- 31.08.2013, 08:00:32
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"profil": Telekom-Gutachten: 119.400 Euro FPÖ-Parteispende via Meischberger
Auffällige Barabhebungen nach 600.000 Euro-Provision von Porr-Tochter UBM rund um Geschäft mit Finanzministerium
Utl.: Auffällige Barabhebungen nach 600.000 Euro-Provision von
Porr-Tochter UBM rund um Geschäft mit Finanzministerium =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, soll es sich bei jenen 119.400 Euro
(inklusive Umsatzsteuer), die 2005 über Walter Meischberger an die
freiheitliche Wochenzeitschrift "Neue Freie Zeitung" flossen, um eine
"Parteispende der Telekom Austria" an die FPÖ gehandelt haben. Dies
geht aus dem "profil" vorliegenden Gutachten des Sachverständigen
Matthias Kopetzky hervor. Offiziell diente das Geld der "Platzierung
von Persönlichkeiten und Produkten" der Telekom in der "Neuen Freien
Zeitung". Telekom-Inserate wurden im fraglichen Zeitraum allerdings
nicht geschaltet. Ursprünglich waren sogar 192.000 Euro vorgesehen,
doch Meischberger soll abredewidrig 72.600 Euro einbehalten haben.
Weitere 600.000 Euro brutto soll Meischberger 2005 von der
Immobiliengesellschaft UBM für die Vermittlung eines Objekts in der
Wiener Brehmstraße 14 an Abteilungen des Finanzministeriums erhalten
haben. Da Meischberger in auffallender zeitlicher Nähe zu diesem
Geschäft, das offiziell als Beratungshonorar für ein Hotelprojekt
verbucht worden war, knapp mehr als 240.000 Euro bar von seinen
Privatkonten abhob, schreibt der Gutachter: "Wir haben - Stand heute
- den Eindruck gewonnen, dass die Abhebung der Gelder wohl zur
Weitergabe an eine andere, wie auch immer in das Geschäft
eingebundene Person stattgefunden hat." Finanzminister war damals
Karl-Heinz Grasser, die UBM wiederum steht im Naheverhältnis zum
Baukonzern Porr.
Der Sachverständige hält es im übrigen für denkbar, dass auch der
4680 Euro teure Seychellen-Urlaub von KHG und dessen damaliger
Lebensgefährtin im Jahr 2004, den Walter Meischbergers Agentur
ZehnVierzig bevorschusst haben will, über Umwege von der Telekom
bezahlt wurde.
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