BZÖ-Widmann: Auch bei TV-Politexperten völlige Transparenz über Politauftraggeber gefordert

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnissprecher Rainer Widmann verlangt, dass auch Politologen und Politberater, die in Medien so gerne ihr angeblich unabhängiges Urteil abgeben, künftig veröffentlichen sollen, ob sie Parteien und Politiker beraten oder in der letzten Gesetzgebungsperiode Aufträge von Parteien, Ministerien oder sonstigen öffentlichen Institutionen erfüllt haben. "Das BZÖ steht für völlige Transparenz, sowohl bei Parteien, aber auch bei den sogenannten unabhängigen "Politexperten", die beispielsweise in Wahlkämpfen die Auftritte der wahlwerbenden Politiker beurteilen. Hier muss auf den Tisch, wer auf wessen Payroll steht oder stand, um öffentlich klarzulegen, ob wirtschaftliches Interessen eine objektive Beurteilung eventuell verhindert", so Widmann. Wenn beispielsweise der medial omnipräsente Experte, der heute Abend im ORF die Wahlkonfrontation von BZÖ-Chef Josef Bucher mit Bundeskanzler Faymann beurteilt, Aufträge des Bundekanzleramtes erhalte, dann sei das mehr als hinterfragenswert.

"Selbstverständlich kann jeder Politologe auch Aufträge von Parteien und öffentlichen Institutionen annehmen, aber diese Aufträge müssen transparent sein. Als unabhängiger Experte Wahlkämpfe durch Kommentare und Wertungen zu beeinflussen und gleichzeitig im geheimen im Sold von Parteien oder Ministern zu stehen, das geht aber klarerweise nicht und bedarf des Lichtes der Öffentlichkeit, damit sich jeder Bürger ein Bild über die Unabhängigkeit der Kommentatoren machen kann", so Widmann.

Widmann schwebt hier eine freiwillige Selbstverpflichtung der österreichischen Medien vor, nur Politexperten zu Wort kommen zu lassen, die ihre Politauftraggeber veröffentlichen. Hier könnte der österreichische Presserat beispielsweise einen Vorschlag vorlegen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0002