- 28.08.2013, 11:13:06
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Gute Fahrt mit dem Hund: Das sollte man wissen
VIER PFOTEN gibt Tipps für einen sicheren und angenehmen Transport im Auto

Utl.: VIER PFOTEN gibt Tipps für einen sicheren und angenehmen
Transport im Auto =
Wien (OTS) - Zwei Drittel der Hunde, so hat eine Untersuchung in
Deutschland 2012 ergeben, fahren ohne jede Schwierigkeit mit ihren
Haltern im Auto mit. Bei einem Drittel kommt es allerdings immer
wieder zu Problemen: Die Hunde werden panisch, sie bellen oder
weigern sich, einzusteigen - und manchmal übergeben sie sich schon
vor Fahrtbeginn. VIER PFOTEN hat dazu allerdings eine gute Nachricht:
Hundebesitzer können durchaus etwas tun, um ihrem Liebling die
Autofahrt erträglich zu machen.
"Oft ist es mangelnder Raum, der die Autofahrt für Hunde zum
Stressfaktor macht", sagt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei
VIER PFOTEN. Um Haare auf den Sitzen zu vermeiden, transportieren
viele Halter ihr Tier ganz hinten im Auto, zwischen Heckablage und
Rückfenster gequetscht. Gerade für größere Rassen ist das viel zu
eng. "Letztlich ist es wie mit kleinen Kindern: Hunde müssen gut
gesichert sein, sich aber auch wohlfühlen", erklärt Thiesmann. Die
Tiere gehören deshalb entweder auf die Rückbank oder in den
Kofferraum eines Kombiwagens.
Das österreichische Kraftfahrgesetz schreibt vor, dass für den
Transport von Tieren eine "fahrtechnisch sichere Verwahrung"
erforderlich ist. Das heißt, Tiere müssen so verwahrt oder gesichert
sein, dass sie "den im normalen Fahrbetrieb auftretenden Kräften
standhalten und der sichere Betrieb des Fahrzeuges nicht
beeinträchtig und niemand gefährdet wird". Im Fachhandel gibt es
verschiedene Transportmöglichkeiten für den Hund. Als eine der
sichersten gilt die Hundebox - sie muss aber stabil sein und aus
Stahlrohren bestehen. Ohne Box kann das Tier problemlos mit einem
speziellen Brustgeschirr auf der Rückbank gesichert werden. Die für
den Hund bequemste Lösung sind Trennwände und -gitter, die ihm hinten
besonders viel Bewegungsfreiheit lassen. Viele Autohersteller
entwickeln inzwischen auch eigene Systeme.
Die psychologische Komponente ist aber mindestens ebenso wichtig.
Das bedeutet, dass das Tier möglichst früh und ganz langsam an das
Fahren gewöhnt werden sollte. Über Belohnungen kann man eine positive
Verknüpfung zum Auto aufbauen: "Man lässt den Hund in das Auto
einsteigen und gibt ihm ein Leckerli. Erst wenn er problemlos gern in
das Auto geht und dort auch frisst, fährt man mit ihm los - anfangs
erst kürzere, dann nach und nach auch weitere Strecken", rät Birgitt
Thiesmann.
Medikamente gegen Reiseübelkeit sollten grundsätzlich das letzte
Mittel sein, wenn Hunde Autofahren hassen. Hundebesitzer sollten sich
in diesem Fall aber unbedingt mit dem Tierarzt besprechen und auf
keinen Fall zu Humanpräparaten greifen.
Eine der wichtigsten Regeln, damit sich Hunde wohl fühlen: Bei
Hitze dürfen die Tiere keinesfalls längere Zeit im Auto gelassen
werden. Autos können sich extrem schnell erhitzen. Selbst an weniger
warmen Tagen kann die Temperatur im Inneren eines Autos in wenigen
Minuten mehr als das Doppelte der Außentemperatur erreichen. "Die
Hunde sind dieser Hitze dann hilflos ausgeliefert und können dies
alleine durch ihr Hecheln nicht mehr kompensieren", erklärt Birgitt
Thiesmann. Verabsäumt man, bei ersten Anzeichen zu reagieren, kann es
sehr schnell zu einem Hitzeschock kommen.
Man sollte als Hundebesitzer daher immer darauf achten, den Wagen
im Schatten zu parken. Dabei gilt es auch einzuberechnen, wie die
Sonne wandert. Damit es zu keinem Hitzestau im Auto kommt, sollte das
Auto möglichst optimal belüftet werden, indem zwei Scheiben einen
schmalen Spalt geöffnet werden, so dass es zu einem Durchzug kommen
kann. Getönte Scheiben oder einfach ein im Fenster eingehängtes
feuchtes Handtuch können zusätzlich Hitze abhalten. Außerdem sollte
den Hunden jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.
"Im Sommer sollte man die Tiere allerdings überhaupt nicht alleine
im Auto lassen. Im Zweifelsfall empfehlen wir, sie lieber erst gar
nicht mitzunehmen", so Thiesmann.
Letztlich erfordert die entspannte Reise vielleicht etwas Geduld -
die Erfolgschancen sind jedoch gut. VIER PFOTEN Expertin Thiesmann
hat mit ihrem Hund eigene Erfahrungen gemacht. "Anfangs hat er sich
beim schon Anblick eines Autos übergeben", sagt sie. "Inzwischen kann
er es kaum abwarten, wieder mitzufahren."
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