Anfrage im Wortlaut:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_15991/index.shtml

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Rainer Stich
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