• 18.09.2013, 15:46:37
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BZÖ-Haubner fordert parteipolitische und ideologische Entfesselung im Schul- und Bildungsbereich

Wien (OTS) - BZÖ-Bildungssprecherin Abg. Ursula Haubner zitierte
eingangs ihrer heutigen Rede im Nationalrat Hannes Androsch aus
seinem Buch "Ende der Bequemlichkeit". "Die größte Gefahr für
Österreichs Zukunft geht von einer Politik aus, die nicht die Kraft
findet, sich den Hausaufgaben zu stellen und mit Konsequenz,
Entschlossenheit und Hartnäckigkeit ihre Ziele zu verfolgen." Man
könne die Politik von Rot und Schwarz in vielen Bereichen nicht
besser beschreiben. Besonders treffe das auch auf die Bildungs- und
Schulpolitik der letzten fünf Jahre zu, so Haubner.

In der Bildungs- und Schulpolitik gebe es zwar jede Menge Konzepte,
auch Expertenvorschläge, einiges sei auch umgesetzt worden, "aber das
große Ziel, die parteipolitische und ideologische Entfesselung wurde
nicht in Angriff genommen", beklagte Haubner. Den Grund dafür sieht
sie einzig und allein darin, "dass parteipolitische Fesseln diese
Zukunftsinvestitionen für unsere Kinder verhindern und bremsen".

Österreich habe ein Schulsystem, in das sehr viel investiert werde,
stellte Haubner fest. "Das Geld ist allerdings geparkt in einer
überbordenden Verwaltung, in Mehrgleisigkeiten, in parteipolitischen
Gremien und fehlt überall dort, wo es wirklich gebraucht wird: In den
Klassenzimmern, bei der Ausstattung. Es fehlt aber auch bei
zusätzlichem Förderunterricht", verwies Haubner auf die hohen
Nachhilfekosten. Und es fehle mittlerweile auch an einer
entsprechenden Ausstattung für Pädagoginnen und Pädagogen. Haubner
sprach weiters von offenen Baustellen, was die Reform der
Schulverwaltung anlangt. "Es können doch nicht Länderinteressen vor
den Interessen unserer Kinder stehen", meinte Haubner Bezugnehmend
auf die Aussage der Bildungsministerin, vieles sei "...derzeit nicht
machbar mit den Ländern."

"Das Schulwesen muss endlich dem Bund übertragen werden. Wenn das
nicht geschieht, dann werden wir nie aus diesem Dilemma herauskommen
und dann wird Parteipolitik in den verschieden gefärbten Ländern
immer wieder über den Interessen unserer jungen Menschen stehen", so
Haubner. Zur Abschaffung der Bezirksschulräte merkte Haubner an: "Das
ist vielmehr Augenauswischerei, ein Bluff, damit man nach fünf Jahren
Regierungsarbeit sagen kann, wir haben in der Schulverwaltung etwas
reformiert."

Haubner zum Lehrer-Dienstrecht: "Es ist ein guter Gag, wenn man sagt,
man würde die Reform "jetzt auf die Reise schicken". In der nächsten
Legislaturperiode wird wieder alles von vorne begonnen. Das ist
unverantwortlich - nicht nur den Kindern gegenüber, es ist auch
unverantwortlich gegenüber jenen Lehrerinnen und Lehrern, die
wirklich engagiert und gut arbeiten."

Schule sei neben der Familie ein wichtiger Lebensraum, in dem die
Kinder das Recht hätten, in einem modernen und individuellen
Unterricht die bestmögliche Ausbildung zu bekommen. Und sie haben
auch ein Recht auf die besten Lehrer in diesem Lebensraum. Und das
ist keine Produktionsstätte", schloss Haubner in Richtung Team
Stronach-Klubobmann Lugar.

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