Wallner: Spindelegger verschließt Augen vor innerparteilicher Spaltung

Wer Kanzleranspruch stellt, sollte eigene Partei im Griff haben

Wien (OTS) - "Einmal mehr beweist ÖVP-Chef Spindelegger, dass er als Kanzler ein Fehlgriff wäre. Er redet die innerparteilichen Querelen der ÖVP als ,Meinungsvielfalt' schön. Bezeichnet das Schlechtreden des Wirtschaftsstandorts Österreich durch seinen Parteikollegen Leitl als Weckruf. Die von ihm herbei gesehnte Entfesselung findet bereits statt - allerdings hat Spindelegger damit wohl kaum die widersprüchlichen Meinungen seiner eigenen Parteifreunde gemeint", kommentiert der Grüne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner das heutige ORF-Radio-Interview des ÖVP-Obmannes.

"Ein Kanzlerkandidat sollte überdies klare Vorstellungen davon haben, was sich in der Zukunft ändern soll. Auch hier bleibt Spindelegger klare Aussagen schuldig. Einmal erhöht er das Frauenpensionsalter, dann fordert er 12-Stunden-Arbeitstage. Kommt - zu Recht - Gegenwind auf, will er das alles nicht so gesagt haben", kritisiert Wallner. "Spindeleggers Beschwichtigungen belegen einmal mehr, dass für die ÖVP der Bestsellertitel von Richard David Precht mehr denn je gilt:
Wer bin ich und wenn ja, wie viele?"

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