Startschuss für den Vollausbau der Tunnelkette Klaus

ASFINAG errichtet sechs Brücken und vier Tunnel bis 2019; Investition gesamt 180 Millionen

Pankraz (OTS) - Mit einem großen Festakt geben heute in St. Pankraz ASFINAG-Vorstand Alois Schedl, Bau-Geschäftsführer Gernot Brandtner und die beiden oberösterreichischen Verkehrspolitiker LH-Stellvertreter Franz Hiesl sowie Landesrat Reinhold Entholzer den Startschuss für das Riesenprojekt "Vollausbau der Tunnelkette Klaus". Bis 2019 schließt die ASFINAG dort durch die Errichtung von insgesamt sechs Brücken und vier zweiten Tunnelröhren eine knapp acht Kilometer lange Lücke auf der A 9 Pyhrn Autobahn. "Mehr als 18.000 Verkehrsteilnehmer frequentieren die Pyhrn Autobahn hier bereits täglich, dieser Ausbau ist ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit in Oberösterreich", freute sich ASFINAG-Vorstand Alois Schedl. Das Projekt ist auch technisch und logistisch in der Bauab-wicklung ein ganz besonderes, sagte ASFINAG-Geschäftsführer Gernot Brandtner. "Es gibt in Österreich kein zweites Autobahnprojekt, das nahezu ausschließlich aus Brücken und Tunnel so wie hier besteht. Das ist eine große und auch tolle Herausforderung für alle Beteiligten."

Die ASFINAG investiert in diesen Vollausbau 180 Millionen Euro. Als Glückstag empfindet auch LH-Stellvertreter Franz Hiesl den Freitag, den 13.: "Sowohl hinsichtlich Verkehrssicherheit als auch für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich ist dieser Vollausbau enorm wichtig." Verkehrs-Landesrat Reinhold Entholzer: "Der Ausbau des Streckenabschnittes mit den zweiten Tunnelröhren ist ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Mit einem Investitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro ist sichergestellt, dass die Sicherheit in der Tunnelkette Klaus deutlich verbessert wird."

700 Meter Brücke und 6,3 Kilometer Tunnel

Der Start beim Vollausbau erfolgt mit den Brücken, die auch die Voraussetzung für die Tunnelarbeiten sind. Die Bauarbeiten sind minutiös aufeinander abgestimmt. Errichtet werden eine Rampenbrücke im Bereich der Anschlussstelle Klaus, weiters die Talübergänge Steyr (270 Meter), Pertlgraben (190 Meter), Wallergraben (50 Meter), Rettenbach (90 Meter), und Teichl (90 Meter). Alle Brücken sind nach Errichtung die Zufahrtsstrecken für den anschließenden Bau der zweiten Röhren bei den Tunnel Klaus (2,2 Kilometer), Spering (2,9 Kilometer), Traunfried (450 Meter) und Falkenstein (750 Meter). Die Freilandbereiche beschränken sich auf wenige hundert Meter zwischen Brücken und Tunneln sowie auf die Anschlussstellen Klaus und St. Pankraz, die derzeit im Halbausbau bestehen.

Modernste Sicherheits-Ausrüstung mit AKUT und Thermoscanner

Die neuen Tunnel - und im Anschluss auch die bestehenden Röhren -erhalten von der ASFINAG natürlich auch die modernste Ausstattung in Sachen Sicherheit. Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf, Brandmeldeanlage, Video mit Bilddetektion, Wechselverkehrszeichen und Bordsteinreflektoren in LED-Technik gehören zum ASFINAG-Standard. Zusätzlich werden die Tunnel Klaus und Spering mit dem akustischen Tunnelmonitoring AKUT ausgestattet. Dieses von der ASFINAG mit der steirischen Forschungseinrichtung Joanneum Research entwickelte System erkennt "untypische Geräusche" im Tunnel wie etwa von splitterndem Glas. Die ASFINAG-Mitarbeiter in der zuständigen Überwachungszentrale (in diesem Fall Ardning) erhalten einen Alarm und können so schneller reagieren respektive im Falle eines Unfalles Einsatzkräfte alarmieren.

Vorgesehen ist auch der Einsatz von Thermoscannern vor der Tunnelkette. Das System, das beim Karawankentunnel bereits seit mehr als einem Jahr erfolgreich läuft, erkennt überhitzte Schwerfahrzeuge und leitet sie rechtzeitig vor dem Tunnel zur "Abkühlung" aus. Gefährliche Lkw-Brände in Tunnelanlagen können so verhindert werden.

Bis 2019 ist die Pyhrn Autobahn voll ausgebaut
Seit Dezember 2004 ist die A 9 durchgehend vom Voralpenkreuz bis Spielfeld an der slowenischen Grenze befahrbar. Nur die drei Bereiche Tunnelkette Klaus, Bosruck und Gleinalm sind noch nicht voll ausgebaut. Der Bosrucktunnel wurde bereits neu errichtet, derzeit wird die Bestandsröhre generalsaniert. Bis Herbst 2015 wird dieses Projekt (Gesamtkosten 280 Millionen Euro) fertig sein. Der acht Kilometer lange Gleinalmtunnel erhält ebenfalls eine zweite Tunnelröhre, der Startschuss erfolgt am 21. September. Bis 2019 wird auch dieser Tunnel nach der anschließenden Generalsanierung der alten Tunnelröhre (Gesamtkosten etwa 260 Millionen Euro) im Richtungsverkehr befahrbar sein.

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