• 02.09.2013, 13:38:30
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Neugestaltung der Ottakringer Straße abgeschlossen

Eröffnungsfest "OTK-STR-NEU" am 6. September 2013

Utl.: Eröffnungsfest "OTK-STR-NEU" am 6. September 2013 =

Wien (OTS) - Die Ottakringer Straße zwischen dem Hernalser Gürtel und
der Nattergasse ist fast 1,1 km lang. Sie verläuft durch die zwei
Wiener Gemeindebezirke Ottakring (16.) und Hernals (17.) und wurde
vor wenigen Wochen, nach knapp einjährigen Umbauarbeiten der MA 28 -
Straßenverwaltung und Straßenbau, für den Verkehr freigegeben. Am
Montag, dem 2. September 2013, präsentierte Wiens Vizebürgermeisterin
Mag.a Maria Vassilakou, die Bezirkschefs des 16. und 17. Bezirks,
Franz Prokop und Dr.in Ilse Pfeffer, und DI Bernhard Engleder, Leiter
der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau, die neugestaltete
Straße. Gleichzeitig kündigten sie für 6. September ein großes
Eröffnungsfest an, das von 14 bis 19 Uhr mit einem bunten Programm
für die BürgerInnen aufwarten wird.

"Ich freue mich, dass die Ottakringer Straße in diesem Sommer ein
neues Gewand bekommen hat. Und ich freue mich, dass dieses Gewand
durch viele hundert Bürgerinnen und Bürger mitgestaltet wurde. Die
neue Ottakringer Straße ist ein neues Stück Lebensqualität in diesen
beiden Bezirken, eine Straße, in der man nun nach Herzenslust
flanieren und verweilen kann", so Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou. "Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA 28 möchte
ich meinen Dank für die geleistete Arbeit und die erfolgreiche,
gelungene Neugestaltung aussprechen."

"Die Geschäftsleute und die Anrainerinnen und Anrainer haben bei
mehreren Planungsworkshops im Vorfeld der Neugestaltung ihre Ideen
und Wünsche eingebracht. Diese sind nun umgesetzt worden und das
Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich wünsche allen Hernalserinnen und
Hernalsern viel Freude mit ihrer neuen Straße und erwarte mir von der
Attraktivierung der Ottakringer Straße positive Impulse für die
weitere Aufwertung des gesamten Grätzels.", betonte Ilse Pfeffer,
Bezirksvorsteherin des 17. Bezirks.

Der Bezirksvorsteher des 16. Bezirkes, Franz Prokop, zeigte sich
angesichts der umgestalteten Ottakringer Straße erfreut: "Mehr als
ein Jahr lang wurde der Umbau nach der Bürgerbefragung geplant,
ebenso lange dauerten die Arbeiten selbst. Nun ist die neue
Ottakringer Straße fertig: Neue gesicherte Fußgängerquerungen,
dadurch auch mehr Sicherheit für Kinder auf dem Weg zu Schule und
Kindergarten, weniger Lärmbelastung durch den Autoverkehr,
attraktivere Haltestellenbereiche der Straßenbahnlinie 44, Aufwertung
des Erscheinungsbildes der Straße, Verbesserungen für den Radverkehr
sowie zusätzliche Bäume. Parallel dazu wurde die Sanierungsinitiative
rund um die Ottakringer Straße in Gang gesetzt. Wir wollen in den
nächsten Jahren umfangreiche Investitionen tätigen, Kunst und Kultur
fördern, Blocksanierungen und weitere Bauprojekte anregen, die
maßgeblich die Entwicklung dieses Gebietes beeinflussen sollen und
die Lebensqualität für alle Ottakringerinnen und Ottakringer steigern
werden."

Förderung durch die EU erleichterte Projektrealisierung

Notwendig wurde die Neugestaltung, weil eine Fernwärmeleitung verlegt
werden musste. Die in Aussicht gestellten EU-Fördermittel
erleichterten die finanzielle Bedeckung des rund 6,2 Mio. Euro
schweren Vorhabens.

"Der Planungsprozess war sehr komplex, weil der Projektbereich im
Gebiet von zwei Gemeindebezirken situiert ist und es daher galt, in
Verhandlungen die oft divergierenden Vorstellungen auf einen Nenner
zu bringen und die Ergebnisse aus dem
BürgerInnen-Beteiligungsverfahren im Planungsprozess zu
berücksichtigen", so Bernhard Engleder.

Zum anderen variiert die Breite des Straßenquerschnitts beträchtlich,
und trotzdem mussten die Anforderungen von allen
VerkehrsteilnehmerInnen (FußgängerInnen-Verkehr, Radverkehr,
öffentlicher Verkehr, ruhender Verkehr und Individualverkehr)
durchgängig realisiert werden. Das Ergebnis bringt nun Verbesserungen
für alle VerkehrsteilnehmerInnen.

