- 26.08.2013, 12:47:57
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Klug und Voves: Kein vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsalters mit der SPÖ
ÖVP setzt frauen- und familienfeindlichen Stolperkurs fort
Utl.: ÖVP setzt frauen- und familienfeindlichen Stolperkurs fort =
Wien (OTS/SK) - "Der Regierungsbeschluss lautet, dass es ein
schrittweises Anheben des Frauenpensionsalters ab 2024 geben wird.
Ein Vorziehen wird es mit der SPÖ nicht geben", sagt der
Spitzenkandidat der SPÖ Steiermark für die Nationalratswahl Gerald
Klug, "Es ist verantwortungslos, jeden Tag mit neuen Jahreszahlen zu
hantieren und so 315.000 Frauen über 45 Jahren täglich vor den Kopf
zu stoßen." ****
Der steirische Landesparteivorsitzende Landeshauptmann Franz Voves
erinnert daran, dass das ÖVP-intern nicht überall so gesehen wird. Er
halte es für wenig zielführend, das gesetzliche Pensionsantrittsalter
anzuheben, bevor das faktische Antrittsalter erhöht wurde. "Viele
Frauen arbeiten im Dienstleistungssektor und bekommen mit
fortgeschrittenem Alter keine Anstellung mehr in diesem Bereich. Rund
ein Fünftel aller Frauen geht aus der Arbeitslosigkeit in Pension. 34
Prozent aller Frauen gehen aus der Arbeitslosigkeit in die
Invaliditätspension. Welchen Nutzen hätte hier ein höheres
gesetzliches Pensionsantrittsalter?", fragt Franz Voves und
unterstreicht, dass "wir die Frauen vielmehr dabei unterstützen
müssen, länger gesund im Erwerbsleben zu bleiben".
Der steirische SPÖ Spitzenkandidat für die Nationalratswahl Gerald
Klug hebt die Doppel- und Dreifachbelastung der Frauen hervor.
"Solange es diese ungeheuerlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau
im Verdienst oder in der Frage der Kinderbetreuung gibt, ist es
frauenfeindlich von einer Angleichung zu sprechen. Derzeit haben
Frauen 24,3 Prozent Einkommensunterschied bei ganzjähriger
Vollzeitbeschäftigung", so Klug, für den klar ist: "Die ÖVP solle
lieber die wichtigen SPÖ-Projekte "Gerechtigkeit im Verdienst" und
"Ausbau der Kinderbetreuung" vorantreiben. Bei höherem Gehalt hätten
Frauen von Haus aus mehr Pension und würden bei flächendeckender
Ganztagsbetreuung ihrer Kinder auch deutlich weniger
Anrechnungszeiten durch lange Karenz oder Teilzeitarbeit verlieren."
"Nach dem ÖVP-Angriff auf die Familien mit der Forderung nach einem
12-Stundentag, mit der selbst die flexibelsten Familien Probleme bei
der Organisation ihrer Kinderbetreuung bekommen, ist die Anhebung des
Frauenpensionsalters der nächste Beweis dafür, dass die ÖVP nur auf
der Seite der Superreichen steht und der arbeitenden Bevölkerung mit
allen Mitteln das Geld aus der Tasche ziehen will. Das wird die SPÖ
nicht zulassen", unterstreicht der steirische Spitzenkandidat Gerald
Klug. (Schluss) mis/mp
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