"kreuz und quer" am 10. September: "Inside Lara Roxx - Vom Kampf gegen Aids und die Pornoindustrie"

Danach: "Kurzer Prozess - Indische Frauen kämpfen um ihr Recht"

Wien (OTS) - "kreuz und quer" - präsentiert von Doris Appel - zeigt am Dienstag, dem 10. September 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 Mia Donovans Dokumentarfilm "Inside Lara Roxx" über den Kampf einer jungen Kanadierin gegen Aids und die Pornoindustrie. Um 23.15 erzählt der Dokumentarfilm "Kurzer Prozess" von Daniel Burkholz und Sybille Fezer die Geschichte der couragierten "Frauen für Gerechtigkeit", die in der nordwestindischen Millionenstadt Vadodara um ihr Recht kämpfen.

"Inside Lara Roxx: Vom Kampf gegen Aids und die Pornoindustrie" - Ein Film von Mia Donovan

Im Frühjahr 2004 zog die junge Kanadierin Lara Roxx aus ihrer

Heimatstadt Montreal nach Los Angeles, um dort als Pornodarstellerin zu arbeiten. Ihr Ziel war es, innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld zu verdienen. Doch nach zwei Monaten in der Pornoindustrie infizierte sie sich bei den Dreharbeiten mit einer besonders aggressiven Form des HI-Virus. Insgesamt waren in diesem Jahr drei junge Pornodarstellerinnen von ein- und demselben männlichen Pornodarsteller bei sehr freizügigen Sexszenen vor laufender Kamera angesteckt worden, eine davon war Lara Roxx. Eine persönliche Tragödie für die junge Kanadierin und ein Schock für die Pornoindustrie, die in den Vereinigten Staaten beschönigend als "Industrie für Erwachsenenfilme" bezeichnet wird.

Kurz nach diesen Vorfällen kontaktierte die kanadische Filmemacherin Mia Donovan Lara Roxx und bot ihr an, einen Dokumentarfilm über ihr Leben in der Pornoindustrie zu drehen. Im Zuge dieses Projekts begleitete sie Lara Roxx fünf Jahre lang mit der Kamera auf ihrem Weg zurück in ein weitgehend normales Leben. So entstand ein äußerst kritischer Blick auf die Machenschaften der Pornoindustrie und ein sehr persönliches Porträt einer jungen Frau, die ganz unten gelandet war und trotzdem die Hoffnung nicht aufgegeben hat. Filmemacherin Mia Donovan wurde vor allem durch die Thematisierung von Frauenthemen bekannt: Sie fotografierte einige Zeit in Striptease-Lokalen und produzierte auch einen Dokumentarfilm über Sexarbeiterinnen.

"Kurzer Prozess: Indische Frauen kämpfen um ihr Recht" - Ein Film von Daniel Burkholz und Sybille Fezer

Der Dokumentarfilm "Kurzer Prozess" erzählt die Geschichte der couragierten "Frauen für Gerechtigkeit", die in der indischen Millionenstadt Vadodara über Schichten-, Kasten- und Religionsgrenzen hinweg aktiv sind. Zwangsverheiratung, Gewalt in der Ehe, jährlich mehr als 7.000 Morde an Ehefrauen - die Gewalt gegen Frauen ist in Indien überall präsent und beinahe jede Frau quer durch alle Schichten, Kasten und Religionen ist davon betroffen. Von der Justiz können die Frauen keine Hilfe erwarten, denn das indische Rechtssystem ist hoffnungslos überlastet. Ein Richter ist für 100.000 Menschen zuständig und mehr als 25 Millionen Fälle warten auf Bearbeitung. Manche Verfahren dauern bis zu zehn Jahre.

In Gujarat, im Nordwesten Indiens, haben sich Frauen aus den Armenvierteln zusammengeschlossen, die Organisation "Frauen für Gerechtigkeit" gegründet und die Rechtsprechung selbst in die Hand genommen, um sich gemeinsam gegen Diskriminierung und Gewalt zur Wehr zu setzen. Auf einem staubigen Platz am Rande des Armenviertels Kalyan Nagar in Vadodara versammeln sie sich Woche für Woche und sprechen Recht. Mit Schlagfertigkeit und Kreativität weisen sie prügelnde Ehemänner und zänkische Schwiegermütter in die Schranken. Und wenn es sein muss, stellen sie auch ein Räumungskommando zusammen, um die Mitgift einer armen Witwe, die mit ihrer Tochter einfach auf die Straße gesetzt wurde, zurückzuholen.

Die Filmemacherin Sybille Fezer ist leitende Mitarbeiterin der auf allen Kontinenten aktiven Frauen- und Menschenrechtsorganisation medica mondiale. Ihr lag die Idee, einen Film über die "Frauen für Gerechtigkeit" zu machen, schon lange am Herzen. Mit dem Filmemacher und Juristen Daniel Burkholz, der schon häufig in Indien war, konnte der ideale Partner für dieses Projekt gefunden werden. Durch dieses Zusammenspiel gelang es, eine große Nähe zu den Protagonistinnen herzustellen und die Lage der Frauen in Indien eindringlich und respektvoll zu beschreiben. Das Ergebnis: "Ein wunderbares und ermutigendes Beispiel für Fraueninitiativen gegen Gewalt", so äußerte sich Yakin Ertürk, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zum Thema Gewalt gegen Frauen, über den Dokumentarfilm "Kurzer Prozess".

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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