Mehr Platz, mehr Bäume und mehr Sicherheit

Der Gehsteig wurde an beiden Häuserfronten verbreitert und im Bereich
der einmündenden Seitengassen durchgezogen. Gehsteigabsenkungen sowie
taktile Blindenleitsysteme wurden ebenfalls realisiert. Durch die
Verbreiterung der Gehsteige und die Errichtung von
Gehsteig-Vorziehungen konnten Aufenthaltsbereiche geschaffen werden,
die unterschiedlich ausgestaltet wurden, etwa mit: Pflasterungen
statt Asphaltierungen, Baumpflanzungen, Trinkbrunnen, Pflanzentrögen,
Sitzbänken oder Spielgeräten und ansprechenden Ausleuchtungen der
Aufenthaltsbereiche.

Die bereits vorhandenen Schanigärten wurden ins Gestaltungskonzept
integriert. Individualverkehr und öffentlicher Verkehr werden
stadtauswärts gemeinsam geführt. Stadteinwärts erfolgt ab der
Yppengasse bis zum Hernalser Gürtel eine getrennte Führung. Sämtliche
Straßenbahn-Haltestellen wurden mit Wartehäuschen und Fahrgastanzeige
versehen. Im gesamten Projektbereich gibt es jetzt in beiden
Fahrtrichtungen einen durchgehenden Radfahrstreifen von jeweils 1 km
Länge.

Grün für FußgängerInnen

Die FußgängerInnen haben breitere Gehsteige erhalten und zusätzlich
verbessern nun besonders gestaltete Bereiche im Straßenraum wie
gepflasterte Gehsteigvorziehungen mit entsprechendem Straßenmobiliar
(Sitzbänke, Trinkbrunnen, Spielmöglichkeiten und Poller) die
Aufenthaltsqualität. Rund 20 neue Bäume und Pflanzentröge säumen nach
dem Umbau jetzt die Ottakringer Straße.

Damit konnte der Straßenraum auch optisch aufgewertet und der im
BürgerInnen-Beteiligungsprozess sehr oft geäußerte Wunsch nach mehr
Grün im Straßenraum erfüllt werden. Der gesamte Projektbereich wurde
barrierefrei ausgestaltet (Gehsteigdurchziehungen in den
Kreuzungsbereichen) und mit taktilen Bodeninformationen versehen.

Neue Wege für RadfahrerInnen

Eine spezielle Herausforderung war die Schaffung einer beidseitig
angelegten - auch im Bereich der Haltestellenkaps - durchgängigen
Radfahranlage. Die MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau hat
zusammen mit den zuständigen Dienststellen der Stadt Wien einen
Pilotversuch gestartet und in der Ottakringer Straße die Befahrung
von Haltestellenkaps durch RadfahrerInnen zugelassen.

Derzeit sind zwei Haltestellenkaps für den Verkehr freigegeben, und
eine mehrere Monate dauernde Beobachtungsphase soll zeigen, ob das
Zusammenspiel zwischen den verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen in
diesen Haltestellenbereichen konfliktfrei bleibt. Eine
City-Bike-Anlage in der Brestelgasse sowie acht Radabstellanlagen
(jeweils vier in den Bezirken Ottakring und Hernals) runden das
Angebot für die RadfahrerInnen ab.

Die bestehenden Straßenbahnhaltestellen wurden optimiert und
teilweise verlegt, um gleichzeitig zusätzliche Querungsmöglichkeiten
zu schaffen, sowie teilweise verbreitert und mit Fahrgastunterständen
und -informationen ausgestattet.

Mehr Lebensqualität

Um die Qualitätsanforderungen für die FußgängerInnen, RadfahrerInnen
und den öffentlichen Verkehr anheben zu können, war es notwendig,
Stellplätze zu reduzieren. Die geplante Errichtung einer
Wohnsammelgarage bzw. die bereits eingeführte
Parkraum-Bewirtschaftung ließ einen gewissen Spielraum zu. Freilich
wurden Ladezonen für Gewerbetreibende sowie Taxistandplätze
errichtet.

Zahlen & Fakten

Bezirke: 16., Ottakring, 17., Hernals
Baubeginn: 13. August 2012
Verkehrsfreigabe: 19. Juli 2013
Restarbeiten: 29. August 2013
Kosten (brutto): ca. 6,2 Mio. Euro
Bis zu 50 % Förderung aus dem EU-Programm "Stärkung der regionalen
Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung in Wien
2007-2013".
Beteiligte Dienststellen: MA 19, MA 21, MA 28, MA 31, MA 33, MA 42,
MA 46, Wien Energie Fernwärme, Wien Energie Gasnetz

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