- 06.09.2013, 13:32:45
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Hundstorfer: ArbeitnehmerInnen sind sehr flexibel
A.o. Landeskonferenz der FSG-Wien
Utl.: A.o. Landeskonferenz der FSG-Wien =
Wien (OTS/FSG) - "1,6 Millionen ArbeitnehmerInnen wechseln jährlich
den Arbeitsplatz. Jährlich werden 300 Millionen Überstunden gemacht.
Hier von unflexibel zu sprechen ist ein Hohn", stellte Sozialminister
Rudolf Hundstorfer vor mehr als 400 TeilnehmerInnen an der a.o.
Landeskonferenz der FSG-Wien im Catamaran klar.
FSG-Bundesvorsitzender Wolfgang Katzian forderte angesichts der
aktuellen Vermögensverteilung eine Millionärssteuer und
ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser stellte fest, dass eine
sofortige Anhebung der Frauenpensionsalters und die Abschaffung des
Frauenpensionsalters ein Zurück ins 19. Jahrhundert wäre.++++
Bei der Forderungen der ÖVP nach einem 12-Stunden-Arbeitstag gehe es
"um nichts anderes als das sich die Unternehmer die
Überstundenzuschläge sparen wollen. Das sind immerhin 1,2 Milliarden
Euro pro Jahr", kritisierte Hundstorfer. Es plädierte auch dafür,
dass die Lehre und die Matura den gleichen Stellenwert bekommen.
Hundstorfer: "Wir dürfen nicht einen Bildungsweg gegen einen anderen
Auspielen. Die Pflichtschule ist allerdings zu wenig."
"Visionen machen gesund und nicht krank", meinte der Sozialminister
und stellte gleich eine seiner Visionen vor: Eine
Beschäftigungsgarantie für ältere ArbeitnehmerInnen ähnlich der
Ausbildungsgarantie für Jugendliche. Mit einem Bonus-Malussystem
sollten ältere Menschen in Beschäftigung gehalten werden. Der
Forderung der ÖVP nach einer Senkung der Lohnnebenkosten antwortet
Hundstorfer: "Sollen wir beim ArbeitnehmerInnenschutz oder dem
Brandschutz sparen? Das wäre ein Rückfall ins 18. Jahrhundert. Das
lassen wir uns von einem entfesselten Vizkanzler nicht gefallen."
Was die raschere Anhebung des Frauenpensionsalters anbelangt, sieht
der Sozialminister in der ÖVP-Forderung eigentlich den Ruf nach einer
Pensionskürzung für Frauen. Nach der derzeitigen Regelung erhält eine
Frau, die ein Jahr länger als bis zum 60. Lebensjahr arbeitet, einen
sechsprozentigen Zuschlag zur Pension. ÖGB-Vizepräsidentin Oberhauser
meinte, dass das "ÖVP-Menü" für die Frauen einen Rückfall ins 19.
Jahrhundert bedeuten würde.
Österreich sei zwar gut durch die Krise gekommen, brauche aber auch
Rückenwind durch die EU, sagte Katzian und forderte: "Wir brauchen
einen radikalen Kurswechsel auf EU-Ebene. Kaputtsparen verschärft die
Krise." Bei dieser Arbeitszeitdiskussion gehe es eigentlich darum,
dass sich die Arbeitgeber die Überstundenzuschläge sparen wollen.
Katzian: "Das ist Lohnraub." In Österreich besitzt ein Prozent der
Bevölkerung 40 Prozent des Vermögens, das sind 469 Milliarden Euro.
Katzian: "Daher brauchen wir eine Millionärssteuer. Das ist
Gerechtigkeit.
Am Ende der Konferenz wurden die Statuten geändert und entsprechen
nun jenen der Bundes-FSG. In der SPÖ werden nun die Anliegen der
ArbeitnehmerInnen von den "GewerkschafterInnen in der SPÖ" vertreten.
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