Faymann: "Hingehen, abstimmen und die Sozialdemokratie stärken!"

Wahlkampfauftakt der SPÖ Niederösterreich mit 1200 Gästen

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Wahlkampfauftaktes der SPÖ Niederösterreich unter dem Motto "Wer zusammenhält, gewinnt" stattete Bundeskanzler Werner Faymann den FreundInnen und SympathisantInnen am Gelände des Ratzersdorfer Sees einen Besuch ab. In seiner Rede vor rund 1200 Gästen fasste Faymann das Ziel der SPÖ so zusammen: "Die einzige Möglichkeit, Schwarz-Blau zu verhindern, besteht darin, den Wahltag am 29. September zu nutzen. Die Devise heißt: Hingehen, abstimmen und die Sozialdemokratie stärken! Dann können wir dafür sorgen, dass dieses wunderschöne Land in Zukunft noch gerechter wird!" ****

Zu den anwesenden Gästen zählten neben Bundeskanzler Faymann auch Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, der Landespartei-Vorsitzende der SPÖ NÖ und Bürgermeister von St. Pölten Matthias Stadler, die Nationalratsabgeordneten Otto Pendl und Anton Heinzl, Landeshauptmann Stellvertreterin Karin Renner, Landesrat Maurice Androsch sowie der Präsident des Pensionistenverbandes Karl Blecha und der Präsident des Pensionistenverbandes Niederösterreich Hannes Bauer.

Mit hunderten schwenkenden Fahnen wurde Bundeskanzler Faymann begrüßt und eröffnete seine Rede: "Ich freue mich sehr über den herzlichen Empfang, so eine hervorragende Stimmung in den letzten Wochen vor dieser wichtigen Wahl ist viel wert."

Positiv hob Faymann die Leistungen der letzten fünf Jahre hervor:
"Österreich steht auf soliden Beinen. Es richtet sich daher von selbst, wenn es AkteurInnen gibt, die davon reden, dass dieses Land 'abgesandelt' sei."

Dass Österreich die niedrigste Arbeitslosenrate und trotz Krise einen Wirtschaftsaufschwung vorzuweisen habe, sei laut Faymann keine Selbstverständlichkeit. Faymann führte aus, dass die Finanzmarktkrise in Europa in vielen Ländern die falschen Menschen getroffen habe. "Neoliberale Politik hat bei hart arbeitenden Menschen, Jugendlichen und PensionistInnen gespart während die oberen Zehntausend ihr Geld in Sicherheit gebracht haben." Anders hierzulande: "Wir haben mit Konjunkturpaketen der Krise entgegengewirkt. Wir haben mit Maßnahmen wie der Kurzarbeit Arbeitslosigkeit eingedämmt. In Österreich haben Unternehmen aus der Realwirtschaft und die ArbeitnehmerInnen zusammengehalten. So sieht Politik aus, die wirklich gegen die Krise wirkt und diese Politik trägt sozialdemokratische Handschrift!"

Doch es gäbe durchaus Gegenstimmen gegen diese sozial gerechte Politik: "Es gibt Politiker, die, wenn sie von Senkung der Lohnstückkosten reden, ein Zurückdrängen oder eine Abschaffung von Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen meinen. Statt Klartext zu reden, wollen die ÖVP und andere Parteien unter dem Decknamen der Flexibilisierung Arbeitsbedingungen verschlechtern. Diese Politik wollen und werden wir verhindern!", betonte Faymann.

Das sozialdemokratische Modell sieht anders aus. Neben leistbarem Wohnen, gesicherten Arbeitsplätzen und Pensionen sind vor allem der Bildungsbereich und das Modell der Ganztagsschule unverzichtbare Schwerpunkte sozialdemokratischer Politik. "Gegenwärtig sind es immer mehr Großeltern, die zu Mittag mit dem Essen warten und die Nachhilfelehrer, die mit SchülerInnen Hausübungen erledigen." Nicht nur, dass die meisten Frauen erwerbstätig sein wollen, auch der internationale Vergleich bestätigt, dass die besten Schulen Ganztagsschulen sind. "Wir wollen nicht das, was vor hundert Jahren das Beste war, sondern das, was in den kommenden Jahrzehnten das Beste ist", unterstrich der Bundeskanzler.

"Es gibt viel zu tun, also lasst uns die Ärmel hochkrempeln! Wir kämpfen dafür, dass in dieser Gesellschaft Gerechtigkeit noch mehr Platz hat und dass jene, die mehr haben, ihren gerechten Steuerbeitrag zahlen", schloss Faymann. (Schluss) kg/ps

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