• 30.08.2013, 10:10:57
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Jugendrotkreuz: Lernen ist (k)ein Kinderspiel

Potenzial der Mehrsprachigkeit fördern

Utl.: Potenzial der Mehrsprachigkeit fördern =

Wien (OTS/Jugendrotkreuz) - "Kinder sollen Schule und Lernen als
positiv und bereichernd erfahren. Wer durch kreatives und soziales
Lernen gefördert wird, lernt sein Leben lang mit Freude," ist Andrea
Gerstenberger, Generalsekretärin des Österreichischen
Jugendrotkreuzes, überzeugt. In vielen Schulklassen liegt der Anteil
der Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch bei mehr als 50
Prozent. "Wir fordern, dass 'Deutsch als Zweitsprache' fixer
Bestandteil der Lehrerausbildung aller Schularten wird. Der
didaktische Umgang mit der Mehrsprachigkeit von Schülern muss in
jedes Lehramtsstudium integriert werden." Mehrsprachigkeit ist eine
große Chance und eine Fähigkeit, die im Unterricht genauso wie andere
Begabungen gefördert werden soll. "Es wäre geradezu verrückt, wenn
das Potenzial Mehrsprachigkeit in unserem Bildungssystem verloren
gehen würde und wenn aus mehrsprachigen Kindern wieder einsprachige
werden," so Gerstenberger. Die in der Erstsprache erworbenen
Fähigkeiten wirken sich direkt auf das Erlernen aller anderen
Sprachen aus. "Und diese sind wiederum die Basis für die Bildungs-
und späteren Berufschancen eines Kindes", weiß die
Jugendrotkreuz-Generalsekretärin.

Mädchen und Burschen mit Migrationsgeschichte oder Kinder aus sozial
schwächeren Familien brauchen oftmals besondere Aufmerksamkeit und
Unterstützung. In der Lernhilfe des Jugendrotkreuzes in Wien konnten
in sechs Monaten mehr als 160 Schülerinnen und Schüler zwischen sechs
und zehn Jahren mit einer anderen Muttersprache als Deutsch neben dem
Schulunterricht gefördert werden. Auch in Tirol und Kärnten werden
Kinder seit mehreren Jahren an insgesamt mehr als 40 Schulen gezielt
unterstützt. In multikulturellen Kleingruppen werden dabei
Lerninhalte vertieft sowie Sprachkenntnisse und schulische Leistungen
verbessert. "Die Projekte unterstützen die Orientierung in einem
multikulturellen Umfeld und fördern die Chancengleichheit für alle
Kinder", so Gerstenberger abschließend.

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