• 04.09.2013, 13:05:04
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SP-Deutsch: ÖBB darf nicht verscherbelt werden! Da fährt die Eisenbahn drüber!

Wiener SPÖ-Landesparteisekretär übt scharfe Kritik am ÖVP-Wunsch, Volksvermögen an Stronach zu verschachern

Utl.: Wiener SPÖ-Landesparteisekretär übt scharfe Kritik am
ÖVP-Wunsch, Volksvermögen an Stronach zu verschachern =

Wien (OTS/SPW) - Als "dreist" bezeichnete am Mittwoch der Wiener
SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch den zum
wiederholten Mal geäußerten Vorschlag von ÖVP-Obmann Michael
Spindelegger, die ÖBB an Mitbewerber Frank Stronach zu veräußern.
"Soll das womöglich eine Vorleistung zu einer Koalition
Schwarz-Blau-Stronach sein?", fragte Deutsch. "Schließlich liebäugeln
recht viele in der Volkspartei mit solch einer Variante. Ein
absolutes Horrorszenario", stellte er fest. "Die österreichische Bahn
wird jedenfalls mit der SPÖ sicher nicht verscherbelt. Da fahrt die
Eisenbahn drüber!", betonte der Landesparteisekretär.****

"Die ÖBB sind für den Standort Österreich von größtem Wert.
Internationale wie nationale UnternehmerInnen schätzen die ÖBB als
Transportmittel. Die Fahrgäste zeigen ebenfalls eine hohe
Zufriedenheit. Das sind alles Assets, die wir mit Sicherheit nicht
aufs Spiel setzen", stellte er klar. Noch wichtiger: "Die ÖBB bieten
Arbeitsplätze für rund 40.000 Menschen. Nicht einen einzigen Job
werden wir wegen Spindeleggers Tagträumereien riskieren!"

"Wohin eine Bahnprivatisierung führt, haben wir ja am Beispiel
England gesehen: Teurere Tickets, Auflassung wichtiger, für die
privaten Betreiber unrentabler Strecken, weniger Fahrgastservice,
Unpünktlichkeit und Chaos", erinnerte Deutsch an das Negativbeispiel
aus dem Vereinten Königreich. "In diese Richtung werden wir unsere
Power-Lok ÖBB nicht lenken. Im Gegenteil, die operativen Zahlen
weisen in die richtige Richtung. Auch wird die Beliebtheit der Bahn
in Zeiten, wo die Menschen auf Klimaschutz größten Wert legen, immer
größer!" Der Personentransport gehöre außerdem zur Daseinsvorsorge.
Deutsch: "Was die meisten Wienerinnen und Wiener von der
Privatisierung halten, haben sie nachdrücklich bei der Wiener
Volksbefragung im Frühjahr 2013 ausgedrückt. Nämlich gar nichts!"

"Kein Verschachern von Volksvermögen!", untermauerte er nochmals.
"Und am allerwenigsten an Herrn Stronach, dessen spontane Launen
womöglich dazu führen würden, dass die Franz Josefs-Bahn in Frank
Stronach-Bahn umbenannt werden muss", ging der
SPÖ-Landesparteisekretär auf "des Milliardärs Eigenheiten" ein.

Abschließend hat Deutsch eine weitere Erklärung für das abermalige
ÖVP-Angebot parat: "Spindelegger dürfte nun klar sein, dass sein
ÖVP-Wahlkampf völlig misslungen ist. Der Zug ist für den ÖVP-Chef
wohl schon abgefahren!", schloss Deutsch. (Schluss) ah

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