Korun und Grünewald: Medizinische Versorgung von Menschen muss Vorrang haben

Auch nicht regulär aufhältigen Personen muss geholfen werden

Wien (OTS) - "Der tragische Vorfall rund um die junge Irakerin, die trotz akuten Beschwerden in zwei Wiener Spitälern nicht behandelt wurde und daraufhin eine Totgeburt erlitt sollte Anlass zu einer gründlichen Untersuchung der Abläufe und Entscheidungen in den betreffenden Spitälern sein. Es kann einfach nicht sein, dass Menschen, die sich in einer Notlage befinden, einfach keine rasche Hilfe bekommen. Selbst wenn es nur auf überbordende Bürokratie zurückzuführen ist, so gehört hier dringend etwas geändert", meint Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, zu dem tragischen Vorfall in zwei Wiener Krankenhäusern am Wochenende.

Auch Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen, betont: "Das ist nicht der erste Fall, in dem Menschen von Spitälern nicht versorgt wurden. Es muss alles getan werden, damit solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden. Auch bei dem Umgang mit Personen, die hier nicht regulär aufhältig sind, darf kein Unterschied gemacht werden, es besteht Behandlungspflicht. Medizinische Versorgung muss Vorrang haben."

"Die Exekutive sollte im Umgang mit PatientInnen, die irregulär aufhältig sind, angewiesen werden, möglichst schonend, dh. möglichst unter Wahrung der Familieneinheit, vorzugehen. Ein Trennen der Mutter von ihrer kranken Tochter - so wie laut Berichten erst kürzlich bei zwei Tschetscheninnen im Wiener AKH - ist in so einem Fall eine enorme psychische Belastung für alle Betroffenen und erfüllt keinen Zweck. Es besteht kaum Gefahr, dass die hier einzige Familienangehörige plötzlich verschwindet", meint Alev Korun zu einem weiteren Vorfall, der sich kürzlich im Wiener AKH abspielte.

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