Fünf Jahre proNACHBAR: Bürgerinitiative fordert effizientere Polizeiarbeit

Wien (OTS) -

  • Verein für Nachbarschaftshilfe zieht nach fünf Jahren Bilanz
  • proNACHBAR fordert Bürgerbeteiligungs-Konzept bei der Aufklärung und Prävention von Eigentumsdelikten
  • Obmann Karl Brunnbauer: "Einbindung der Bürger in die Polizeiarbeit hilft den Einsatz von Steuergeldern zu senken"

proNACHBAR, die erste österreichweite Privat-Initiative zur Prävention von Eigentumsdelikten zieht fünf Jahre nach der Gründung eine Bilanz über die bisherige Arbeit.

Bürger wünschen aktuelle Daten über Kriminalität im Wohngebiet

Die Initiative startete in Kooperation mit der Polizei und war von Anfang an sehr erfolgreich. Brunnbauer: "Gleich vom Beginn weg war die Resonanz aus der Bevölkerung sehr gut und immer mehr Gebiete wollten daran teilnehmen. Binnen kürzester Zeit hatten wir jede Menge Registrierungen für unseren kostenlosen E-Mail-Service. Zahlreiche Rückmeldungen aus ganz Österreich bestätigten uns, dass die Bürger die zeitnahen und detaillierten Informationen über Eigentumsdelikte in ihrem Wohngebiet als sehr nützlich fanden."

Wenig Unterstützung von offizieller Seite

Bei den zuständigen Behörden trifft proNACHBAR aber mehr oder weniger auf taube Ohren. Stattdessen werden Steuergelder in wenig wirksame "Präventionsprojekte" in Gebiete, die kaum von Kriminalität betroffen sind, gesteckt. Brunnbauer: "Nahezu 50 Prozent aller Eigentumsdelikte in Österreich werden in Wien verübt. Gerade hier, wo es sinnvoll wäre, die Bevölkerung einzubinden, orten wir Stillstand seitens der Verantwortlichen. Ähnliche Initiativen und Expertenmeinungen aus anderen Ländern bestätigen aber, dass die aktive Kooperation mit der Bevölkerung einerseits die Aufklärungsdauer verringert und die Aufklärungsrate erhöht und andererseits zur Reduktion der Kriminalitätsrate im Allgemeinen beiträgt."

Wirksamkeit ist international anerkannt und bestätigt

Während in Österreich die Behörden der Bürgerinitiative mit Skepsis gegenüberstehen, wird proNACHBAR international längst als Best-Practice-Modell für Bürgerbeteiligung bei der Verbrechensbekämpfung gesehen Unser modernes Meldesystem ist in dieser Form einzigartig. Inzwischen wurden wir schon mehrfach zu internationalen Kongressen eingeladen, um unser Modell zu präsentieren. Wir haben enge Kontakte zu Nachbarschafts-Organisationen und Polizeibehörden in Großbritannien, Spanien und Deutschland."

Informationen aus der Bevölkerung helfen bei der Verbrechensaufklärung

Laut BMI passieren noch immer 44 Einbrüche pro Tag. Diese Zahlen zeigen, dass man in der Verbrechensbekämpfung und Aufklärung neue Wege gehen muss. Die Exekutive sollte ernsthaft die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung suchen. Dass dieses Konzept nicht nur in der Theorie passt, sondern sich auch in der Praxis bewährt, konnte proNACHBAR bereits erfolgreich zeigen. Es gibt zahlreiche Studien und konkrete Beispiele, wo proNACHBAR bei der Verbrechensaufklärung helfen konnte: So nennt Brunnbauer einen Mordfall in Salzburg, wo Hinweise zu einem Tatverdächtigen aber seitens der Polizei nicht weiterverfolgt wurden. Weiters zitiert er einen Einbruchsdiebstahl in Wien, wo Bilder aus einer privaten Überwachungskamera von einem Mehrfamilienhaus von der Polizei erst nach Intervention von proNACHBAR für die Ermittlungen herangezogen wurden.

"Wir werden weitermachen!"

Trotz der derzeitigen Patt-Situation gibt Brunnbauer seine Hoffnung nicht auf, da mehr Transparenz zu mehr Vertrauen in der Bevölkerung und Effizienz führt und spätestens nach der Wahl seitens der Behörden wieder Bewegung in die Thematik kommen wird. Brunnbauer:
"Als Bürger und Steuerzahler haben wir ein Anrecht auf ordentliche, effiziente und transparente Polizeiarbeit. Gleichzeitig nehmen wir auch unsere Verantwortung in der Gesellschaft wahr und wollen mit unserem Bürgerbeteiligungskonzept ernst genommen werden. proNACHBAR ist privat über Sponsoren und Spenden finanziert und von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen. So helfen wir durch unsere aktive Unterstützung, den Einsatz von Steuergeldern bei der Polizeiarbeit zu senken. Wir werden auf dieser Basis weiterarbeiten, denn wir sehen uns als eine Initiative von Bürgern für Bürger."

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Karl Brunnbauer, Tel. 0681 10 40 14 12, presse@pronachbar.at,

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