Klug und Voves: Kein vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsalters mit der SPÖ

ÖVP setzt frauen- und familienfeindlichen Stolperkurs fort

Wien (OTS/SK) - "Der Regierungsbeschluss lautet, dass es ein schrittweises Anheben des Frauenpensionsalters ab 2024 geben wird. Ein Vorziehen wird es mit der SPÖ nicht geben", sagt der Spitzenkandidat der SPÖ Steiermark für die Nationalratswahl Gerald Klug, "Es ist verantwortungslos, jeden Tag mit neuen Jahreszahlen zu hantieren und so 315.000 Frauen über 45 Jahren täglich vor den Kopf zu stoßen." ****

Der steirische Landesparteivorsitzende Landeshauptmann Franz Voves erinnert daran, dass das ÖVP-intern nicht überall so gesehen wird. Er halte es für wenig zielführend, das gesetzliche Pensionsantrittsalter anzuheben, bevor das faktische Antrittsalter erhöht wurde. "Viele Frauen arbeiten im Dienstleistungssektor und bekommen mit fortgeschrittenem Alter keine Anstellung mehr in diesem Bereich. Rund ein Fünftel aller Frauen geht aus der Arbeitslosigkeit in Pension. 34 Prozent aller Frauen gehen aus der Arbeitslosigkeit in die Invaliditätspension. Welchen Nutzen hätte hier ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter?", fragt Franz Voves und unterstreicht, dass "wir die Frauen vielmehr dabei unterstützen müssen, länger gesund im Erwerbsleben zu bleiben".

Der steirische SPÖ Spitzenkandidat für die Nationalratswahl Gerald Klug hebt die Doppel- und Dreifachbelastung der Frauen hervor. "Solange es diese ungeheuerlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau im Verdienst oder in der Frage der Kinderbetreuung gibt, ist es frauenfeindlich von einer Angleichung zu sprechen. Derzeit haben Frauen 24,3 Prozent Einkommensunterschied bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung", so Klug, für den klar ist: "Die ÖVP solle lieber die wichtigen SPÖ-Projekte "Gerechtigkeit im Verdienst" und "Ausbau der Kinderbetreuung" vorantreiben. Bei höherem Gehalt hätten Frauen von Haus aus mehr Pension und würden bei flächendeckender Ganztagsbetreuung ihrer Kinder auch deutlich weniger Anrechnungszeiten durch lange Karenz oder Teilzeitarbeit verlieren."

"Nach dem ÖVP-Angriff auf die Familien mit der Forderung nach einem 12-Stundentag, mit der selbst die flexibelsten Familien Probleme bei der Organisation ihrer Kinderbetreuung bekommen, ist die Anhebung des Frauenpensionsalters der nächste Beweis dafür, dass die ÖVP nur auf der Seite der Superreichen steht und der arbeitenden Bevölkerung mit allen Mitteln das Geld aus der Tasche ziehen will. Das wird die SPÖ nicht zulassen", unterstreicht der steirische Spitzenkandidat Gerald Klug. (Schluss) mis/mp

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