• 22.09.2013, 10:23:54
  • /
  • OTS0019 OTW0019

SPÖ-Bundesregierung kämpft erfolgreich für den Erhalt der Artenvielfalt

SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer: "Dank dem Einsatz der Regierung Faymann wurde die EU-Saatgutverordnung entscheidend entschärft!"

Utl.: SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer: "Dank
dem Einsatz der Regierung Faymann wurde die
EU-Saatgutverordnung entscheidend entschärft!" =

Linz (OTS) - Erleichtert zeigt sich SPÖ-Landwirtschaftssprecherin
Gisela Peutlberger-Naderer über den Verhandlungsstand bei der
EU-Saatgutverordnung: "Dank dem Einsatz unseres Bundeskanzlers Werner
Faymann auf europäischer Ebene konnte die Vorlage für eine
EU-Saatgutverordnung entscheidend entschärft werden. Der Tausch und
das Verschenken von Saatgut sind nun weiterhin problemlos möglich.
Eine Eintragung in das Register ist erst für Unternehmen ab zwei
Millionen Euro Umsatz verpflichtend. Seltene Saatgutsorten sind nicht
mehr in ihrem Bestand bedroht." Der Oö. Landtag hatte im Mai auf
Initiative der SPÖ eine Resolution an die Bundesregierung verfasst,
sich in ihrer Rolle in der europäischen Gesetzgebung gegen strengere
Regeln bei Saatgut einzusetzen.

Im November 2012 ist ein Papier der EU-Kommission an die
Öffentlichkeit gelangt, in dem unter anderem von einer
Zulassungspflicht für althergebrachte traditionelle Pflanzensorten
bis hin zu Saatgut-Tauschverboten die Rede war. Die EU hätte demnach
vor, Pflanzen nur noch zum Verkauf zuzulassen, wenn sie zuvor
registriert wurden. "Die Registrierung ist mit Kosten verbunden und
eine unnötige Schikane. Für große Saatgutkonzerne ist das kein
Problem - für einzelne Landwirte und Gärtner, die sich auf den Erhalt
alter Sorten spezialisiert haben, kann das zur Überlebensfrage
werden. Wir müssen Vielfalt und Artenreichtum an oberste Stelle
setzen. Natur und Mensch leiden, wenn es zum Verschwinden alter Arten
kommt. Sie sind Träger wichtigen genetischen Materials, das
Resistenzen gegen Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Klimawandel
aufweist", erläutert Peutlberger-Naderer.

Jahrhunderte alten Pflanzensorten würde durch die EU-Verordnung
mit einem Schlag ein Ende bereitet. Der SPÖ-Landtagsklub hat daher im
Frühjahr eine Resolution an die Bundesregierung initiiert, die von
allen Fraktionen mitgetragen wurde. Nun konnte die Bundesregierung in
ihrer Stellungnahme von einer Entschärfung des Entwurfs der
EU-Kommission berichten. "Die österreichische Regierung unter Kanzler
Faymann hat bereits wichtige Punkte außer Streit stellen können. Für
den Anbau von althergebrachten Sorten an sich, sind keine
Einschränkungen geplant. Privatpersonen, beziehungsweise
Kleinunternehmer (bis zu 10 Beschäftigte, bis zu 2 Mio. Euro Umsatz)
können kleine Mengen von Saatgut ohne Eintragung ins Sortenregister
in Verkehr bringen. Der Nachbau von Saatgut durch Landwirte für den
Eigenbedarf soll wie bisher zulässig sein", informiert
Peutlberger-Naderer. Ziel der weiteren Verhandlungen sei für die
Bundesregierung der Erhalt des Ist-Zustandes.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS4

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel