• 06.09.2013, 10:26:32
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SP-Krenn: "Wer mit solchen Figuren unterwegs ist, dem kann deren Einstellung nicht entgangen sein"

Kontakt zu Neonazis: Rechtfertigung zweier FPÖ-Funktionäre völlig unglaubwürdig

Utl.: Kontakt zu Neonazis: Rechtfertigung zweier FPÖ-Funktionäre
völlig unglaubwürdig =

Linz (OTS) - Die Verwicklungen von FPÖ-Funktionären zu rechtsextremen
Kreisen reißen einfach nicht ab. Kein Wunder, dass die Empörung in
Oberösterreich riesengroß ist, nachdem jetzt bekannt wurde, dass zwei
blaue Funktionäre aus Desselbrunn im Bezirk Vöcklabruck auf Facebook
bis zuletzt mit drei führenden Mitgliedern des Neonazi-Netzwerks
"Objekt 21" befreundet waren - obwohl seit längerem strafrechtlich
gegen diese Männer ermittelt wird. Hermann Krenn,
Landtagsabgeordneter und SPÖ-Sicherheitssprecher: "Wer mit solchen
dubiosen Figuren unterwegs ist, dem kann deren Gedankengut nicht
entgangen sein. Dass die FPÖ-Funktionäre daher behaupten, nichts von
der rechten Einstellung dieser Leute gewusst zu haben, ist daher
unglaubwürdig. Ich kann diese Rechtfertigung nicht nachvollziehen."

Fiona Kaiser, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Oberösterreich
(SJ OÖ) und Nationalratskandidatin, sieht die Sozialdemokratie in
ihrem konsequenten Kurs gegenüber der FPÖ auf Bundesebene bestätigt.
Die Freiheitlichen würden nicht nur zeitweise versehentlich am
rechten Rand anstreifen, der Rechtsextremismus sei fundamentaler
Bestandteil der Gesamtpartei. Dass manche Parteien mit dieser offen
rechtsextremen Partei aus wahltaktischen Gründen noch immer nicht
dezidiert eine Koalition ausschließen wollen, ist erbärmlich", so
Kaiser, die hier vor allem auf die angeblich christlich-soziale
Volkspartei anspielt. Es sei erschreckend, wenn derart enge Kontakte
zwischen Mitgliedern eines kriminellen Nazi-Netzwerks und
FPÖ-Lokalfunktionären bestünden. Kaiser: "Es ist offensichtlich, dass
die FPÖ mit der braunen Szene eng verbunden ist."

Gefordert sei der blaue Parteiobmann Heinz-Christian Strache, aber
auch Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner: "Fehlt es den
beiden am Willen oder am Mut, hier endlich reinen Tisch zu machen.
Sie dulden offenbar Nazis in den eigenen Reihen", betont Kaiser. Und
SPÖ-Sicherheitssprecher Krenn ergänzt: "Wer Interesse daran hat, dass
seine Funktionäre nicht an Nazis anstreifen, der sollte sie über
solche dubiosen Figuren informieren. Gerade Desselbrunn ist kein
unbekannter Ort was die rechte Szene betrifft."

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