Sparsam kühlen: Energiespar-Tipps für den Kühlschrank

"die umweltberatung" gibt Tipps, wie der Energieverbrauch von Kühlschrank und Tiefkühler gesenkt werden kann.

Wien (OTS) - Kühlgeräte verbrauchen in vielen Haushalten unnötig viel Strom. Auf Kühl- und Gefriergeräte fallen im 4-Personen Haushalt durchschnittlich 17 % des gesamten Haushaltsstromes. Vereiste Tiefkühlfächer und Tiefkühlgeräte sollten regelmäßig abgetaut werden, weil bereits eine 1 Zentimeter dicke Schicht den Stromverbrauch verdoppeln kann.

Ist das Tiefkühlfach vereist, muss das Kühlgerät anstrengende Überstunden leisten. "Die Eisschicht wirkt wie eine Dämmschicht, die das Gerät zusätzlich überwinden muss, um die gewünschte Kühlung zu erreichen. Daher ist Abtauen unbedingt notwendig", empfiehlt DIin Ingrid Tributsch, Energieexpertin von "die umweltberatung". Bildet sich danach innerhalb kürzester Zeit eine neue Eisschicht, muss geprüft werden, ob das Gerät gut schließt und die Dichtung in Ordnung ist. Ein dichtes Gerät ist unmittelbar nach dem Schließen nur schwer wieder zu öffnen. Lässt sich das Gerät sofort wieder leicht öffnen, ist die Dichtung kaputt oder das Einbaugerät schlecht eingebaut.

Einsparpotential: 28 bis 70 Euro

Durch energiesparendes Nutzen des Kühlschranks können 32 - 50 % der Kühlenergie eingespart werden - für die gesamte Stromrechnung bedeutet das ca. 3 - 8 % Einsparung. In einem 4-Personen Haushalt bringt das pro Jahr ca. 140 - 350 kWh oder 28 - 70 Euro Ersparnis (Berechnungsgrundlage: Strompreis 0,20 Euro/kWh).

Weitere Energiespar-Tipps

Im Kühlschrank ist eine Temperatur von + 5GradC im Fach über der Gemüselade kühl genug. Im obersten Fach sollte die Temperatur +8GradC betragen. Im Gefriergerät reichen -18GradC.

Nur kalte oder abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank oder das Gefriergerät zu stellen, spart Energie. Wichtig ist es auch, häufiges und langes Öffnen von Kühl- und Gefrierschrank zu vermeiden. Während ein Getränk eingeschenkt wird, sollte die Kühlschranktür nicht offen stehen - besser zweimal kurz auf- und zumachen. Denn je länger der Kühlschrank geöffnet ist, desto mehr warme Luft gelangt hinein und muss heruntergekühlt werden.

Das Kühlgerät sollte nicht neben Herd oder Heizung stehen, denn je niedriger die Umgebungstemperatur ist, desto geringer ist der Stromverbrauch des Gerätes. Die Gefriertruhe steht am besten im Keller oder in einem wenig beheizten Nebenraum. Am Balkon ist es im Winter zu kalt.

Messung vor dem Tausch

Gerade bei Kühl- und Tiefkühlgeräten gab es in den letzten Jahren einen großen Entwicklungssprung zu energiesparenden Geräten. Ein neues Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ ist um 60 % sparsamer als ein Gerät der Energieeffizienzklasse A. Bei sehr alten und undichten Geräten ist wahrscheinlich ein Tausch sinnvoll.

Mehr als 1,5 kWh sollte ein Tiefkühlgerät pro Tag nicht brauchen, neue Tiefkühlschränke liegen bei 0,5 kWh/Tag. Der Stromverbrauch kann leicht selbst gemessen werden. Die meisten Stromversorger verleihen kostenlos Messgeräte. Um Verbrauchsschwankungen zu berücksichtigen, sollte mindestens eine Woche lang gemessen werden.

Wenn der Stromverbrauch höher ist als 1,5 kWh pro Tag und ein Neukauf ansteht, sollte vor dem Kauf gut überlegen werden, wie groß das Gerät wirklich sein muss. Denn je größer das Neugerät, desto höher der Stromverbrauch! Außerdem brauchen Kühlschränke ohne Eisfach weniger Energie. Die Website www.topprodukte.at zeigt, wie wenig Strom die besten Geräte derzeit verbrauchen.

Information

Viele Informationen über einfache Maßnahmen zum Energiesparen bietet "die umweltberatung" in den Infoblättern "Stromsparen im Haushalt", "Stromfresser finden" und "Klimaschutz im Alltag". Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at/download. Viele Tipps in den Sprachen Türkisch, Bosnisch-Kroatisch, Serbisch und Deutsch auch auf www.umweltberatung.at/spartipps.

Individuelle Beratung zum ökologischen Lebensstil und zum nachhaltigen Wirtschaften bietet "die umweltberatung" Wien mit 25 Jahren Know-how an ihrer Hotline, Tel. 01 803 32 32.

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

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