• 27.08.2013, 12:51:35
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VIER PFOTEN: Beherztes Engagement machte Aufdeckung des Tiroler Jagdskandals möglich

Forderung nach lebenslangem Entzug des Jagdscheins

Utl.: Forderung nach lebenslangem Entzug des Jagdscheins =

Wien (OTS) - Ohne das beherzte Engagement eines holländischen
Touristen wäre die Öffentlichkeit gestern nicht auf die schreckliche
Tierquälerei eines Jägers an einer angeschossenen Gams in Tirol
aufmerksam geworden, lobt VIER PFOTEN Gründer Heli Dungler. "Die
aktive Hilfe der Zivilgesellschaft ist für gemeinnützige
Organisationen wie VIER PFOTEN unerlässlich. Das Aufzeigen von
Missständen hilft, in der Bevölkerung ein Bewusstsein zu schaffen,
wie wichtig die Arbeit für den Tierschutz ist."

Positiv sei in diesem Fall auch die schnelle und eindeutige
Reaktion des Tiroler Landesjägerverbandes zu sehen, so Dungler. "Der
Verband hat sofort Konsequenzen angekündigt und deutlich gemacht,
dass solche Verfehlungen nicht geduldet werden. Darüber freuen wir
uns natürlich."

Er fordert allerdings nun einen lebenslangen Entzug des
Jagdscheins. Die aktuelle Gesetzeslage sieht allein die Möglichkeit
eines strengen Verweises von Seiten des Tiroler Jägerverbandes vor.
Die Jagdbehörde der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft kann die Lizenz
dann aufgrund des Verweises entziehen, allerdings nur für den
Zeitraum von einem bis drei Jahren - es sei denn, die Behörde
verhängt selbst eine lebenslange Sperre. "Selbstverständlich muss
solchen Tierquälern die Jagdlizenz lebenslang entzogen werden. Alles
andere wäre verantwortungslos", so Dungler.

"Zivilcourage soll sich lohnen"

Künftig will VIER PFOTEN die Wichtigkeit von
zivilgesellschaftlichem Engagement in der Kampagnenarbeit stärker
hervorheben. "Zivilcourage soll sich lohnen", meint Heli Dungler.
Dabei geht es der Organisation aber nicht darum, Denunziantentum zu
fördern, betont Dungler: "Wir möchten die Zivilgesellschaft einfach
ermutigen, aktiv zu werden und bei Tierleid nicht wegzuschauen."
Daher hat VIER PFOTEN auf seine Website auch den Ratgeber "Zeuge von
Tierleid - was tun?" gestellt (Link:
http://www.ots.at/redirect/vier-pfoten5)

Im konkreten Fall hat VIER PFOTEN nun Kontakt mit dem
holländischen Touristen, der mit seinem Video über die Tierquälerei
an die Öffentlichkeit gegangen ist, aufgenommen. Heli Dungler: "Wir
haben ihn zu einem Besuch in unseren BÄRENWALD Arbesbach eingeladen.
Wir möchten ihm nicht nur für sein Engagement danken, sondern
gleichzeitig zeigen, wie vorbildhaft Tierschutz in Österreich sein
kann."

VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation
mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete
Organisation setzt sich mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten für
den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche
Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und
internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter
direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunde und -katzen,
Labor-, Nutz-, Wild- und Haustiere sowie auf Bären, Großkatzen und
Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Niederlassungen in
Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien,
Niederlande, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Ungarn, Ukraine und den
USA sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
2013 feiert die Organisation ihr 25-jähriges Jubiläum.

www.vier-pfoten.at

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