- 19.09.2013, 10:15:15
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Rotes Kreuz vergibt zum 19. Mal den Heinrich-Treichl-Preis
Die Auszeichnung geht an Veronika Krainz vom Verein lobby.16 und an Filmemacher Herbert Link
Utl.: Die Auszeichnung geht an Veronika Krainz vom Verein lobby.16
und an Filmemacher Herbert Link =
Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Am 18. September vergab das Österreichische
Rote Kreuz zum 19. Mal den Heinrich-Treichl-Preis. "Mit diesem Preis
drücken wir unsere Anerkennung für Menschen aus, die sich humanitär
engagieren", sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen
Roten Kreuzes.
Veronika Krainz vom Verein lobby.16 ist seit vielen Jahren und gegen
teils große Widerstände in der Betreuung junger Flüchtlinge tätig.
"Veronika Krainz ist eine Frau, auf die die Attribute unbeugsam und
unbeirrbar besonders gut zutreffen", so Gerald Schöpfer über die
erste Preisträgerin. "Der Verein lobby.16 verschafft jungen
Flüchtlingen Zugang zu Bildung und Beschäftigung und lässt sie damit
am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Sie werden gezielt und
branchenspezifisch auf Lehrstellen vorbereitet. Und auch wenn nicht
jeder in Österreich bleiben kann - die mit Hilfe von lobby.16
erworbenen Fähigkeiten helfen auch beim Aufbau eines Lebens im
Herkunftsland."
"Ich freue mich über den Preis, umso mehr, als er von einer
Organisation verliehen wird, die für so vieles steht. Der Preis ist
auch ein wenig Bestätigung dafür, dass lobby.16 den richtigen Weg
eingeschlagen hat. Ohne alle unsere Unterstützer aus der Wirtschaft,
den Unternehmen, unseren vielen Ehrenamtlichen und auch der
öffentlichen Hand hätten wir das nicht geschafft", sagt Veronika
Krainz. "Mein großer Dank gilt ihnen allen und dem Team von lobby.16.
Wir werden weiter dazu beitragen, dass junge Flüchtlinge gemäß ihren
Fähigkeiten und Begabungen gefördert werden und ihren ausbildungs-
und berufsbezogenen Weg finden."
Der zweite Preisträger ist Filmemacher Herbert Link. "Mit seinem Film
'Mehr als ich kann' hat Herbert Link auf die enormen Belastungen von
pflegenden Angehörigen aufmerksam gemacht. Leichtfüßig sind die
Themen seiner Arbeit nie, es geht um Tod und Trauer, um Pflege und
Hospizarbeit", sagt Schöpfer. "Herbert Link begegnet Menschen dabei
immer unaufdringlich und auf Augenhöhe. Er wahrt ihre Intimität und
lässt ihren Erfahrungen und Gedanken Raum. So entstehen authentische,
dichte und auch beklemmende Bilder, deren Wirkung man nicht mehr
vergisst."
"Die Frage nach der Auseinandersetzung mit unserer Endlichkeit prägt
seit vielen Jahren mein filmisches Schaffen. Die Begegnung mit Bärbel
Danneberg und ihrem Buch 'Alter Vogel, flieg! Tagebuch einer
pflegenden Tochter' sowie die Gründung der Interessengemeinschaft
pflegender Angehöriger haben mich motiviert, mich mit dem
Pflegealltag auseinanderzusetzen", sagt Herbert Link. "Derzeit
arbeite ich an meinem neuen Film 'Soweit ich kann - pflegende
Angehörige und ihr Weg'. Die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ist
für mich dabei von großem Wert."
Die Treichl-Stiftung wurde anlässlich des 80. Geburtstages von
Rotkreuz-Ehrenpräsident Heinrich Treichl im Jahre 1993 eingerichtet.
Geehrt werden Personen, die durch eine hervorragende Leistung oder im
Rahmen ihrer Arbeit ihre humanitäre Gesinnung bewiesen haben.
Fotos der Verleihung finden Sie hier:
http://images.roteskreuz.at/?c=2126&k=dc029b42b7 Es gelten die
Nutzungsbedingungen der Fotodatenbank des Österreichischen Roten
Kreuzes.
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