- 28.08.2013, 09:50:08
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10. Todestag von Josef Hesoun: AKNÖ-Wieser würdigt "großen Sozialreformer"
"Wichtige Impulse gesetzt, vom Pflegegeld bis zur AK-Reform"
Utl.: "Wichtige Impulse gesetzt, vom Pflegegeld bis zur AK-Reform" =
Wien (OTS/AKNÖ) - Heute vor zehn Jahren starb der langjährige
AKNÖ-Präsident und spätere Sozialminister Josef Hesoun. Anlässlich
des Todestages erinnert AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser an die
Verdienste Hesouns als Sozialpolitiker. "Die Impulse, die er in der
Sozialpolitik gesetzt hat, wirken bis heute nach, in der
Arbeitsmarktpolitik genauso wie beim Pflegegeld", sagt Wieser.
"Hesoun hat auch die AK-Reform in die Wege geleitet, die die
Arbeiterkammer zu einer modernen, demokratischen und transparenten
Einrichtung gemacht hat."
"Josef Hesoun war einer der großen Sozialreformer der Zweiten
Republik", würdigt Wieser den ehemaligen AKNÖ-Präsidenten und
Sozialminister anlässlich von dessen zehnten Todestag. Hesoun war von
1990 bis 1995 österreichischer Sozialminister. "Das Pflegegeld hat
hunderttausenden Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen das Leben
erleichtert. Man kann das auch heute nur als sozialpolitische
Revolution bezeichnen, die mit seinem Namen verbunden wird." Mit der
Reform der Arbeitsmarktpolitik habe Hesoun den Sozialstaat
zukunftsfähig gemacht.
"Für ihn standen stets die Sorgen und Bedürfnisse der arbeitenden
Menschen im Mittelpunkt", sagt Wieser. "Mit der Arbeitsmarktpolitik
hat er versucht, diese in Einklang zu bringen mit einer
Wirtschaftswelt, die sich rasant verändert. Die damaligen Maßnahmen
von Josef Hesoun haben den Grundstock gelegt für die heutige
Arbeitsmarktpolitik, die uns die niedrigste Arbeitslosenquote in der
EU beschert hat."
AK zu einer modernen, demokratischen Einrichtung gemacht
Der Todestag solle nicht nur Anlass sein, sich an die
sozialpolitischen Errungenschaften Hesouns zu erinnern. "Hesoun hat
schon als Präsident der Niederösterreichischen Arbeiterkammer von
1974 bis 1991 die Öffnung der Einrichtung betrieben. Damals hat er
begonnen, sie zu einer modernen Interessenvertretung der
ArbeitnehmerInnen zu machen."
Höhepunkt der Anstrengungen war die große AK-Reform 1992, das
deutlich die Handschrift des damaligen Sozialministers Josef Hesoun
trägt: "Das AK-Gesetz hat die Einrichtung nachhaltig demokratisiert.
Seitdem sind die Sitzungen des ArbeitnehmerInnenparlaments
öffentlich, die Kontrollrechte wurden wesentlich verbessert. Und seit
diesem Zeitpunkt haben unsere Mitglieder Anspruch auf kostenlosen
Rechtsschutz", sagt Wieser. "Das mag für viele damals ein Kulturbruch
gewesen sein. Heute ist für uns eine Kammer ohne diese Grundsätze
nicht mehr vorstellbar."
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