- 11.09.2013, 07:00:32
- /
- OTS0002 OTW0002
Elefantenbaby in Schönbrunn nächstes Opfer von Misshandlung?
Österreichischer Tierschutzverein erinnert an Misshandlung von Elefantin Mongu
Utl.: Österreichischer Tierschutzverein erinnert an Misshandlung von
Elefantin Mongu =
Wien (OTS) - Während medial über die Geburt eines künstlich gezeugten
Elefantenbabys im Tiergarten Schönbrunn gejubelt wird, mahnt der
Österreichische Tierschutzverein zur Objektivität. Die generell sehr
unkritische, weichgespülte Berichterstattung lässt leicht vergessen,
wie es dem bisherigen Elefantennachwuchs im Tiergarten erging.
Im April 2001 kam der Elefantenbulle "ABU" in Schönbrunn zur Welt.
Auch er wurde damals, wie alle Tierbabies, als "Publikumsliebling",
"putzig" und "niedlich" vermarktet. Was nachts, abseits von Kameras
und Publikum geschah, darüber lässt sich nur spekulieren.
Im Frühjahr 2003 folgte die nächste "tierische Sensation":
Elefantenbaby "MONGU" wurde geboren. Putzig, süß und knuddelig wurde
sie von der PR-Maschinerie des Zoos präsentiert.
Anfang 2005 geschah das (vorhersehbare) Unglück: tötete "ABU"
seinen Wärter bei der Morgendusche und wurde daraufhin 2006 mit
seiner Mutter an einen anderen Zoo abgeschoben.
Damit mit "MONGU" nicht ähnliche "Pannen" passieren, ging man
gleich ans Werk, ihren Willen noch als Baby zu brechen. Wie der
Österreichische Tierschutzverein 2005 aufdeckte, wendete der
Tiergarten Schönbrunn brutale Ausbildungsmethoden an. Ein Video
zeigt, wie das Elefantenmädchen "Mongu" misshandelt wurde: Das
gefesselte Tier wird von mehreren Männern mit einem Seil umgerissen,
während es von einem weiteren "Pfleger" immer wieder mit dem spitzen
Elefantenhaken traktiert wird. Zu sehen ist auch, wie der kleine
Elefant, der aus Angst und Schrecken laut schreit, mit dem schweren
Haken auf den Kopf geschlagen wird.
Zahlreiche Elefantenexperten sprachen angesichts der
schockierenden Bilder von Brutalität und Folter. Die Schönbrunner
Tiergartenführung bezeichnete diese Misshandlungen jedoch freimütig
als "normale Trainingsmethoden". Mit diffamierenden Äußerungen und
falschen Vorwürfen versuchten Verantwortliche des Tiergartens
außerdem, den Österreichischen Tierschutzverein in Misskredit zu
bringen. Vorrangig wurden fälschlicherweise Manipulationen am
Bildmaterial behauptet.
Nur aufgrund der anhaltenden Kritik und des Protests des
Österreichischen Tierschutzvereins wurde die Elefantenhaltung im
Tiergarten schließlich auf "geschützten Kontakt" umgestellt. Dies
bedeutet, dass Elefanten stets durch stabile Gitter vom Menschen
getrennt sind, was die Gefahr einer Verletzung für Mensch und Tier
erheblich verringert. Eine "Dressur" ist natürlich trotzdem nötig,
damit die Tiere an das Gitter treten und sich untersuchen lassen. Für
den noch namenlosen Babyelefanten hofft der Österreichische
Tierschutzverein allerdings, dass diese Tortur sich nicht wiederholt
und schlägt als Namen "Dolores" vor.
Das Video der brutalen Misshandlung ist auf
www.tierschutzverein.at zu sehen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TSV






