• 09.09.2013, 11:46:42
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AK Kaske: "Teilzeitbeschäftigte am häufigsten beim Wiedereinstieg von Verschlechterungen betroffen"

Datenlage über Teilzeitbeschäftigte muss verbessert werden

Utl.: Datenlage über Teilzeitbeschäftigte muss verbessert werden =

Wien (OTS) - Dass Teilzeitbeschäftigte auch beim Wiedereinstieg stark
benachteiligt werden, zeigt die Erfahrung der Arbeitsrechtsberatung
der AK Wien. "Am häufigsten bekommen Eltern Probleme, wenn sie in
Teilzeit wieder einsteigen", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Von 183
Fällen von verschlechternden Versetzungen, die wir von April bis Juni
2013 gezählt haben, lagen Beschwerden beim Einstieg in Teilzeit mit
48 Nennungen auf Platz eins." Angesichts der steigenden Bedeutung von
Teilzeitbeschäftigung müsse die Datenlage grundsätzlich verbessert
werden. "Künftig soll nicht nur die Einkommenshöhe sondern auch der
Arbeitszeitumfang bei den Beschäftigtendaten des Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger erfasst werden", fordert Kaske.

"Vielfach ist noch immer die Haltung verbreitet, dass weniger
Arbeitsstunden weniger wert seien", sagt Kaske. Grundsätzlich gilt
aber für Teilzeit ein Diskriminierungsverbot, das Benachteiligung bei
der Bezahlung, bei der Weiterbildung, den Arbeitsbedingungen oder
beim beruflichen Aufstieg umfasst. "Unternehmen haben sich hier an
das Gesetz zu halten", sagt Kaske. Die Auswertung aus der AK
Arbeitsrechtsberatung von 183 Fällen von verschlechternden
Versetzungen in Wien von April bis Juni zeigt jedoch: In 48 Fällen
kam es zu Verschlechterungen beim Wiedereinstieg in Teilzeit. Erst
danach kamen mit 42 Fällen Versetzungen in eine geringer
qualifizierte Tätigkeit.

Aber auch der Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit müsse im Betrieb
erleichtert werden. "Zudem sind ganztägige Kinderbetreuung und ein
Ausbau der Ganztagsschulen notwendig, damit Eltern mehr Spielraum bei
der Gestaltung der Arbeitszeit bekommen", so Kaske.

"Es muss dringend die Datenlage bei Teilzeit verbessert werden, wie
das eigentlich auch im Regierungsprogramm festgelegt war. Künftig
soll nicht nur die Einkommenshöhe sondern auch der Arbeitszeitumfang
bei den Beschäftigtendaten des Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger erfasst werden", fordert Kaske. "Angesichts
der rasanten Zuwächse von Teilzeitarbeit sind Arbeitszeitdaten für
die Beurteilung von Arbeitsmarktentwicklungen, Einkommensverläufen
etc. von großer Bedeutung. Hier muss endlich Transparenz her."

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