• 02.09.2013, 08:47:57
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Vergnügte Bären im BÄRENWALD Prishtina

VIER PFOTEN-Tierpfleger beschäftigen ehemalige Restaurant-Bären durch Enrichment-Programm

Die kleine Hope beim Äpfelpflücken

Utl.: VIER PFOTEN-Tierpfleger beschäftigen ehemalige
Restaurant-Bären durch Enrichment-Programm =

Wien / Kosovo (OTS) - Die 13 von der internationalen
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vor rund drei Monaten geretteten
ehemaligen Restaurant-Bären entwickeln sich prächtig im BÄRENWALD
Prishtina. Einige Tiere zeigten aufgrund jahrelanger nicht artgemäßer
Haltung in viel zu engen Käfigen schwere Verhaltensstörungen, die sie
nun unter den neuen Lebensbedingungen allmählich ablegen. Spezielle
Beschäftigungsmaßnahmen helfen dabei, die traumatisierten Tiere von
ihren Verhaltensstörungen zu heilen. VIER PFOTEN-Tierpfleger
bereichern hierfür den Lebensraum der Bären und fördern ihr
natürliches Verhalten durch ein so genanntes Enrichment-Programm, das
die Tiere artgemäß beschäftigen soll. "Behavioral and Environmental
Enrichment" lautet der englische Fachbegriff für dieses
Haltungskonzept.

"Unser Ziel ist es, für die Bären Bedingungen zu schaffen, die
denen in freier Wildbahn ähneln", erklärt Cheftierpflegerin Emily
Lloyd. "Hierfür verstecken wir zum Beispiel ihr Futter auf dem
gesamten Areal, damit sie viele Stunden täglich mit Nahrungssuche
beschäftigt sind, wie in freier Wildbahn auch." Einige Verstecke
haben die Tierpfleger in liebevoller Handarbeit selbst gebaut. In
einem so genannten Lochstamm zum Beispiel verstecken sie nun täglich
Honig oder andere Leckereien. Dann verschließen sie die Löcher mit
kleinen Holzpflöcken. Die Bären müssen also erst die Holzpflöcke
herausnehmen, bevor sie naschen können. Andere Stämme, Holzscheiben
und Bälle, gespickt mit Obst und Gemüse, befestigen sie an Seilen.
Die Bären müssen dadurch die pendelnden Objekte erst fixieren, bevor
sie die Nahrung herausnehmen können.

"Mit dem Enrichment-Programm regen wir die Bären dazu an, sich zu
bewegen, zu klettern und zu graben. Das wirkt sich äußerst positiv
auf ihre Psyche aus", freut sich Emily Lloyd. "Die kleine Bärin Hope
zum Beispiel warf unentwegt ihren Kopf hin und her, als sie bei uns
ankam. Kassandra lief täglich viele Stunden ein kleines Quadrat ab.
Der blinde Stivi ging den ganzen Tag um seinen Teich herum. Alle drei
zeigen diese Verhaltensstörungen inzwischen nur noch selten und in
abgeschwächter Form."

Dieser Erfolg ist umso erfreulicher, da die 13 Bären derzeit noch
in den Eingewöhnungsgehegen, in denen das Platzangebot noch
beschränkt ist, leben. Ab Herbst dürfen sie dann in die mehrere
Hektar großen Gehege umziehen.

Sämtliche Fotos zum Enrichment-Programm im BÄRENWALD Prishtina
stehen zum kostenlosen Download bereit unter
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=edrl6uyu&p=f77zysIt

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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