• 26.08.2013, 12:55:18
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Von Äthiopien bis Nicaragua: BM Töchterle und StS Lopatka präsentieren neue Förderschiene für Forscher aus EZA-Ländern

Gezielte Unterstützung für Post-Doktorand/innen aus EZA-Ländern - neue Förderschiene im Rahmen der Ernst Mach-Stipendien - rund 300.000 Euro pro Jahr, bis zu 200 Post-Doktorand/innen

Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und
Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka präsentierten zusammen mit
ADA-Geschäftsführer Dr. Martin Ledolter eine neue
Stipendieninitiative für Forscher aus EZA-Ländern.

Utl.: Gezielte Unterstützung für Post-Doktorand/innen aus
EZA-Ländern - neue Förderschiene im Rahmen der Ernst
Mach-Stipendien - rund 300.000 Euro pro Jahr, bis zu 200
Post-Doktorand/innen =

Wien (OTS) - Studierende und Forschende aus außereuropäischen
Entwicklungsländern (EZA-Ländern) finden in ihrer Heimat oft
unzureichende Rahmenbedingungen für ihr Studium und ihre
Forschungstätigkeit vor. Das betrifft insbesondere auch
Post-Doktorand/innen (Postdocs) bei ihren Forschungsarbeiten. Mit
einer neuen Förderschiene, die im Rahmen der Ernst Mach-Stipendien
eingerichtet wird, sollen sie künftig gezielt unterstützt werden.
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und
Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka präsentierten heute diese neue
Stipendieninitiative in einem gemeinsamen Pressegespräch, zu dem sie
von Geschäftsführer Dr. Martin Ledolter in den Räumlichkeiten der
Austrian Development Agency (ADA) begrüßt wurden. "Wir ermöglichen
damit eine nachhaltige Unterstützung von Studierenden und Forschenden
aus Ländern, wo die Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung aus
unterschiedlichen Gründen nicht optimal sind", so Töchterle. Lopatka
betont: "Die neuen Nachbetreuungsstipendien des BMWF bilden eine
optimale Ergänzung zu den EZA-Studienprogrammen. Mit dem zentralen
Kooperationsprogamm APPEAR (Austrian Partnership Programme in Higher
Education and Research for Development) fördert Österreich
Hochschulpartnerschaften mit EZA-Ländern mit insgesamt neun Millionen
Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren."

Antragsberechtigt sind Post-Doktorand/innen aus allen
außereuropäischen EZA-Ländern, die an einer Hochschule in einem
Entwicklungsland forschen und/oder lehren und in ihrer bisherigen
Laufbahn ein durch den Österreichischen Austauschdienst (OeAD-GmbH)
administriertes Stipendium der Republik Österreich erhalten haben.
Damit soll eine nachhaltige Unterstützung für die wissenschaftliche
Laufbahn dieser Alumni gewährleistet werden. Bei Stipendienantritt
müssen mindestens fünf Jahre seit dem letzten Stipendienaufenthalt in
Österreich vergangen sein. Die Forschungsstipendien werden über den
Österreichischen Austauschdienst (OeAD-GmbH) mit Mitteln des
Wissenschafts- und Forschungsministeriums abgewickelt. Gesamt stehen
rund 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die Stipendien werden für die Dauer von ein bis drei Monaten
vergeben, das Kontingent beträgt 200 Monate pro Jahr. Damit
profitieren künftig jährlich bis zu 200 Post-Dokotorand/innen, sie
bekommen eine monatliche Stipendienrate von 1.040 Euro sowie einen
Reisekostenzuschuss in der Höhe von maximal 730 Euro. Einreichtermine
sind der 1. März 2014 und 1. September 2014, die Bewerbung ist
ausschließlich elektronisch unter http://www.scholarships.at möglich.
Die Auswahl erfolgt durch eine Expertinnen- und Expertenkommission in
Österreich. Sie prüft und bewertet die Anträge nach klar definierten
Kriterien, dazu zählen etwa das aktuelle Forschungsvorhaben und
bisherige Lehr- und Forschungstätigkeiten. Weitere Informationen sind
unter http://www.oead.at abrufbar.

Preis für Entwicklungsforschung
Einen weiteren Impuls im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hat
das Wissenschafts- und Forschungsministerium kürzlich mit dem
erstmals verliehenen "Preis für Entwicklungsforschung" gesetzt. Die
Entwicklungsforschung ist ein vielfältiges Feld und befasst sich mit
aktuellen und zukünftigen globalen Herausforderungen. Gewonnene
Erkenntnisse können unmittelbare Auswirkungen auf die Lebenssituation
zahlreicher Menschen in den ärmsten Ländern der Welt haben. Der Preis
für Entwicklungsforschung soll dazu beitragen, Bewusstsein und
Anerkennung in diesem Forschungsfeld zu schaffen. Er besteht aus
einem Haupt- und einem Nachwuchspreis und wird von der Kommission für
Entwicklungsforschung bei der OeAD-GmbH (KEF) aus den Mitteln des
BMWF alle zwei Jahre an wissenschaftlich tätige Personen bzw.
Institutionen verliehen, die eine besondere Leistung in Bezug auf
Forschung mit Fokus auf Entwicklungsländer erbracht haben
(Publikationen, Projekte und Initiativen).

Studierende aus EZA-Ländern in Österreich
Die Zahl der Studierenden aus Entwicklungsländern an österreichischen
Hochschulen ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich angestiegen.
Studierten 2002 rund 11.000 Personen aus Entwicklungsländern an
Universitäten und Fachhochschulen (Universitäten 10.931,
Fachhochschulen 101), waren es im Wintersemester 2012 bereits rund
23.500 Studierende (Universitäten 22.211, Fachhochschulen 1.281).

Wissenschaft und Forschung können einen substantiellen Beitrag im
Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit leisten. Universitäten,
Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
kooperieren mit Forschungsinstitutionen aus EZA-Ländern und schaffen
durch gezielte Forschungsprojekte Fortschritt. So gibt es
beispielsweise ein Projekt zur Medizinischen Weiterbildung in
Mosambik mit der Vienna School of Clinical Research oder zur
Tropenforschung, Klimaforschung oder endogenen regionalen
Entwicklung, welche vom BMWF finanziert werden.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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