• 05.09.2013, 11:54:15
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Karlheinz Töchterle: Kunst und Wissenschaft wieder näher zusammendenken

Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung der Auslandskulturtagung 2013

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung der
Auslandskulturtagung 2013 =

Wien (OTS) - "Wir sollten die Kunst und Wissenschaft wieder näher
zusammendenken", regte Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle bei der heutigen Eröffnung der
Auslandskulturtagung 2013 an, zu der u.a. auch Staatssekretär Dr.
Reinhold Lopatka, ERC-Präsidentin Dr. Helga Nowotny, ÖAW-Präsident
Dr. Anton Zeilinger, OeAD-Präsident Dr. Hubert Dürrstein, Rektorin
Dr. Eva Blimlinger und Rektor Dr. Gerald Bast in den Kuppelsaal der
Technischen Universität Wien gekommen sind. Für die Tagung, die
jährlich von der kulturpolitischen Sektion des BMeiA durchgeführt
wird, wurde heuer das Motto "Wenn Wissenschaft und Kunst einander
begegnen" gewählt.

Dass heute Wissenschaft und Kunst "so weit auseinander gezogen
werden", lasse sich mit einem Blick in die Geschichte erklären, so
der Minister. "Im späten 18. Jahrhundert sind die Wege zwischen
Wissenschaft und Kunst stark auseinander gegangen." In der Geniezeit
sei die "Betonung des Genialen, der Inspiration und die Abwertung der
immer nötigen 'handwerklichen Basis' (griechisch téchne, lateinisch
ars) derartig intensiviert worden, dass dies bis heute nachwirkt".
Heute gelte es, diesen geistesgeschichtlich erklärbaren Bruch zu
sehen und zu überwinden. Beiden Feldern ist jedenfalls gemeinsam,
dass sie zu ihrer Weiterentwicklung sowohl des "handwerklichen"
Könnens als auch der Kreativität bedürfen. Diese Gemeinsamkeit finde
ihren Ausdruck im Universitätsgesetz 2002, wo die wissenschaftlichen
und die Kunstuniversitäten als gleichwertig gelten, und sei auch
Basis für das vom Wissenschafts- und Forschungsministerium initiierte
"Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste" (PEEK). Als
eines der ersten Länder Europas 2009 hat Österreich damit ein eigenes
Programm aus der Taufe gehoben, mit dem die künstlerische Forschung
gezielt gestärkt wird. Jährlich stehen rund zwei Millionen Euro zur
Verfügung.

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