• 19.09.2013, 10:44:08
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Zukunftschancen für Lehrlinge: Meister statt Master

Das BFI Wien und fünf namhafte Unternehmen eröffnen mit einem "Lehrlings-Crossmentoringprogramm" erfolgreich die Bildungssaison 2014.

Diskussionsteilnehmerinnen "Meister statt Master".
Im Bild (v.l.n.r.): Maximilian Semler, Elke Berger, Valerie
Höllinger, Johannes Zimmerl, Franz-Josef Lackinger

Utl.: Das BFI Wien und fünf namhafte Unternehmen eröffnen mit einem
"Lehrlings-Crossmentoringprogramm" erfolgreich die
Bildungssaison 2014. =

Wien (OTS) - Das BFI Wien eröffnet schon jetzt mit einem
"Lehrlings-Crossmentoringprogramm" erfolgreich die Bildungssaison
2014. Die Kick off-Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des "The
Stage" - Tech Gate Vienna statt. Nach einleitenden Worten von Dr.
Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien, begann eine spannende
Diskussion. Am Podium diskutierten zum Thema "Zukunftschancen für
Lehrlinge":

Elke Berger, Head of HR Management & Strategy, UniCredit Bank
Austria; Johannes Zimmerl, Konzernpersonaldirektor REWE International
AG und Geschäftsführer REWE International DienstleistungsgmbH;
Maximilian Semler, BA und angehender Goldschmiedemeister aus Wien
sowie Dr. Valerie Höllinger, Geschäftsführerin BFI Wien.

Die Idee

BFI Wien ruft gemeinsam mit den österr. Topunternehmen A1, Bank
Austria, Flughafen Wien, REWE Group und Wiener Städtische
Versicherung, eine außergewöhnliche Lehrlingsinitiative ins Leben,
ein unternehmensübergreifendes Lehrlings-Crossmentoringprogramm,
welches Lehrlingen, MentorInnen und Peers der teilnehmenden
Unternehmen eine Plattform zum überbetrieblichen Erfahrungsaustausch
bietet.

Im Zentrum steht die persönliche Entwicklung von Lehrlingen, um
einen wirksamen Beitrag zur Steigerung der Qualität der Lehrlingsaus-
und Weiterbildung zu erzielen. Das Lehrlings-Crossmentoring
unterstützt bei der innerbetrieblichen Entwicklung von Lehrlingen.

Gleichzeitig wird durch das Projekt ein positives Unternehmensbild
in der Öffentlichkeit verankert - Employer Branding.

"Wir haben eine große Verantwortung in der Gesellschaft, um den
Wert der Lehre zu steigern und sie wieder als positive Karrierechance
zu etablieren. Unser Ziel dabei ist es, über die fachliche Ebene
hinaus die Lehrlinge zu unterstützen. Wir setzen ganz bewusst bei der
Persönlichkeitsentwicklung an, um auch Freude in den Berufsalltag zu
bringen und die Identifikation mit der Ausbildung zu steigern", so
Höllinger.

"Langfristig möchten wir die Wertigkeit der Lehre im
gesellschaftlichen Umfeld thematisieren und positiv besetzen. Unsere
Gesellschaft soll wieder stolz sein auf ihre Lehrlinge und
Fachkräfte. Chancengleichheit im Berufsalltag bedeutet heute die
freie Wahl des Berufs bzw. der Ausbildung, um genau das tun zu können
wo die eigenen Talente liegen und wo man dann naturgemäß auch
erfolgreich und zufrieden werden kann", erklärt Valerie Höllinger den
Ansatz der Initiative.

Basisausbildung für die Zukunft

Durch eine gute Basisausbildung sind die jungen Menschen gerüstet
für die Zukunft, denn heute ändern sich die Berufswege bis zu viermal
im Leben. Das Projekt soll den Start in die Berufswelt begleiten -
also den jungen Menschen in seiner Entwicklung vom Schüler hin
zum/zur verantwortungsvollen Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin unterstützen
und eine Basis für ein gelungenes (Berufs)Leben legen.

Elke Berger macht darauf aufmerksam, dass gerade im Bankwesen die
Lehre einen sehr hohen Stellenwert hat. "Bereits beim ersten
Vorstellungsgespräch muss man allerdings ehrlich, hilfreich und
realistisch sein und muss den jungen Menschen erklären, worum es
geht. Unersetzbar und wesentlich ist auch die Erfahrung, die junge
Menschen bereits als Kunden erlebt haben", so die Bankerin.

"Ein Lehrling ist keine günstige Arbeitskraft, sondern ein
wertvoller Teil des Unternehmens. Schon die Vergangenheit hat
gezeigt, dass ehemalige Lehrlinge bei uns bis in die oberste
Managementebene vorstoßen. Das klappt nur dann, wenn nicht nur der
Lehrling sondern auch das Unternehmen den Stellenwert von jungen
Menschen erkennt, respektiert und fördert", erklärt Johannes Zimmerl.

"Familie und Freunde sollten eine Lehrausbildung akzeptieren und
unterstützen. Durch den häufigen Umgang mit Menschen schult man die
soziale Kompetenz, die einem im späteren Berufsleben sehr hilfreich
ist. Durch das frühe Übernehmen von wirtschaftlicher und sozialer
Verantwortung wird man früher erwachsen", meint Maximilian Semler.

Einig sind sich alle Diskutanten, dass Politik,
Sozialpartnerschaft und Unternehmen gefordert werden müssen. Das Ziel
ist es, hoch qualifizierte Fachkräfte mit starken sozialen
Kompetenzen, nach Abschluss der Lehre, an das Unternehmen zu binden.
Die Gesellschaft soll wieder stolz sein auf ihre Lehrlinge und
Fachkräfte.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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