• 28.08.2013, 13:03:54
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Bildung ist der Schlüssel zu erfolgreicher Integration

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4366/ Im Bild
v.l.n.r. : Dr Erhard Busek, Abg.z.NR Alev Korun ( Sprecherin für
Integration, Die Grünen), StS Sebastian Kurz (Staatssekretär für
Integration, ÖVP) Dr. Gustav Dressler (Moderator, Generali Gruppe)
Mag. Gerhard Starsich ( mc-Präsident)

Alpbach (OTS) - Alev Korun (Integrationssprecherin, Die Grünen) und
Sebastian Kurz (Staatssekretär für Integration, ÖVP) diskutierten
beim 13. mc-Europafrühstück am 28. August 2013 unter der Moderation
von Gustav Dressler (Generali Gruppe) über Integration.

In vielen Punkten - vor allem bei der Problemanalyse - sind sich
Alev Korun und Sebastian Kurz einig: Frühförderung ist besser als
nachträgliches Reparieren, Bildung ist der Schlüssel zu gelungener
Integration und vieles funktioniert in Österreich besser als es in
der Öffentlichkeit dargestellt wird.

Die Grünen fordern ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr,
da bereits in den ersten Lebensjahren der Grundstein für einen
erfolgreichen Bildungsweg gelegt wird. "Eine Verpflichtung zum
zweiten Jahr geht natürlich Hand in Hand mit dem entsprechenden
Angebot an Plätzen", so Korun. Für Sebastian Kurz ist ein
verpflichtendes zweites Kindergartenjahr nur dann notwendig, wenn bei
Kindern Defizite festgestellt werden. Kurz findet es interessant,
dass für den Kindergarten in manchen Bundesländern bezahlt werden
muss, eine universitäre Ausbildung in Österreich jedoch kostenlos
ist.

In der Mehrsprachigkeit der Kinder mit Migrationshintergrund sehen
beide eine große Chance, die für die wirtschaftlichen Beziehungen
Österreichs von Vorteil sind. Korun fordert jedoch bereits in der
Lehrerausbildung einen Schwerpunkt auf Mehrsprachigkeit und
interkulturelle Kompetenz. Unterschiedliche Meinungen zeigen sich bei
der Debatte um die Gesamtschule: Korun betont, dass die Gesamtschule
eine größere soziale Durchlässigkeit schafft und gleichzeitig auch
die Volksschulen entlastet. Kurz stellt dem entgegen, dass nicht die
Etikette entscheidend ist, sondern dass es ein breites Angebot an
Schultypen geben muss, das auf die individuellen Bedürfnisse der
Kinder eingeht. Einig war man sich hingegen wieder im Punkt der
Ganztagesbetreuung, speziell im urbanen Raum muss es mehr Angebote
geben. Durch die Entflechtung des Kompetenzdschungels im
Bildungsbereich könnte man Mittel freispielen, die - richtig
investiert - den Kindern zugutekommen.

"Die Berichterstattung zum Thema Zuwanderung ist teils sehr
skurril", so Kurz, "alles wird in einen Topf geworfen." Migration
wird immer im Zusammenhang mit dem Thema Asyl behandelt, obwohl
Asylwerber nur einen Bruchteil der Zuwanderung ausmachen. Korun will
Asylverfahren beschleunigen und ein automatisches Bleiberecht für
jene, deren Verfahren sehr lange gedauert hat. Kurz hingegen plädiert
dafür, jeden Fall einzeln zu prüfen. "Asyl ist ein Menschenrecht.
Österreich ist verpflichtet, jeden Verfolgten Schutz und Hilfe zu
gewähren.", stimmten beide überein.

Der Wahlkampf spielt trotz Einigkeit in Grundsatzfragen eine
Rolle. Korun prognostiziert den Grünen ein Ergebnis von 15 % oder
mehr. Sebastian Kurz legt sich auf keine Prozentzahl fest, sieht
jedoch gute Chancen für die ÖVP, wenn alle Stürmer in dieselbe
Richtung spielen.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4366/

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