10. Todestag von Josef Hesoun: AKNÖ-Wieser würdigt "großen Sozialreformer"

"Wichtige Impulse gesetzt, vom Pflegegeld bis zur AK-Reform"

Wien (OTS/AKNÖ) - Heute vor zehn Jahren starb der langjährige AKNÖ-Präsident und spätere Sozialminister Josef Hesoun. Anlässlich des Todestages erinnert AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser an die Verdienste Hesouns als Sozialpolitiker. "Die Impulse, die er in der Sozialpolitik gesetzt hat, wirken bis heute nach, in der Arbeitsmarktpolitik genauso wie beim Pflegegeld", sagt Wieser. "Hesoun hat auch die AK-Reform in die Wege geleitet, die die Arbeiterkammer zu einer modernen, demokratischen und transparenten Einrichtung gemacht hat."

"Josef Hesoun war einer der großen Sozialreformer der Zweiten Republik", würdigt Wieser den ehemaligen AKNÖ-Präsidenten und Sozialminister anlässlich von dessen zehnten Todestag. Hesoun war von 1990 bis 1995 österreichischer Sozialminister. "Das Pflegegeld hat hunderttausenden Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen das Leben erleichtert. Man kann das auch heute nur als sozialpolitische Revolution bezeichnen, die mit seinem Namen verbunden wird." Mit der Reform der Arbeitsmarktpolitik habe Hesoun den Sozialstaat zukunftsfähig gemacht.

"Für ihn standen stets die Sorgen und Bedürfnisse der arbeitenden Menschen im Mittelpunkt", sagt Wieser. "Mit der Arbeitsmarktpolitik hat er versucht, diese in Einklang zu bringen mit einer Wirtschaftswelt, die sich rasant verändert. Die damaligen Maßnahmen von Josef Hesoun haben den Grundstock gelegt für die heutige Arbeitsmarktpolitik, die uns die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU beschert hat."

AK zu einer modernen, demokratischen Einrichtung gemacht

Der Todestag solle nicht nur Anlass sein, sich an die sozialpolitischen Errungenschaften Hesouns zu erinnern. "Hesoun hat schon als Präsident der Niederösterreichischen Arbeiterkammer von 1974 bis 1991 die Öffnung der Einrichtung betrieben. Damals hat er begonnen, sie zu einer modernen Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen zu machen."

Höhepunkt der Anstrengungen war die große AK-Reform 1992, das deutlich die Handschrift des damaligen Sozialministers Josef Hesoun trägt: "Das AK-Gesetz hat die Einrichtung nachhaltig demokratisiert. Seitdem sind die Sitzungen des ArbeitnehmerInnenparlaments öffentlich, die Kontrollrechte wurden wesentlich verbessert. Und seit diesem Zeitpunkt haben unsere Mitglieder Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz", sagt Wieser. "Das mag für viele damals ein Kulturbruch gewesen sein. Heute ist für uns eine Kammer ohne diese Grundsätze nicht mehr vorstellbar."

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Öffentlichkeitsarbeit, Christoph Baumgarten
01/58883 - 1244
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf noe.arbeiterkammer.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001