- 29.08.2013, 11:23:36
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70 Prozent der Österreicher leiden unter einem Zahnproblem: Karies liegt an erster Stelle, knapp dahinter das Zahnfleisch

Wien (OTS) - Die überwiegende Mehrheit der Österreicher schätzt ihre
Mundgesundheit spontan als ziemlich gut ein. Frauen, jüngere Personen
und Personen mit höherer Bildung besser als der Rest. Sie fühlen sich
gut informiert, stellen den Zahnärzten ein gutes Zeugnis aus,
wenngleich der Wunsch nach individueller Beratung deutlich erkennbar
ist. Fragt man allerdings nach, mit welchen Zahnproblemen sie
konfrontiert sind, so ergibt sich ein differenziertes Bild: 38
Prozent geben an unter Karies zu leiden, ein Drittel nennt
Zahnfleischprobleme und gut ein Viertel klagt über
schmerzempfindliche Zähne. Die Frühindikatoren einer
Zahnfleischerkrankung sind nicht ausreichend bekannt. Denn 56 Prozent
leiden unter einem oder mehreren Anzeichen für Zahnfleischproblemen.
Bei einem Drittel blutet das Zahnfleisch und jeweils 18 Prozent
leiden sogar an Zahnfleischschwund und Mundgeruch. Dieses Ergebnis
zeigt eine repräsentative Studie, die Colgate als Initiator des
Monats der Mundgesundheit in der österreichischen Bevölkerung
durchführen ließ. Ein Blick in die Zahnarztpraxis zeigt: Der Großteil
der 800 befragten Zahnärzten bestätigt, dass das Bewusstsein für
Mundgesundheit generell besser geworden ist. Jedoch kennt die Hälfte
aller Patienten nicht die Risiken einer Zahnfleischerkrankung und
rund 70 Prozent leiden an Gingivitis oder Parodontitis. Ein
Wermutstropfen zeigt das Vorsorge-Angebot: nur 40 Prozent der
Zahnärzte bieten eine Professionelle Zahnreinigung in ihrer Praxis
an.
Eine Befragung von 500 Österreicherinnen, die im Rahmen des Monats
der Mundgesundheit von Colgate in Auftrag gegeben wurde, ergab
folgendes Bild: Die Menschen fühlen sich über Zahnpflege gut
informiert und vom Zahnarzt gut beraten. Sie hätten aber durchaus
gerne etwas mehr individuelle Beratung. 7 von 10 leiden allerdings
nach eigenen Angaben unter einem Zahnproblem.
Besonderer Aufklärung bedarf es noch im Bereich des Zahnfleisches.
Viele erkennen nicht die Risiken und Frühindikatoren einer Gingivitis
oder Parodontitis. 32 Prozent gaben an, ihr Zahnfleisch würde beim
Zähneputzen bluten, jeweils 18 Prozent bemerken einen
Zahnfleischschwund oder Mundgeruch. 11 Prozent klagen über
geschwollenes Zahnfleisch und 9 Prozent beobachten eine Lockerung der
Zähne.
Dr. Wolfgang Kopp, Prophylaxereferent der Zahnärztekammer
Österreich und Partner im Monat der Mundgesundheit: "Gesundes
Zahnfleisch ist blassrosa, liegt straff um die Zähne, blutet nicht
nach dem Essen, dem Putzen oder der Zahnzwischenraum-Reinigung und
ist nicht empfindlich."
Ungefähr die Hälfte der Befragten kennt das Risiko einer
Herzerkrankung. Weniger bekannt ist der Zusammenhang zwischen
Parodontitis und Diabetes (12 %) und nur 7 Prozent kennen das Risiko
einer Frühgeburt.
Zahnvorsorge zahlt sich aus
84 Prozent der Befragten geben an, 2 mal am Tag die Zähne zu
putzen und 69 Prozent sagen, sie würden regelmäßig die Zahnbürste
wechseln. 60 Prozent meinen, sie würden 1 mal pro Monat oder jeden 2.
Monat die Zahnbürste erneuern. 48 Prozent geben an eine Mundspülung
und 36 Prozent eine Zahnseide zu benützen bzw. 36 Prozent putzen auch
die Zahnzwischenräume. Insgesamt 86 Prozent gehen mindestens 1 mal
pro Jahr zur Kontrolle beim Zahnarzt und 28 Prozent sagen, dass sie
eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. 13 Prozent
machen gar keine Vorsorge.
Personen deren subjektive Zahngesundheit sehr gut bzw. gut ist,
betreiben mehr Vorsorgemaßnahmen in allen Bereichen. Frauen achten
generell viel mehr auf ihre Mundgesundheit.
Wunsch und Wirklichkeit bei der Zahnpflege
Laut AC Nielsen werden im Jahr rund 17 Millionen Zahnbürsten
verkauft. Der jährliche Pro Kopf Verbrauch in Österreich liegt
tatsächlich bei 2,1 Zahnbürsten. Der Ländervergleich verweist
Österreich damit hinter die Schweiz und Deutschland. Zahnexperten
empfehlen die Zahnbürste 4 mal im Jahr zu wechseln. Harald Keck,
Country Manager Österreich: "Schon aus Hygienegründen empfehlen wir
den regelmäßigen Austausch der Handzahnbürste, am besten alle 3
Monate. Wir betreiben hier seit Jahren mit dem Slogan
"Jahreszeitenwechsel = Zahnbürstenwechsel" gezielt
Bewusstseinsbildung und versuchen den Hygiene-Standard in Österreich
zu heben".
Die Angabe regelmäßig eine Mundspülung zu verwenden oder die
Zahnzwischenräume zu putzen klafft auch mit der Wirklichkeit
auseinander. Tatsächlich verwenden nur 1,5 Prozent der Österreicher
regelmäßig eine Zahnseide und um die 30 Prozent verwendet eine
Mundspülung. Ein Vergleich dazu aus UK: dort liegt die Penetration
bei 50 Prozent.
Harald Keck: "Die Erfolge in der Mundgesundheit der Österreicher
sind deutlich sichtbar. Auch 92 Prozent der befragten Zahnärzte
meinen, dass das Bewusstsein für Mundgesundheit in Österreich besser
geworden ist. Trotzdem rücken immer wieder neue Themen in den Fokus.
Mit Sicherheit wird uns die Gesundheit des Zahnfleisches in den
nächsten Jahren stärker beschäftigen".
Dr. Wolfgang Kopp: "Um Parodontitis erfolgreich zu behandeln,
bedarf es einer lebenslangen Betreuung seitens des Zahnarztes, eines
häufigen Recalls sowie intensiver häuslicher Mundhygienemaßnahmen
durch den Patienten."
Unter www.mundgesundheit.at steht eine Broschüre mit vielen
Informationen und hilfreichen Vorsorgetipps über Parodontitis zur
Verfügung.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4479
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