Klarstellung des Tiroler Jägerverbandes zu den publik gewordenen jagdlichen Verfehlungen in Leutasch/Tirol!

Innsbruck (OTS) - Das gestern publik gewordene Video das Bilder zeigt, in denen eine angeschossene Gams in absolut beschämender Art und Weise über Felsen gestreift wird, veranlasst den Tiroler Landesjägermeister DI Anton Larcher zu folgender Klarstellung:
"Dieses Video, spricht unabhängig von seiner Entstehungsgeschichte für sich. Wer derart mit Tieren umgeht, der hat in der Tiroler Jägerschaft keinen Platz. Ich bin über diese barbarische Vorgehensweise der beteiligten Jäger und Pirschbegleiter schockiert und werde dieses Verbrechen gegen jeden ethischen Grundsatz der Jagd nicht akzeptieren. Wir haben bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet und ich gehe davon aus, dass hier nur ein Entzug der Jagdkarte (n) das Ergebnis eines Verfahrens sein kann. Zudem wird der Tiroler Jägerverband Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Tierquälerei einbringen. Wer so mit unseren Wildtieren umgeht, der hat in der Tiroler Jägerschaft keinen Platz.

Ich werte das als schweren Schlag ins Gesicht eines jeden Weidmanns. Jeder der auch nur die geringste Ahnung von der Jagd hat, weiß wie abscheulich und dilletantisch hier gehandelt wurde. Man nähert sich nicht wie ein Halbschuh-Tourist einem angeschossenen Tier. Schon gar nicht verlängert man das Leiden eines Tieres so sinnlos."

Das Video wurde vom Tiroler Jägerverband und vom zuständigen Bezirksjägermeister Thomas Messner analysiert. Dabei konnten einige der Beteiligten identifiziert werden. Der Schütze, dem Vernehmen nach ein russischer Jäger soll in den nächsten Tagen identifiziert werden. "Ich gehe davon aus, dass der Schütze im Besitz einer Jagdkarte ist. Ich werde jedenfalls alles in meiner Macht stehende tun, dass jemand der so agiert nie mehr wieder in Tirol jagen wird", stellt Landesjägermeister Anton Larcher fest.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bleiben dem Jagdpächter 10 Tage ab Erlegung einer Gams bis diese der Behörde zu melden ist. Larcher:
"Sobald wir weitere Details und Fakten vorliegen haben werden wir diese schauerlichen Aktionen mit aller zu Gebote stehenden Schärfe und Härte ahnden. Ich konnte den Jagdpächter des betroffenen Jagdgebietes bis dato nur telefonisch zur Rede stellen. Man kann allerdings davon ausgehen, dass neben dem Schützen auch der Jagdleiter des betroffenen Reviers sowie alle beteiligten Personen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden."

Der Tiroler Jägerverband wird sich jedenfalls mit den weiteren beteiligten Behörden eng abstimmen und für volle Aufklärung Sorge tragen. "Wir werden auch innerhalb der Jägerschaft dieses Problem aufarbeiten. Für so etwas gibt es für mich Null-Toleranz und keinen Pardon bei der rechtlichen Verfolgung."

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DI Anton Larcher
Tel.: 0664 6181610

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