ORF und "Nachbar in Not" bitten dringend um weitere Spenden für syrische Flüchtlinge

Das Leid im Bürgerkriegsland Syrien hat ein unvorstellbares Ausmaß angenommen - 6,8 Millionen Menschen sind auf der Flucht

Wien (OTS) - Der blutige Bürgerkrieg in Syrien spitzt sich dramatisch zu. 6,8 Millionen Menschen brauchen Hilfe, die meisten davon Frauen und Kinder. 4,25 Millionen Syrer mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen und gelten als intern Vertriebene. 1,9 Millionen Menschen sind bereits über die Grenzen geflohen. Aufgrund der aktuellen Lage bitten ORF und "Nachbar in Not" um weitere Spenden.

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting: "ORF und 'Nachbar in Not' haben bereits Anfang Mai zur Unterstützung der Flüchtlinge in und aus Syrien aufgerufen. Doch weitere Mittel sind dringend notwendig. Daher unterstützt der ORF den Appell der 'Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen ab sofort mit weiteren Spendenaufrufen."

Michael Opriesnig, Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in Not" und stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes:
"Die syrische Zivilbevölkerung - darunter sehr viele Frauen und Kinder - leidet am schlimmsten in diesem Konflikt. Mit den bisherigen Spenden aus 'Nachbar in Not' in der Höhe von 1,9 Millionen Euro konnten wir bereits Tausenden Menschen helfen. Derzeit erleben wir die größte Flüchtlingswelle seit Ausbruch der Kämpfe - und weitere Hilfe ist dringend notwendig, denn Millionen Menschen sind in dieser humanitären Katastrophe auf Unterstützung angewiesen."

Auch Caritas-Generalsekretär für Internationale Angelegenheiten und "Nachbar in Not"-Vorstand Christoph Schweifer appelliert an die Spendenbereitschaft der Österreicher/innen: "Die Menschen, die flüchten mussten, haben größtenteils alles verloren. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder, die nun - oft schwer traumatisiert -auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Um die Hilfsaktivitäten weiter aufrechterhalten und der immer größer werdenden Not begegnen zu können, bitten die 'Nachbar in Not'-Organisationen dringend um Spenden!"

So konnte bisher geholfen werden:

Bisher konnte die von ORF und "Nachbar in Not" gestartete Hilfsaktion "Nachbar in Not - Flüchtlingshilfe Syrien" 1,9 Millionen Euro sammeln. Geld, das von den "Nachbar in Not"-Hilfsorganisationen -CARE, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe - bereits in konkreten Hilfsmaßnahmen und Projekten für die Bedürftigen ausgegeben wurde: So unterhält etwa CARE eine Anlaufstelle für syrische Familien in Jordanien, die Caritas verteilt Lebensmittel, Hilfsgüter-Gutscheine und Haushaltsartikel für Flüchtlinge in Jordanien und leistet Nothilfe für etwa 5.000 Flüchtlinge im Libanon, die Diakonie unterstützt gefährdete Familien, die in jordanischen Gastfamilien untergekommen sind, mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, das Hilfswerk verteilt Gutscheine an Flüchtlingsfamilien im Libanon - auch um die lokale Wirtschaft zu stärken -, die Malteser unterstützen eine Klinik im Nordlibanon sowie die medizinische Versorgung von Flüchtlingen außerhalb der großen Camps, das Rote Kreuz hat über die Rothalbmondbewegung Zugang zu fast allen Betroffenen des Konflikts und unterstützt allein in Syrien 15.000 Familien mit Nahrungsmittel-und Hygienepaketen, die Volkshilfe unterstützt mehr als 1.000 Flüchtlingsfamilien in der Bekaa-Ebene sowie Familien, die Flüchtlinge aufnehmen mit Mitteln aus "Nachbar in Not".
Mehr Infos zu den einzelnen Projekten und Hilfsmaßnahmen auf http://nachbarinnot.ORF.at

Spendenmöglichkeiten:
"NACHBAR IN NOT - Flüchtlingshilfe Syrien"
Spendenkonto: 400 400 440 00 (BLZ 20111)
Online-Spenden: nachbarinnot.ORF.at
Spendentelefon: 0800 222 444
SMS-Spenden: 0664 660 44 66

Rückfragen & Kontakt:

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