• 20.09.2013, 14:03:09
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SJ-Hanke: Gemeindebauten garantieren leistbares Wohnen!

Anlässlich des 90. Jahrestags des kommunalen Wohnbaus in Wien fordert die Sozialistische Jugend Wien mehr Gemeindebauten

Utl.: Anlässlich des 90. Jahrestags des kommunalen Wohnbaus in Wien
fordert die Sozialistische Jugend Wien mehr Gemeindebauten =

Wien (OTS) - Morgen, Samstag, jährt sich zum 90. Mal der Beschluss
der Stadt Wien, Gemeindebauten errichten zu lassen. Das Jahr 1923
wurde damit zum Beginn des kommunalen Wohnbaus in Wien. Seither ist
der Weg der Wiener Wohnbaupolitik stetig verändert worden. Die
Sozialistische Jugend Wien fordert eine Rückbesinnung zu den Wurzeln.
"Seit fast zehn Jahren werden keine Gemeindebauten mehr gebaut. Warum
wurde dieses innovative Konzept einfach aufgegeben? Es hat sich in
der Vergangenheit als beste Garantie für leistbaren und qualitativ
hochwertigen Wohnraum erwiesen.", erklärt Marina Hanke, Vorsitzende
der Sozialistischen Jugend Wien.

Schon seit längerem ist klar, dass der private Markt keine Versorgung
gewährleisten kann, vor allem keine Leistbare. Das gilt auch für
Wohnraum: Zwischen 2006 und 2011 sind die Preise am privaten Markt um
ein Viertel gestiegen. Gerade für Jugendliche erweist sich das als
Problem: Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und der Anstieg von
prekären Beschäftigungsverhältnissen, wie Praktika oder geringfügige
Beschäftigung, führen oftmals dazu, dass sich Jugendliche mit ihrem
Einkommen keine eigene Wohnung mehr leisten können. "Und dann ist so
oft davon die Rede, dass die Jungen es sich so lang im "Hotel Mama"
gut gehen lassen. Das ist doch absurd. Wo sollen sie denn sonst
wohnen, wenn sie sich keine eigene Wohnung leisten können?", fragt
Marina Hanke. "Es ist die Aufgabe des Staates, die Versorgung für
alle sicherzustellen. Damit ist auch der Wohnraum gemeint. Die Stadt
Wien hatte bei diesem Thema in der Vergangenheit immer eine
Vorreiterinnenrolle."

Seit 90 Jahren gibt es jetzt den kommunalen Wohnbau. Finanziert durch
die zweckgebundene Wohnbausteuer wurden in den Jahren 1923 bis 1934
rund 65.000 Wohnungen gebaut. Gerade diese ersten Gemeindebauten
wurden mit dem Ziel errichtet, ein gutes Leben zu gewährleisten: Mit
Waschanlagen, Lichthöfen und allen möglichen Einrichtungen für die
BewohnerInnen. "Diese Art des Bauens wird von privater Seite nicht
garantiert werden. Denn diese wollen Profit erwirtschaften und der
wird durch die Kombination aus hoher Qualität und geringen Mieten
natürlich immer geringer. Deswegen braucht es auch einen Bauträger,
der die Bedürfnisse über den Gewinn stellt - wie etwa die Gemeinde."
Hanke ist davon überzeugt, dass Gemeindebauten auch in Zukunft
notwendig sein werden: "Wien wird immer mehr Wohnungen brauchen, und
zwar leistbare und gute Wohnungen, möglichst ohne
Eigenmittelbeiträge. Denn die sind fast immer eine Hürde, vor allem
für Junge, die sich noch nichts ansparen konnten. Und solche
Wohnungen gibt es im Gemeindebau."

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