- 19.09.2013, 12:00:33
- /
- OTS0140 OTW0140
Jobchancen für Neueinsteiger/innen: Versicherungen suchen 2.000 neue Versicherungsberater/innen
Österreichs Versicherungswirtschaft präsentiert Imagestudie und Kampagne für den Beruf Versicherungsberater/in

Utl.: Österreichs Versicherungswirtschaft präsentiert Imagestudie
und Kampagne für den Beruf Versicherungsberater/in =
Wien (OTS) - Nachdem von den meisten Sektoren des heimischen
Arbeitsmarkts zuletzt wenig Erfreuliches zu vernehmen war, kommen
jetzt positive Signale von der Versicherungswirtschaft: In einer
Pressekonferenz hat der Verband der Versicherungsunternehmen
Österreichs VVO bekanntgegeben, dass die heimischen
Versicherungsgesellschaften bis Ende kommenden Jahres 2.000
zusätzliche Versicherungsberater/innen einstellen wollen. Um
Interessent/innen anzusprechen, startet der VVO Mitte Oktober eine
österreichweite Imagekampagne für den Beruf.
Eine kürzlich vom VVO durchgeführte Konsumentenumfrage zeigt, dass
die Österreicher/innen ihre eigenen Versicherungsberater/innen
außerordentlich schätzen. Das allgemeine Image des Berufs kann aber
mit dieser hohen Wertschätzung noch nicht mithalten. Diesem Manko
will der VVO mit der Kampagne begegnen, die über das Berufsbild, die
Anforderungen und die Chancen informieren soll. Angesprochen werden
sollen vor allem Frauen, Nachwuchskräfte, interessierte
Quereinsteiger/innen und Lehrlinge. Derzeit sind in der
Versicherungswirtschaft 700 Lehrlinge in Ausbildung.
Krisensichere Arbeitsplätze
"Die Versicherungsbranche ist ein starker, verlässlicher und vor
allem auch krisensicherer Arbeitgeber", erklärte Hartwig Löger,
Generaldirektor der UNIQA Österreich Versicherungen AG. Denn der
Vorsorgebedarf steige kontinuierlich an und die persönliche Beratung
sei aufgrund des hohen Erklärungsbedarfs vieler Produkte nicht durch
andere Vertriebswege wie das Internet ersetzbar.
Direkt und indirekt beschäftigt die Versicherungswirtschaft in
Österreich rund 60.000 Menschen. Davon arbeiten knapp 11.700 als
Berater/innen im Außendienst der Gesellschaften. Fast 40 Prozent
davon sind Frauen (2007 waren es noch 15 Prozent).
In den nächsten Jahren treten aber viele
Versicherungsberater/innen aus der Baby-Boomer-Generation in den
Ruhestand. Für sie, so Löger, gelte es rechtzeitig Ersatz zu finden,
da die Einarbeitung und Ausbildung mehrere Jahre in Anspruch nehmen:
"Wir sorgen hier für die Zukunft vor - so, wie wir es unseren Kunden
empfehlen."
Attraktiver Beruf mit hoher Eigenverantwortung
Laut Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor der WIENER STÄDTISCHE
Versicherung AG Vienna Insurance Group, stelle der Beraterberuf hohe
Ansprüche, biete im Gegenzug aber auch viele Vorteile:
"Mitarbeiter/innen im Außendienst können sich ihre Zeit selbst
einteilen, was speziell Frauen entgegenkommt, die ja oft auch
familiäre Verpflichtungen haben. Natürlich erfordert der Umgang mit
dieser Freiheit Eigenschaften wie Disziplin und gute
Eigenorganisation. Engagement und Fleiß würden aber honoriert: Das
Einkommen im Außendienst richtet sich voll nach der Leistung - und
zwar unabhängig vom Geschlecht, denn bei uns herrscht echte
Chancengleichheit."
Zugleich biete das Angestelltenverhältnis auch soziale Sicherheit,
etwa im Krankheitsfall.
Um eine qualifizierte Beratung in den verschiedenen
Versicherungssparten zu gewährleisten, benötigen Mitarbeiter/innen
im Außendienst eine umfassende Ausbildung. Da es die außerhalb der
Versicherungswirtschaft nicht gibt, bilden die Gesellschaften ihre
Berater/innen selbst aus - sowohl intern in Seminaren, in Schulungen
und durch "Training on the Job", als auch überbetrieblich in der
Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft (BÖV).
"Deshalb eignet sich der Job auch sehr gut für Quereinsteiger/innen",
so Mag. Lasshofer.
Informationskampagne ab Mitte Oktober
Mitte Oktober startet der VVO über den Beruf
Versicherungsberater/in eine breite Informationskampagne auf
verschiedenen Kanälen: Eine Website wird die zentrale Anlaufstelle
für alle Interessent/innen mit Informationen über das Berufsbild und
die Bewerbungsmöglichkeiten in ganz Österreich bilden. Weiters wird
es einen Infofolder und sechs Kurzvideos geben, die über die
Berufschancen informieren. Durch Medienkooperationen - mehrteilige
Serien - und individuelle Medienkontakte sollen Interessent/innen in
ganz Österreich erreicht werden.
Kunden mit eigenen Versicherungsberater/innen hoch zufrieden
Eine vom Online-Marktforschungsinstitut meinungsraum.at für den
VVO durchgeführte repräsentative Umfrage bei 1.000 Konsument/innen
über das Image der Versicherungsberater/innen zeichnet ein
differenziertes Bild: 94 Prozent der Befragten gaben an, mit ihren
eigenen Berater/innen sehr positive (51 Prozent) oder eher positive
(43 Prozent) Erfahrungen gemacht zu haben. "Das ist ein
außerordentlich hoher Wert, auf den wir sehr stolz sind", so
VVO-Generalsekretär Dr. Louis Norman-Audenhove. "Er zeigt, dass die
Qualitätsanstrengungen der Versicherungswirtschaft - speziell unsere
umfassenden Ausbildungsprogramme - Früchte tragen."
Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, schon länger als sechs
Jahre von demselben Berater bzw. derselben Beraterin betreut zu
werden. Bei 83 Prozent wickeln die Berater/innen auch Schadensfälle
und andere Leistungsansprüche ab. Die Abwicklung durch den
Versicherer wurde von 82 Prozent derer, die in den vergangenen fünf
Jahren einen Leistungsanspruch geltend gemacht hatten, positiv
beurteilt (49 Prozent sehr zufrieden, 33 Prozent eher zufrieden).
Aufholbedarf beim allgemeinen Image des Berufs
Zwar ist auch das allgemeine Image der Versicherungsberater/innen
überwiegend positiv - 64 Prozent der Befragten bezeichneten es als
sehr gut oder eher gut - mit den hohen Werten für die persönlichen
Betreuer/innen kann es aber noch nicht mithalten.
Die Ursache dafür sieht Löger im Wandel des Berufsbilds: "Die
Aufgaben im Versicherungsaußendienst haben sich in den letzten Jahren
stark verändert. Nicht mehr der Verkauf steht im Vordergrund, sondern
die lebensbegleitende Beratung der Kunden anhand individueller
Risiko- und Bedarfsanalysen. Das erfordert hochqualifizierte
Mitarbeiter/innen." In den Köpfen der Menschen, auch der potenziellen
Bewerber/innen, sei diese Entwicklung aber noch nicht angekommen.
"Außenstehenden ist nicht bewusst, wie interessant dieser Beruf ist
und welche Chancen er bietet." Dieses Bewusstsein soll die
VVO-Kampagne stärken.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4587/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VVO






