• 13.09.2013, 12:31:01
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Startschuss für den Vollausbau der Tunnelkette Klaus

ASFINAG errichtet sechs Brücken und vier Tunnel bis 2019; Investition gesamt 180 Millionen

Utl.: ASFINAG errichtet sechs Brücken und vier Tunnel bis 2019;
Investition gesamt 180 Millionen =

Pankraz (OTS) - Mit einem großen Festakt geben heute in St. Pankraz
ASFINAG-Vorstand Alois Schedl, Bau-Geschäftsführer Gernot Brandtner
und die beiden oberösterreichischen Verkehrspolitiker
LH-Stellvertreter Franz Hiesl sowie Landesrat Reinhold Entholzer den
Startschuss für das Riesenprojekt "Vollausbau der Tunnelkette Klaus".
Bis 2019 schließt die ASFINAG dort durch die Errichtung von insgesamt
sechs Brücken und vier zweiten Tunnelröhren eine knapp acht Kilometer
lange Lücke auf der A 9 Pyhrn Autobahn. "Mehr als 18.000
Verkehrsteilnehmer frequentieren die Pyhrn Autobahn hier bereits
täglich, dieser Ausbau ist ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit
in Oberösterreich", freute sich ASFINAG-Vorstand Alois Schedl. Das
Projekt ist auch technisch und logistisch in der Bauab-wicklung ein
ganz besonderes, sagte ASFINAG-Geschäftsführer Gernot Brandtner. "Es
gibt in Österreich kein zweites Autobahnprojekt, das nahezu
ausschließlich aus Brücken und Tunnel so wie hier besteht. Das ist
eine große und auch tolle Herausforderung für alle Beteiligten."

Die ASFINAG investiert in diesen Vollausbau 180 Millionen Euro.
Als Glückstag empfindet auch LH-Stellvertreter Franz Hiesl den
Freitag, den 13.: "Sowohl hinsichtlich Verkehrssicherheit als auch
für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich ist dieser Vollausbau
enorm wichtig." Verkehrs-Landesrat Reinhold Entholzer: "Der Ausbau
des Streckenabschnittes mit den zweiten Tunnelröhren ist ein
wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Mit einem
Investitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro ist sichergestellt,
dass die Sicherheit in der Tunnelkette Klaus deutlich verbessert
wird."

700 Meter Brücke und 6,3 Kilometer Tunnel

Der Start beim Vollausbau erfolgt mit den Brücken, die auch die
Voraussetzung für die Tunnelarbeiten sind. Die Bauarbeiten sind
minutiös aufeinander abgestimmt. Errichtet werden eine Rampenbrücke
im Bereich der Anschlussstelle Klaus, weiters die Talübergänge Steyr
(270 Meter), Pertlgraben (190 Meter), Wallergraben (50 Meter),
Rettenbach (90 Meter), und Teichl (90 Meter). Alle Brücken sind nach
Errichtung die Zufahrtsstrecken für den anschließenden Bau der
zweiten Röhren bei den Tunnel Klaus (2,2 Kilometer), Spering (2,9
Kilometer), Traunfried (450 Meter) und Falkenstein (750 Meter). Die
Freilandbereiche beschränken sich auf wenige hundert Meter zwischen
Brücken und Tunneln sowie auf die Anschlussstellen Klaus und St.
Pankraz, die derzeit im Halbausbau bestehen.

Modernste Sicherheits-Ausrüstung mit AKUT und Thermoscanner

Die neuen Tunnel - und im Anschluss auch die bestehenden Röhren -
erhalten von der ASFINAG natürlich auch die modernste Ausstattung in
Sachen Sicherheit. Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf,
Brandmeldeanlage, Video mit Bilddetektion, Wechselverkehrszeichen und
Bordsteinreflektoren in LED-Technik gehören zum ASFINAG-Standard.
Zusätzlich werden die Tunnel Klaus und Spering mit dem akustischen
Tunnelmonitoring AKUT ausgestattet. Dieses von der ASFINAG mit der
steirischen Forschungseinrichtung Joanneum Research entwickelte
System erkennt "untypische Geräusche" im Tunnel wie etwa von
splitterndem Glas. Die ASFINAG-Mitarbeiter in der zuständigen
Überwachungszentrale (in diesem Fall Ardning) erhalten einen Alarm
und können so schneller reagieren respektive im Falle eines Unfalles
Einsatzkräfte alarmieren.

Vorgesehen ist auch der Einsatz von Thermoscannern vor der
Tunnelkette. Das System, das beim Karawankentunnel bereits seit mehr
als einem Jahr erfolgreich läuft, erkennt überhitzte Schwerfahrzeuge
und leitet sie rechtzeitig vor dem Tunnel zur "Abkühlung" aus.
Gefährliche Lkw-Brände in Tunnelanlagen können so verhindert werden.

Bis 2019 ist die Pyhrn Autobahn voll ausgebaut
Seit Dezember 2004 ist die A 9 durchgehend vom Voralpenkreuz bis
Spielfeld an der slowenischen Grenze befahrbar. Nur die drei Bereiche
Tunnelkette Klaus, Bosruck und Gleinalm sind noch nicht voll
ausgebaut. Der Bosrucktunnel wurde bereits neu errichtet, derzeit
wird die Bestandsröhre generalsaniert. Bis Herbst 2015 wird dieses
Projekt (Gesamtkosten 280 Millionen Euro) fertig sein. Der acht
Kilometer lange Gleinalmtunnel erhält ebenfalls eine zweite
Tunnelröhre, der Startschuss erfolgt am 21. September. Bis 2019 wird
auch dieser Tunnel nach der anschließenden Generalsanierung der alten
Tunnelröhre (Gesamtkosten etwa 260 Millionen Euro) im
Richtungsverkehr befahrbar sein.

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