- 12.09.2013, 15:26:19
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Vogeldrama um Angelleine
"Assisi-Hof" Tierrettung rückte aus, doch die Hilfe kam zu spät.
Utl.: "Assisi-Hof" Tierrettung rückte aus, doch die Hilfe kam zu
spät. =
Wien (OTS) - Der gestrige Einsatz des Österreichischen
Tierschutzvereins galt einer Möwe, die sich in einer Angelleine
verheddert hatte. Trotz größter Eile und aller Mühe konnte die
Tierärztin das Tier nur noch von seinen Qualen erlösen. "Dies ist
leider kein Einzelfall", kommentiert Susanne Hemetsberger, die
Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzverein den Fall. Sie
ist überzeugt, dass keine böse Absicht hinter der Schlampigkeit
steckt. "Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, was das für
die Tiere bedeutet. Es wurden schon Schwäne gefunden, die an den
Füßen mit Angelschnur aneinander gefesselt waren. Nicht nur die
Bewegungsfähigkeit leidet darunter, oft schneidet die Schnur in das
Fleisch ein und führt zu schlimmen Entzündungen. Ohne unsere Hilfe
wären diese Tiere gestorben. In einem anderen Fall hatte ein
Haubentaucher die Angelleine dagegen eng um den Schnabel gewickelt,
er ist verhungert."
Niemand weiß, wieviele Wildvögel jährlich durch achtlos
weggeworfenes Angelzubehör Schaden nehmen oder gar sterben. Es geht
dabei auch nicht nur um Nylonschnüre, sondern auch um Kunstoffköder
oder Haken. Obwohl meist Wasservögel betroffen sind, gab es auch
schon viele Fälle von Sing- und Greifvögeln, die an Anglerzubehör
elendig zugrunde gingen. "Wir appellieren ganz dringend an alle
Angler, am Ende ihres Ausflugs alles, auch ihren Müll, wieder
säuberlich einzupacken und darauf zu achten, dass nichts liegen
bleibt", ist Hemetsberger um Aufklärung der Petri-Jünger bemüht. Sie
bittet auch Spaziergänger darum, für Wildtiere derart gefährlichen
Müll aufzusammeln und zu entsorgen, da Plastik sich jahrzehnte hält.
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