- 02.09.2013, 11:44:24
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ÖGB-Achitz: Arbeitsmarktdaten kein Grund zum Ausruhen
Ältere beschäftigen, Jugendliche ausbilden
Utl.: Ältere beschäftigen, Jugendliche ausbilden =
Wien (OTS/ÖGB) - "Auch wenn der Anstieg der Arbeitslosigkeit wegen
der aktiven Arbeitsmarktpolitik niedriger ausgefallen ist als noch im
Juli; auch wenn Österreich im Europavergleich besser dasteht als
andere: 323.111 Jobsuchende ist keine Zahl, auf der wir uns ausruhen
dürfen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. "Vor allem
die Über-50-Jährigen sind betroffen - um 22 Prozent mehr sind
arbeitslos als noch vor einem Jahr. Hier ist nicht nur die Politik
gefragt, sondern auch die Wirtschaft: Wir brauchen alternsgerechte
Arbeitsplätze - und einen Malus, für Firmen, die zu wenig Älteren
Arbeit geben."++++
"Unternehmen müssen einen spürbaren finanziellen Malus leisten, wenn
sie ältere Beschäftigte kündigen oder erst gar keine beschäftigen",
fordert Achitz. Maßstab dafür muss der Branchendurchschnitt sein.
"Das ist auch im Interesse der Wirtschaft, die immer vor einem
demographisch bedingten Fachkräftemangel warnt. Sollte dieser
eintreten, dann würde der Bedarf an gut ausgebildeten
ArbeitnehmerInnen langfristig nicht allein mit der Ausbildung
Jugendlicher oder einem vermehrten Zugang von ausländischen
ArbeitnehmerInnen zu lösen sein. Dann muss auch die Beschäftigung der
älteren Menschen steigen."
Gefordert ist aber auch die nächste Bundesregierung, die ausreichend
Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stellen muss.
"Das AMS braucht mehr Geld und mehr Personal, um ältere
Arbeitsuchende wieder erfolgreich in Beschäftigung zu bringen", sagt
Achitz.
Weniger Lehrstellen angeboten
Die aktuelle Arbeitsmarktstatistik zeigt allerdings auch, dass es
viele Unternehmen mit der Ausbildung von Jugendlichen nicht so ernst
meinen: Bei den angebotenen offenen Lehrstellen kam es zu einem
Rückgang um 15,3 Prozent. "Die Wirtschaft muss verantwortungsvoller
auftreten und mehr Lehrlinge ausbilden", fordert Achitz. Der ÖGB
fordert eine Fachkräftemilliarde, die durch den Beitrag der
Unternehmen in einer Höhe von einem Prozent der Jahresbruttolohnsumme
finanziert wird. Damit müssen Förderungen für qualitativ hochwertige
Ausbildung finanziert werden, ebenso wie Weiterbildungskosten und die
überbetriebliche Lehrlingsausbildung.
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